Avatar der Herr der Elemente, Die Geschichte von Shana
Der Abschied von Therja
Nach wenigen Minuten, landete Kyoru vor dem Haus von Lhero. Zum Glück wohnte er ein wenig abseits der Stadt, direkt an einem kleinen Wald, in dem sich Kyoru verstecken konnte, während wir uns verabschiedeten. Lhero ging ins Haus und seine Schwester kam ihm sofort entgegen und wurde von Lhero liebevoll umarmt. “Da bist du ja wieder!, sie sah an ihm vorbei und sah mich, Und Shana ist auch da!“ Sofort kam sie zu mir gerannt und so konnte auch ich sie in die Arme schließen. Immer wenn ich in Therja´s Nähe war, spürte ich ihre Energie und ihre Freude, die sie am Leben hatte. Und genau dafür liebte ich die so, als wäre sie meine eigene Schwester. Ich blickte zu Lhero, der und mit einem breiten Grinsen ansah. Ich löste mich von Therja, als sie uns fragte: “Und habt ihr gewonnen? Ihr habt bestimmt gewonnen, so gut wie ihr beiden seit!“ Ich sah Lhero an und er mich, unsere Blicke übermittelten deutlcih, die Frage: Sollen wir ihr die Wahrheit sagen!
Ich nickte Lhero zu und kniete mich vor Therja, um ihr die Geschehnisse des heutigen Tages zu erzählen. Währenddessen, packte Lhero sowohl seine Sachen in eine Tasche, als auch die seiner Schwester. Nachdem ich Therja soweit alles erzählt habe, sah sie mich ein wenig schockiert an, als Lhero wieder bei uns stand, mit zwei Taschen in den Händen. Ich wendete den Blick von Therja und sah zu Lhero, der jedoch den Blick gesenkt hatte. Auch Therja, sah zu Lhero und sagte: “Was verschweigt ihr mir!“ Ich bin immer wieder erstaunt, wie klug sie war und das obwohl sie erst 5 Jahre alt war. Wenn sie Bändigungskräfte hätte, würde aus ihr etwas großes werden.
Als weder Lhero, noch ich etwas auf ihre Frage sagten, ging sie auf ihren Bruder zu und frage nocheinmal: “Was verschweigt ihr mir!“ Ich sah Lhero an und verließ kurz darauf mit den Taschen das Haus. Das musste er alleine machen.
Draußen stand Kyoru noch immer da wo er gelandet war und so stellte ich die Taschen neben die Tür und ging zu ihm. Kyoru ähnelte einem weißen Tiger, doch er war mindestens doppelt so groß. Und nicht nur die größe, war außergewöhnlich an ihm. Kyorus Kopf ziehrte ein großes Geweih, welches an das eines ausgewachsenen Hirsches erinnerte. Ehe ich ihn weiter betrachten konnte, öffnete sich die Tür und die heulende Therja kam rausgerannt. Sie blieb kurz stehen und schaute sich um und als sie mich entdeckte, fing noch mehr an zu weinen und rannte auf mich zu. Unter Schluckzen, welches ihre Worte verzerrte, sagte sie: “Ihr dürft nicht gehen. Ich will das ihr hier bleibt!“ Ich spürte wie nun auch meine Wangen nass wurden und so sagte ich schnell, bevor meine Tränen in einen Wasserfall enden würden: “Wir wollen doch auch nicht gehen, aber wir müssen. Aber ich verspreche dir, wir werden dich besuchen.“ Nachdem sich Therja wieder ein wenig beruhigt hatte, drückte ich sie in Lheros Richtung, der schon mit den Taschen Aufbruch bereit stand. Ich drehte mich noch einmal zu Kyoru um und nannte ihm unseren Treffpunkt, bevor er sich in die Lüfte erhob und Sekunden später außer sicht weite war. Doch genau das machte mir deutlich, das nun ich diejenige war, die sich von ihrer Familie verabschieden musste. Ich spürte bei dem Gedanken daran, einen stechenden Schmerz in meiner Brust, doch trotzdem setzte ich einen Fuß vor den anderen, immer im Hinterkopf die Hoffnung, dass sie meine Lage verstehen würden.