The Nightbringer

A. R. Bitter · Kapitel 3 von 13

PDF-Seiten

The Nightbringer

God Given

„Samael? Sammy?! Verdammt! Wieso redest du nicht?!“

Ich schwieg weiter. Zu groß war die Angst vor dem was aus meinem Mund kommen würde. Ich war böse.

Ich sah überrascht auf als Luzifer plötzlich vor mir stand.

„Sammy?“ Er wusste das ich diesen bescheuerten Spitznamen hasste. Ich wich seinem Blick aus und sah zu Boden. Er trat einen Schritt vor und bevor ich ihn ihn stoppen konnte umarmte er mich.

Ich stand kurz wie erstarrt da. Er durfte mir nicht so nahe kommen. Ich war gefährlich. Böse. Trotzdem ließ ich meinen Kopf vorsichtig auf seiner Schulter ruhen und erwiderte die Umarmung.

„Samael?“

„Stern.“

„Du kannst also noch reden.“

„Natürlich, kann ich.“

Plötzlich zerriss ein Geräusch die Stille. Trompeten, die ihr ohrenbetäubendes Triumphlied posaunten. Erschrocken drehten wir uns um. Und sahen sie, die Engelskrieger. Gekommen um uns gefangen zu nehmen und zu trennen. So viele. Zu viele.

Vor uns versammelten sich mehrere dutzend erwachsene Krieger. In diesem Moment wurde mir endgültig bewusst, das wir trotz allem nur zwei siebenjährige Jungen waren. Ich umarmte Stern ein letztes mal und zog dann den Dolch aus meinem Gürtel. Aus dem Augenwinkel sah ich das Stern im selben Moment die selbe Geste machte. Ich riss Stern plötzlich herum und hielt ihn vorsichtig fest. Versuchte ihm weder weh zu tun noch die Maskerade auffliegen zu lassen. Ich legte meinen Dolch vorsichtig auf Sterns Hals und rief: „Ein Schritt näher und euer Prinz ist tot.“

„Was wird das, Junge! Wir wissen das du ihm nichts tun wirst.“

Ich lachte höhnisch: „Was wollt ihr schon wissen? Ihr seid nur alberne Schoßhunde zu den Füßen dieses Bastards! Ihr wisst doch gar nicht wie das ist. Immer der Böse. Während dieser kleine...“ Ich brach ab. Ich wusste das ich es nicht schaffen würde Stern zu beleidigen, ohne die Maskerade fallen zu lassen. Aber das war auch nicht nötig. „Dieser... immer höher steigt. Aber glaubt mir. Damit ist es jetzt vorbei. Der heutige Tag gehört mir. Und Niemand wird mich daran hindern! Und ganz sicher nicht ihr!“

Ein Blick in die Gesichter der Krieger zeigte mir das meine Worte genau ihren Schwachpunkt getroffen hatten. Sie waren der Meinung, man ließe ihnen nicht genug Macht. Ja, dass sie die eigentlichen Herren dieser Welt waren.

Offensichtlich hatte Luzifer meine Technik durchschaut und wusste das jegliche Versuche die Schuld von mir zu nehmen nicht klappen würden, da sie als gute Manipulation meinerseits abgetan werden würden. Ich hoffte das tatsächlich keine Lücke in meinem Plan war. Luzifer würde diese sonst auf jeden Fall finden.

Zwei Krieger brachen plötzlich aus den Reihen und sagten: „Wir verstehen sie, doch scheint es euch noch schwer zu fallen den Prinz fallen zu lassen. Lasst uns euch helfen.“ Und schon griffen sie Stern an. Automatisch ließ ich ihn los und bewegte meine Flügel, so dass die Schwerter der Krieger nicht Luzifer sondern nur meine Flügel ritzten.

Wir stellten uns Rücken an Rücken und warteten auf den Angriff, im sicheren Wissen das wir keine Chance hatten.

Und im nächsten Augenblick rannte die ganzen Engel auch schon auf uns zu. Sie hatten die Täuschung natürlich bemerkt. Ich riss schnell den Dolch hoch und zerriss die Brust eines der Angreifer, konnte aber nicht verhindern dass sein Schwert tief in meinen linken Arm schnitt. Zwei weitere kamen hinter ihm zum Vorschein. Ich riss meine Hand wieder herunter, und stach einem der beiden in die Brust. Gleichzeitig versuchte ich den zweiten gegen die Schläfe zu treten, erstarrte dann aber als ich spürte wie Stern weggerissen wurde. Geschockte drehte ich mich um und sah wie vier Engelskrieger versuchten ihn festzuhalten und zu kontrollieren. Die kleine Unaufmerksamkeit, kostete mich meine Freiheit. Arme ergriffen mich und banden meine Handgelenke, meine Knöchel und meine Flügel mit magischem Metall. Wir tauschten einen letzten Blick und ich wisperte: „Es tut mir Leid.“ Seine Antwort hörte ich schon nicht mehr als ich spürte wie sich kalte Hände an meine Schläfen legten und versang in tiefer unendlicher Dunkelheit. Bevor jegliches Gefühl in dieser Dunkelheit ertrank spürte ich die kalte Schneide eines Schwertes, die durch meine Brust glitt und das Wort „SATAN“ einritzte. Mein eigenes Blut lief heiße an mir runter.