Avatar der Herr der Elemente, Die Geschichte von Shana
Ein Geschenk für die Ewigkeit
Ich stand vor meinem Haus und konnte Shen von drinnen Rufen hören: „Mama, Papa, Shana ist wieder da.“ Ich musste grinsen. Er wusste immer wenn ich in der Nähe war, keine Ahnung wieso, ich vermutete, weil wir beide uns super verstehen. Ich hatte gerade meinen Gedanken beendet als meine Mutter die Tür öffnete: „Shana mein Schatz da bist du ja wieder. Und wie wars habt ihr gewonnen?“ Man konnte deutlich erkennen, das meine Mutter schon ganz gespannt auf eine Antwort von mir war. Als sie jedoch an mir vorbei sah und Lhero und Therja entdeckte, verschwand die euphorische Miene. „Ähm Shana, was machen denn Lhero und Therja hier und warum weint sie.“ Ich drehte mich und sah die tatsächlich noch immer weinende Therja an. Mein Blick wurde durch den Anblick betrübt, doch mit starker Stimme antwortete ich: „Lass mich das drinnen erklären!“ Meine Mutter drehte sich um und betrat das Haus, ich deutete Lhero und Therja den weg hinein und blickte, bevor auch ich hineinging, umher um mich zu vergewissern, dass uns keiner gefolgt war. Als ich niemanden entdeckte, schloss ich hinter mir die Tür. Ich folgte den anderen ins Wohnzimmer, wo mich meine Eltern schon mit fragendem Blick auf mich warteten. Ich setzte mich gegenüber von ihnen und sah ihnen abwechselnd ins Gesicht. Langsam glitt mein Kopf in Richtung meines Schoßes. Ich wusste nicht wie ich anfangen sollte es ihnen zu erklären, ich dachte über jede Reaktion nach, wie sie reagieren könnten. „Shana?“, fragte mein Vater mit bedachter Tonlage. Ich schaute ihm ins Gesicht und wusste wie ich anfangen musste. Einfach ab durch die Mitte, sagte ich mir selber. Ich atmete noch einmal tief ein. „Also als erstes, wir haben das Tunier nicht gewonnen, aber nicht weil wir zu schwach waren. Die Tunierhalle wurde von einem Mann angegriffen,....ich schluckte,... er wollte Kyoru haben!“ Ich konnte große Fragezeichen in den Gesichter meiner Eltern und auch in dem meines Bruders sehen. „Wer ist Kyoru?“, fragte mich Shen und sah mich lächelnd an. Ich lächelte zurück, da mir sein Ausdruck auf dem Gesicht die Kraft gab weiter zu erzählen. „Kyoru ist mein Begleittier, ähnlich wie Fang für Roku, allerding gibt es Menschen die Kyoru suchen und fangen wollen. Aufgrund dessen muss ich so leid es mir tut euch verlassen. Ich bin verpflichtet Kyoru zu schützen, aber das kann ich nur indem ich von hier verschwinde.“ Ich sah meine Eltern, Shen;therja und Lhero an, bevor ich sagte, ich sollte bevor ich fortgehe noch ein paar Kleidungsstücke mitnehmen. Mit diesem Satz ging ich die Treppe hinauf in mein Zimmer. Ich packte Oberteile, Hosen und Unterwäsche in meinen großen Leinenbeutel und wollte mich grad umdrehen, als ich spürte, dass Shen in meinem Zimmer war.
Ich sah zu meinem Bruder und blickte in seine leuchtenden blauen Augen. Ich ließ mein Blick von seinem Gesicht auf seine Hand gleiten, da er mir etwas hinhielt. Shen hielt eine Kette in der Hand. Sie war wunderschön. Die Kette bestand aus einer dünnen aber dennoch starken silberkette und einem Blauen Stein, auf dem sich ein Schuppenartiges Muster befand. Wenn man den Anhänger leicht bewegte, schimmerte er in den Farben eines Regenbogens.
„Shen die Kette ist wunderschön, woher hast du sie?“, fragte ich meinen Bruder, während ich mir die Tränen mit meinem Handrücken von meinem Gesicht wischte. „Diese Kette hab ich von meiner leiblichen Mutter bekommen, zwar kann ich mich nicht mehr daran erinnern aber ich spüre, dass sie von ihr ist.“ Ich lächelte Shen an und nahm ihm mit den Worten: „Ich danke dir Shen, das bedeutet mir viel.“, die Kette ab. Ich legte sie mir sogleich um und spürte eine unbekannte Energie. Ich blickte von der Kette auf und sagte zu Shen: „Komm lass uns wieder nach unten gehen. Ich schwang mir meinen Beutel über die Schulter und lief zusammen mit meinen Bruder die Treppe wieder hinab.
Im Wohnzimmer angekommen, konnte ich deutlich erkennen, dass meine Eltern jetzt begriffen hatten, wo das hier alles endet und sogleich kamen meiner Mutter die Tränen. Ich sah sie an und sprach mit starker und doch zittriger stimme: „Bevor ich gehe, möchte ich euch um etwas bitten. Ich möchte, dass ihr Therja aufnimmt und so liebvoll behandelt, wie ihr mich immer behandelt habt.“
Mein Vater ergriff das Wort: „Ich verspreche es dir. Wir kümmern uns um sie als wäre sie unsere eigene Tochter.“ „Danke!“, sagte ich mit leicht schwächelnder Stimme. Ich sah meiner Mutter noch einmal ins Gesicht, bevor ich mich noch ein letztes Mal an meine Eltern wandte. „Ich danke euch für alles, das werde ich euch nie vergessen.“ Meinen Bruder Shen nahm ich ein letztes Mal in die Arme, bevor ich unter Tränen meinen Leinenbeutel nahm und zusammen mit Lhero das Haus verließ.