The Nightbringer

A. R. Bitter · Kapitel 2 von 13

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The Nightbringer

The Good Soldier

 

 

Wir flogen fast 16 Stunden lang, dann krabbelten wir in eine kleine Höhle und vereinbarten das ich ihn in vier stunden wecken würde, dann würde er die Wache übernehmen.

Die nächsten Tage verliefen ähnlich. Wir flogen 16 Stunden lang, schliefen je 4 stunden und aßen zwischen durch was wir an Büschen und Bäumen fanden. Wir brauchten zwar eigentlich nicht zu essen, waren von dem ganzen fliegen aber so erschöpft, das wir die Stärkung nötig hatten.

Wir erzählten uns viel und schwiegen viel. Wir hatten schon immer viel Zeit zusammen verbracht, aber diese Wochen schmiedeten ein besonders Band.

Im Nachhinein kann ich mich vor allem an eine Szene erinnern, so

vergleichsweise trivial sie auch seien mag:

Wir sind an einem klaren Gebirgsbach gelandet und tranken von dem eiskalten Wasser, und badeten dann auch gleich.

Luzifer fing an mich leicht nass zu spritzen und obwohl ich natürlich bereits durchnässt vom baden war, musste ich ihm natürlich gleich eine kleine Flutwelle entgegentreiben. So verwandelte sich dass ganze schnell in eine Wasserschlacht und grade als ich versuchte Luzifers Kopf unter Wasser zu halten, kam eine Nixe aus dem nichts aufgetaucht und versuchte Luzifer mit sich zu locken.

Bevor ich nachdenken konnte stürzte ich mich auf die hinterlistige Kreatur und grub meine Krallen in ihr kaltes Fleisch, sofort wand sie sich und grub ihre messerscharfen Zähne in meine Schulter. Meine Händen fanden kaum halt an ihrem fischartigen Schuppen. Ich schrie auf und meine krallenbewerten Finger gruben sich in ihre Schultern und Hüften. Ich riss. Ihr Körper gab nach und zerriss in der schlanken Taille.

Ungläubig starte ich auf die zwei Hälften der Nixe. Aus der Wunde flossen blasse Innereien und perlmuttfarbenes Blut. Mein Blick versank im Strudel aus Wasser und Blut. Blut, das ich zum fließen gebracht hatte. Ich hatte gemordet.

Es stimmte.

ER hatte Recht gehabt.

Sie alle hatten Recht gehabt.

Ich war böse.

Ich war böse.

Ich war böse. Ich war böse.

Die Erkenntnis wieder holte sich ständig. Wie ein Bumerang schien sie sich zu wiederholen. Und wurde mit jeder Sekunde schlimmer und klarer.

„Samael?“

„Es tut mir Leid. Wir werden zurück gehen. Ich tue so als hätte ich dich gezwungen mitzukommen. Dann bist du wieder in Sicherheit. Vor mir. Vor allem. Und sie werden schon wissen wie sie mich wieder grade biegen. Ich weiß das ich dir jetzt nicht mehr zumuten kann mir zu helfen.“

„Was redest du da?! Du hast mir wahrscheinlich grade das Leben gerettet. Und wie kommst du darauf aufzugeben? Danke, Samael. Danke.“

„Aber ich bin böse. Sie hatten Recht. Ich. Bin. Böse.“

„Bist du nicht. Du hast nur reagiert. Hättest du sie nicht getötet hätte sie uns beide getötet.“

„Ich bin böse... Ich bin böse...“ , meine Stimme wurde immer leiser.