
Deutschland. Ein Wintermärchen
von Heinrich Heine

Alfred Gudeman sollte für die Philosophische Bibliothek die vergriffene Ueberwegsche Poetik von 1869 neu auflegen und entschied sich stattdessen für eine ganz neue Übertragung. Sein Text weicht selbst von Vahlens Ausgabe von 1886 an fast dreihundert Stellen ab, vor allem dank der syrisch-arabischen Überlieferung, und er liest die Schrift nicht als attische Kunstprosa, sondern als Überbleibsel eines Kollegienhefts. Das Inhaltsverzeichnis führt vom allgemeinen Teil über Nachahmung und Dichtungsgattungen zur Tragödie mit ihren sechs Teilen, zu Peripetie, Erkennung sowie Mitleid und Furcht, weiter zum Epos und zu Homer. Das Vorwort ist gezeichnet München, Juli 1920.