Handbuch der Kunstgeschichte

A. Springer · Kapitel 4 von 43

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Handbuch der Kunstgeschichte

Inhalt.

 

Die Anfänge der Kunst. §. 1–9.

D i e A n f ä n g e d e r B a u k u n s t .

Seite

§. 4. Tumuli, Topen, Pyramiden 4

§. 5. Steinaltäre 8

§. 6. Feengrotten und Steinkreise 9

D i e A n f ä n g e d e r B i l d n e r e i .

§. 7. Steinpfeiler, Gebaute Thierbilder 10

§. 8. Bildersteine und Idole 11

D i e A n f ä n g e d e r M a l e r e i .

§. 9. Bilderschrift 13

Die Kunst des Alterthums. §. 10–68.

A. D e r O r i e n t .

1. Die assyrische Kunst. §. 10–18.

§. 12–13. Assyrische Architektur 16

§. 14–17. Assyrische Bildnerei und Malerei 22

§. 18. Grabmonumente 29

2. Die persische Kunst. §. 19–22.

§. 20. Die Ruinen von Persepolis 31

§. 21. Die Ruinen von Pasargadä 33

§. 22. Grabmonumente 34

3. Die ägyptische Kunst. §. 23–29.

§. 24. Monumente von Unter- und Mittelägypten 38

§. 25. Monumente von Theben 39

§. 26. Monumente von Nubien 42

§. 27–28. Aegyptischer Tempel- und Grabbau 43

§. 29. Aegyptische Bildnerei und Malerei 46

4. Die Kunst in Vorderasien. §. 30–33.

§. 31. Phönikische Kunst 51

§. 32. Jüdische Kunst 54

§. 33. Die Monumente in Phrygien und Lycien 55

B. D i e K u n s t d e s k l a s s i s c h e n A l t e r t h u m s .

1. Hellas. §. 34–49.

§. 34. Die Anfänge der hellenischen Kunst 58

§. 35–40. Die hellenische B a u k u n s t 61

§. 41. Die Monumente 69

§. 42. Die Anfänge der hellenischen P l a s t i k 73

§. 43. Die äginetische, altattische, sikyonische und argivische Schule 75

§. 44. Pythagoras und Myron 77

§. 45. Phidias 78

§. 46. Polyklet 81

§. 47. Skopas, Praxiteles und Lysipp 83

§. 48. Die Schulen von Pergamus und Rhodos 86

§. 49. Vasenbilder 88

§. 50. Hellenische M a l e r e i 93

2. Etrusker und Latiner. §. 51–55.

§. 51. Die Baukunst der griechischen Colonien 97

§. 52. Gräberbau 98

§. 53–54. Bildnerei und Malerei 99

§. 55. Die Anfänge der römischen Kunst 102

3. Rom. §. 56–61.

§. 57–59. Baukunst 105

§. 60. Bildnerei 111

§. 61. Malerei 113

4. Das christliche Alterthum. §. 62–68.

§. 63. Die Katakomben 117

§. 64. Die altchristlichen Basiliken 119

§. 65–67. Die Monumente 122

§. 68. Bildnerei und Malerei 126

Die Kunst des Mittelalters. §. 69–92.

A. D e r O r i e n t .

1. Die Kunst des Buddhaismus und der Sassaniden. §. 69–71.

§. 69. Buddhaistische Monumente in Indien 128

§. 70. Chinesische Bauten 133

§. 71. Sassanidenkunst 133

2. Die Kunst des Islams. §. 72.

§. 72. Monumente im Oriente, Aegypten, auf Sicilien und in Spanien 135

3. Byzantinische Kunst. §. 73–74.

§. 73. Baukunst 143

§. 74. Malerei und Bildnerei 148

B. D a s A b e n d l a n d .

1. Die germanischen Völker im ersten christlichen Jahrtausend. §. 75–76.

§. 75. Baudenkmäler 151

§. 76. Bildnerei und Malerei 157

2. Die Architektur des christlichen Mittelalters. §. 77–85.

§. 77. System der romanischen Architektur 159

§. 78. System der germanischen oder gothischen Architektur 165

§. 79. Monumente in Frankreich 172

§. 80. Monumente in Spanien und Portugal 175

§. 81. Monumente in Grossbritannien 176

§. 82. Romanische Monumente in Deutschland 178

§. 83. Gothische Monumente in Deutschland 184

§. 84. Monumente in Italien 189

§. 85. Dekorative Architektur 193

3. Bildnerei und Malerei. §. 86–92.

§. 86–87. Monumente 194

§. 88–89. Styl und Symbolik 207

§. 90. Prager und Kölner Schule 209

§. 91. Italienische Bildnerei 212

§. 92. Italienische Malerei 213

Die Kunst des XV. und XVI. Jahrhunderts. §. 93–113.

A. D i e i t a l i e n i s c h e K u n s t .

1. Baukunst.

§. 94. Der ältere Renaissancestyl 220

§. 95. Der Renaissancestyl des 16. Jahrhunderts 223

2. Bildnerei.

§. 96. Oberitalienische Plastik. Die Lombardi 228

§. 97. Ghiberti und seine Zeitgenossen 229

§. 98. Michelangelo Buonarroti 236

3. Malerei.

§. 99. Uebersicht der Entwicklung der Malerei im 15. Jahrhundert 240

§. 100. Masaccio und seine Schule 244

§. 101. Leonardo da Vinci 247

§. 102. Fra Bartolomeo und die Florentiner am Anfange des 16.

251

Jahrhunderts

§. 103. Die umbrische Schule 252

§. 104. Raphael Santi 254

§. 105. Michelangelo Buonarotti 261

§. 106. Correggio 263

§. 107. Venetianische Schule 265

B. D i e K u n s t d i e s s e i t s d e r A l p e n .

§. 108. Die Kunstschulen zu Dijon und Tournay. Die Eyck'sche Schule 272

§. 109. Der Kupferstich und Holzschnitt 280

§. 110. Die nieder- und oberdeutschen Schulen. Die Nürnberger

283

Bildnerei

§. 111. Dürer, Holbein d. J. und Cranach d. Ä. 290

§. 112. Die Kunstschule von Tours. Spanien 296

C. D e r R e n a i s s a n c e s t y l a u s s e r h a l b I t a l i e n .

§. 113. Die Schule von Fontainebleau. Spanien. Die deutschen Länder 298

Die Baukunst im XVII. und XVIII. Jahrhundert.

§. 114. Der Jesuitenstyl. Bernini und Borromini. Styl Louis XIV. 303

Die Bildnerei im XVII. und XVIII. Jahrhundert.

§ 115. Italienische Sculpturen. Die Schule von Versailles 307

Die italienische Malerei im XVII. Jahrhundert.

§. 116. Die Naturalisten und Eklektiker. Caravaggio und Caracci 311

§. 117. Florentiner und Neapolitaner 317

§. 118. Ausgang der italienischen Kunst 321

Die französische Malerei im XVII. Jahrhundert.

§. 119. N. Poussin, Lesueur, Lebrun. C. Poussin, Claude Lorrain 322

Die spanische Malerei im XVII. Jahrhundert.

§. 120. Die Schulen von Madrid und Sevilla 325

Die niederländische Malerei im XVII. Jahrhundert.

§. 121. Rubens und seine Schule 331

§. 122. Rembrandt und die holländischen Sittenmaler 337

§. 123. Die Landschaftsmalerei 341

§. 124. Schlussbetrachtung 344

Kunst-Wegweiser durch Deutschland, Frankreich etc. nach dem Alphabete

347

der Städte

 

Erklärung der Bildtafel.

Zum besseren Verständnisse der §.§. 40 und 87, welche von der Polychromie der Architektur handeln,

wurden in der Bildtafel Beispiele der vielfarbigen Bemalung von Baugliedern und ganzen Bauwerken zusammengestellt.

Die beiden Säulenkapitäle deuten die Anwendung der Polychromie in der ägyptischen Architektur an, und sind Wilkinson's Customs and Manners of the ancient Egyptians entlehnt. In dem Dachbaue des dorischen Tempels wurde das von Kugler und Strack festgestellte System der Polychromie beibehalten. Sind auch die Meinungen über das Maass der Farbe an antiken Bauwerken noch immer getheilt, so bleibt dennoch das angeführte System am meisten empfehlenswerth, nicht allein, weil es unseren Vorstellungen von dem Schönheitssinne der Alten vollkommen entspricht, sondern auch, weil es mit den Zeugnissen der antiken Schriftsteller und mit den vorhandenen Resten am besten sich vereinigt. Die Skizze der gothischen Polychromie ist nach einer Originalaufnahme des Inneren der Pariser Sainte Chapelle angefertigt worden. Bei der Restauration dieses mittelalterlichen Schatzkästleins fanden sich noch so viele und so deutliche Reste der ursprünglichen Bemalung vor, dass dieselbe mit vollkommener Treue und Genauigkeit erneuert werden konnte. Bemerkenswerth ist der rhythmische Wechsel in der Bemalung. Die Hauptdienste, welche in Verbindung mit zwei Nebendiensten als Gewölbeträger fungiren, sind wechselweise blau mit goldenen Lilien und roth mit kleinen Thürmen (fleurs de lys und château de Castille bilden die Wappenzeichen Ludwig des Heiligen) bemalt, so dass eine feste Regel durch die reiche Polychromie sich hindurchzieht; nur die beiden Pfeiler der Westseite, welche den Eingang einschliessen, weisen an demselben Dienste sowohl das eine wie das andere Ornament auf: Lilien im blauen Felde wechseln mit Thürmen im rothen Felde ab. Dass auch dieser Abweichung eine verständige Regel, ein kräftiges Gefühl für Symmetrie zu Grunde liegt, bedarf keines Beweises. Die Eingangsseite enthält die beiden Dekorationsschemata vereinigt, welche in der Längenrichtung auseinander treten und in lebendiger Weise sich fortbewegen. Jede andere Anordnung hätte das Gefühl für Harmonie verletzt. Der gleiche künstlerische Sinn für Harmonie spricht sich in dem Farbenverhältnisse aus, in welchem die bemalten Skulpturen zur polychromen Architektur stehen, wie überhaupt durch die vollständige Bemalung des Inneren und die glänzende Fenstermalerei eine gewisse Einheit gewahrt wird.