Windstärke 10, Auf diesen Sturm folgt morgen ganz bestimmt der Nächste
Kapitel 5
Der Regen prasselte erbarmungslos gegen die Fensterscheiben. Nele stand mit verschränkten Armen vor dem Küchenfenster. Sie verdrehte die Augen und lauschte dem Radio in der Hoffnung, dass die Wetteraussichten besser werden würden.
"Von der Nordsee wird uns langanhaltender Regen gemeldet, der teils heftige Böhen mit sich bringt", enttäuschte der Nachrichtensprecher Nele. Was sollte sie heute nur mit den Feriengästen anstellen und vor allem was sollte sie mit Josephine anstellen?
Das Mädchen ließ nicht davon ab sich über das Wetter, die stinkenden Tiere und das Essen zu bescheren. Man könnte an dieser Stelle eine zwei Seiten lange Aufzählung anhängen.
Nele ließ sich müde auf den Stuhl sinken.
"Das wird schon", sagte Oma, die Neles Sorge in ihren Augen gesehen hatte.
"Hatte ich jemals Gäste die mich so gestresst haben?"
"Vermutlich nicht!" Oma legte ihren Kopf schief und überlegte ob ihr noch jemand einfiel.
"Nein", sagte sie nach einer Weile. "Die Freuds kann niemand ersetzten."
Das Radio spielte ein super fröhliches Lied ab. Nele ließ ihren Kopf genervt auf den Tisch sinken.
"Jetzt bekommen die noch nicht mal hin vernünftige Lieder im Radio zu spielen."
"Ich weiß was dir helfen könnte: ein starker Kaffee", sagte Oma und machte sich gleich dran einen starken Kaffee zu zaubern.
"Ohne Zucker aber mit Sahen?", fragte Oma ohne sich umzudrehen, weil sie die Antwort schon kannte.
"Du weißt was gegen schlechte Laune hilft."
"Ich lebe schon lang genug auf dieser schrecklichen Welt."
"Das hört sich schlimm an, Oma."
"Wirklich? Ich kann dir noch was verraten, was hilft."
"Das da wäre?"
"Du stehst jetzt auf und sagst dir, dass der Tag wunderbar ist und du dir nichts Besseres vorstellen kannst, als die Scheune aufzuräumen."
"Danke Oma für diesen außerordentlich nicht hilfreichen Rat. Das wird nicht gerade meinen Tag versüßen", sagte Nele trocken.
"Du musst das schon seit Monaten machen und schiebst es schon so lange vor dich her. Heute ist der perfekte Tag dafür."
"Stimmt ich kann mir nichts besseres vorstellen."
"Ich tue mal so als wenn ich deine Ironie nicht gehört habe."
"Das blöde an der ganzen Sache ist, dass du Recht hast. Ich sollte wirklich wieder einmal aufräumen."
"Schnapp dir einfach Jasmin und Nils und dann gehts auch viel schneller."
"Ist dir aufgefallen, dass sie sich total seltsam benehmen."
"Ja", seufzte Oma. "Sie wollen sich einfach nicht eingestehen, dass sie sich lieben."
"Was?" Nele war aufgesprungen. "Du meinst sie wollen wirklich,... glaubst du wirklich, dass Nils und Jasmin...?"
"Du darfst es ruhig aussprechen. Sich ineinander verliebt haben? Ja."
"Warum sollten sie?"
"Naja, man versteht nicht immer die Liebe. Ich denke sie passen gut zusammen. Sie müssen es nur noch herausfinden. Vor allem Jasmin."
"Woher weißt du das?"
"Ich kann nur wiederholen: Ich lebe schon lange auf dieser Welt. Obwohl sie nicht immer schrecklich sein muss. Liebe ist etwas wunderschönes.", sagte Oma verträumt.
"Nicht immer", murmelte Nele.
"Ach Kindchen du musst endlich vergeben und dir eingestehen, dass die Zeit mit Björn sehr schön war. Klar, es war ein unschönes Ende, aber warum bist du nicht für die guten Dinge dankbar. Wärst du ohne Björn so eine starke Frau geworden? Ich glaube kaum."
"Oma, Du verstehst das nicht."
"Doch Liebling glaub mir ich weiß sehr wohl was das heißt."
"Ich will nicht über Björn reden Oma. Wirklich nicht." Neles Stimme war nur ein leises Flüstern und Oma wusste, dass Neles Stimme kurz davor war zu brechen.
"Wann willst du dir die Traurigkeit nur von der Seele reden, Liebling?"
"Nicht heute..."
Nele stand auf und verließ die Küche. Oma lehnte sich gegen die Arbeitsplatte und sah ihrer Enkelin schweren Herzens hinterher. Sechs Jahre schon trug sie den Schmerz mit sich herum, ohne mit jemanden darüber zu reden. Ohne ihrem Herzen eine Chance zu geben wieder zu heilen. Ohne anderen Menschen eine Chance zu geben an ihr Herz heran zu kommen.
Bei diesem Gedanken, fiel Oma Neles Date mit Markus ein. Sie hatte Nele gar nicht danach gefragt. Wie es wohl gelaufen war.
*
Die Scheune betrat Nele nur an Tagen an denen es wirklich nötig war. Es war ein besonderer Ort. Ein Ort, der viele Erinnerungen und Gefühle in Nele wachrüttelte, die sie sonst krampfhaft zu unterdrücken versuchte.
Sie hatte Jasmin und Nils nicht um Hilfe gebeten. Sie brauchte Zeit für sich. Zeit zum Nachdenken. Zeit in der sie die Erinnerungen auf Neue auf sich wirken lassen konnte.
Mit schnellen Schritten ging Nele auf die alte Scheune zu. Der Regen peitschte erbarmungslos auf sie ein. Oma hatte Recht sie musst endlich über ihre Gefühle und Verletzungen reden, die Björn ihr zugefügt hatte. Der kalte Regen tat gut. Es war eine Art Therapie. Er kühlte sie ab. Brachte sie wieder runter. Gab ihr das Gefühl, dass sie es schaffen würde weiter zu machen.
Ihre Haare klebten in ihrem Gesicht als sie die Scheune erreicht hatte. Sie atmete tief durch. Dann öffnete sie die morsche Tür. Ein kleiner Lichtstrahl fiel mit ihr durch die Tür und erhellte den dunklen Raum. Im nächsten Moment schlug die Tür mit dem Wind zu. Es war wieder dunkel.
Alles war so wie früher. Es war dunkel. Es roch nach Stroh und altem Holz. Die Umrisse von alten Landwirtschaftsgeräten waren im hinteren Teil der Scheune zu sehen. Ein Haufe von nicht mehr gebrauchbaren Möbel und Haushaltsgeräten stapelte sich in einer Ecke und eine Seite der Scheune war mit Kisten vollgestellt, in denen sich wertvolle Erinnerungen versteckten. Die Heuballen nahmen den Rest der Scheune ein. Anstatt sich einen Weg durch die Unordnung zu bahnen, setzte Nele sich auf den ersten Heuballen, den sie sah.
Nele ließ den Eindruck der Vertrautheit auf sich wirken. Der Regen und das Quietschen der alten Holzwände erinnerten sie an eine ganz besonderen Tag.
*
Es hatte gestürmt. Aber Nele und Björn machte das nichts aus. Sie waren hier aufgewachsen und hatten noch nie Angst vor Stürmen gehabt. Als es anfing zu gewittern, hatte sie ihren Nachhauseweg eingeschlagen. Sie hatte viel Spaß gehabt und obwohl sie schon 17 waren, hatte es ihnen nichts ausgemacht Fangen zu spielen. Als das Gewitter sehr heftig wurde, hatten sie Gerade den Rand ihres Grundstück erreicht und waren in die Scheune geschlüpft.
Schnaufend hatten sie sich gegen die Holztür gelehnt und gelacht.
"Das war toll. Solche Aktionen liebe ich an dir", hatte Björn gesagt. Neles Herz hatte einen kleine Hüpfer gemacht. Sie waren schon immer Freunde gewesen, aber seit einiger Zeit hatte Nele andere Gefühle für Björn, als nur freundschaftliche.
"Ja", hatte Nele gehaucht und sich nicht getraut ihm in die Augen zu schauen. Sie war zu dem ersten Heuballen gegangen der ihr in der Unordnung begegnet war und hatte sich hingesetzt. Björn war ihr gefolgt. Er hatte neben ihr Platzt genommen.
Sie hatten geschwiegen. Tausend Gedanken waren Nele in diesem Moment durch den gegangen. Der Wind hatte durch die Ritze gepfiffen und am liebsten hätte sich Nele in Björns Arm geschmiegt.
In diesem Moment geschah für Nele etwas völlig Magisches. Als hätte Björn Neles Gedanken gelesen, nahm er sie in den Arm.
"Ist dir kalt?", hatte er gefragt. Von seiner tiefen Stimme hatte Nele Gänsehaut bekommen.
Sie nickte, immer noch nicht bereit ihm in die Augen zu schauen.
"Ist alles okay?", hatte Björn nach einer Weile besorgt gefragt.
"Ja, ich denke nur nach."
"Gut."
Sie sie hatten lange schweigend da gesessen und ließe beide ihre Gedanken schweifen. Dabei hatten sie nicht gewusst, dass der Andere das dachte was auch sie dachten. "Wie wäre es wenn wir ein Paar wären?"
Nele hatte schließlich unauffällig zu Björn aufgesehen. Er hatte wunderschöne grüne Augen und wenn er nachdachte, dann wurden sie immer zu zwei kleine Schlitze.
Sie hatte lächeln müssen, als sie sich wieder an Seine Brust geschmiegt hatte.
"Was?", fragte Björn daraufhin.
Sie schauten sich lange und intensiv in die Augen. Sie brauchten keine Worte um zu wissen, was der Andere gerade dachte. In Neles Bauch flogen, trotz des starken Gewitters, Schmetterling.
Björn hatte ihr Gesicht in seine Hände genommen und ihr langsam über ihre Wange gestrichen. Jetzt konnte Nele sich nicht mehr von seinem Blick lösen. Er hatte das Gleiche gedacht wie sie. Es zauberte ein Lächeln auf ihre Lippen.
Björn hob langsam Neles Kinn und führt seine Lippen auf ihre. Er küsste sie sanft. Es schien als würden ihre Lippen perfekt zueinander gehören. Sie erwiderte seinen Kuss zaghaft.
"Das wollte ich schon lange machen", hauchte Björn.
"Ich auch", flüsterte Nele.
"Ich bin nicht gut darin romantische Reden zu schwingen."
"Ich weiß."
Björn hatte gegrinst und ihr dann liebevoll durch das nasse Haar gestrichen.
"Ich frag dich einfach gerad heraus: Willst du meine Freundin sein? Also,... meine richtige Freundin nicht nur so eine Freundin."
"Ja..."
Sie küssten sich wieder. Ein warmer Sonnenstrahl steifte die Gesichter des Paares.
Draußen formte sich ein Regenbogen und besiegelte in seiner Farbenpracht die junge Liebe.
*
Oma hatte Recht. Nicht alles mit Björn muss schlecht gewesen sein. Es gab Leute die eine deutlich schlimmeren ersten Kuss ertragen mussten. Nele lächelte. Ihr erster Kuss war wunderschön gewesen, auch wenn viele ihn als kitschig beschreiben hätten.
Nele schaute durch die Ritze der Scheune. Der Regen prasselte unbeirrt weiter. Kein Sonnenstrahl, kein Regenbogen. Donner und Blitze. Ein Sturm.
Irgendwie spiegelte das Wetter ihr Leben wieder. Wenn so über ihr Leben nachdachte war es ein riesen Durcheinander. Auf den ersten Blick schien alles perfekt, aber wenn man genauer hinschaute... Nele schluckte und begann mit ihrer Arbeit. Sie wollte nicht wieder in Selbstmitleid versinken. Sie würde wieder aufstehen und weitermachen. So wie sie es schon so oft in ihrem Leben gemacht hatte. Sie würde sich auch diesmal nicht runterkriegen lassen. Nicht nach all dem was sie erreicht hatte.
Die Bretter der alten Scheune quietschten, und hätte Neles es nicht besser gewusst, würde sie Angst um ihr Leben haben. Aber diese Scheune stand schon seit Jahrzehnten felsenfest. Die Holzbretter der Scheune würden dem Wind der gegen sie ankämpfte standhalten.
Seufzend stand Nele auf. Sie hatte genug geträumt und gegrübelt. Jetzt war es an der Zeit wieder für Ordnung zu sorgen.
*
Eine dunkle Gestalt schlich sich auf den Eichenhof. Der Regen machte ihm nicht aus. Nein, der Regen war perfekt. Regen und Stürme. Donner und Blitze sie machte den Menschen Angst. Vielleicht nicht den Eckhoffs. Aber heute würden sie trotzdem einen ordentlichen Schrecken bekommen. Sie würden es mit der Todesangst zu tun bekommen. Ihre sichere Insel würde wieder einmal kurz vor dem Untergang stehen. Und nur er war der Grund dafür. Er baute sich in seiner vollen Größe auf als er sein Ziel erreicht hatte. Und dabei war es doch nur ein kleines Stück Papier. Er musste grinsen und konnte sich sein dreckiges Lachen nicht verkeifen. Er wünschte sich das dieses kleine Dreckschwein Nele den Brief als erste lesen würde. Von allen Eckhoffs hasste er sie am meisten. Einen kurzen Augenblick spielte er mit dem Gedanken sich hinter der Hecke zu verstecken um dann ihr bleiches Gesicht zu sehn. Es wäre eine Genugtuung . Aber er konnte sich beherrschen. Es war noch nicht an der Zeit aufzufliegen. Er hatte einen Plan und den würde er durchziehen. Er konnte es nicht riskieren schon vorher gesichtet zu werden. Wenn sie nur wüssten...
Der Brief, der heute noch Angst und Schrecken verbreiten würde, flatterte leise in den Briefkasten auf dem mit großen Buchstaben Eckhoffs stand. Mit Abschaum drehte er sich ab. Er würde diesen Namen nur noch einmal in den Namen nehmen. An dem Tag der Abrechnung. An dem Tag, an dem sich zeigen wird, wer der Stärkere war. Und an diesem Tag würde es nur einen Sieger geben. Er würde keinem die Möglichkeit geben zu gewinnen. Dieses Spiel hatte nur einen Gewinner und der stand von Anfang an fest. Es war er.
**
Nele verzog ihr Gesicht als sie zu den Regalen kam, die voll mit Kisten vollgestellt waren. Diese Kisten beinhalteten viele Erinnerungen an ihre Eltern. Ihre Kleidung. Ihre Lieblingsfilme. Ihre Bücher die sie über alles geliebt hatten. Ihr ganzes Leben war in diesen Karton verstaunt. In der Scheune die Nele nur selten betrat.
Langsam strich sie über die Kiste in der Mamas Kleidung lag. Sie war die schönste Frau gewesen, die Nele jemals gesehen hatte. Ihre Kleidung war immer geschmackvoll gewesen, selbst wenn sie den Stall ausgemistet hatte, trug sie ein passendes und gut aussehendes Outfit.
Sie würde die Kisten nur von dem Staub befreien. Ihre Eltern sollten nicht verstauben. Zumindest nicht das was von ihnen übrig geblieben war. Sie würde heute nicht reinschauen. Heute würde sie mit erhobenen Kopf aus dieser Scheune gehen ohne auch nur eine Träne zu vergießen.
Ein dicker Klos bildete sich in Neles Hals. Sie schüttelte den Kopf. Nein, Nein, Nein!
Ich will nicht.
"Gott warum?", schoss es Nele durch den Kopf und im nächsten Augenblick wunderte sie sich warum die das gerade gedacht hatte.
"Deine christliche frühkindliche Prägung", versuchte sie sich einzureden.
Aber doch blieb die Frage offen. Gott warum? Warum ich? Warum muss ich das alles durch machen? WARUM? Eine Frage auf die sie wahrscheinlich nie eine Antwort bekommen würde.
*
Nele verzog ihr Gesicht als sie zu den Regalen kam, die voll mit Kisten vollgestellt waren. Diese Kisten beinhalteten viele Erinnerungen an ihre Eltern. Ihre Kleidung. Ihre Lieblingsfilme. Ihre Bücher die sie über alles geliebt hatten. Ihr ganzes Leben war in diesen Karton verstaunt. In der Scheune die Nele nur selten betrat.
Langsam strich sie über die Kiste in der Mamas Kleidung lag. Sie war die schönste Frau gewesen, die Nele jemals gesehen hatte. Ihre Kleidung war immer geschmackvoll gewesen, selbst wenn sie den Stall ausgemistet hatte, trug sie ein passendes und gut aussehendes Outfit.
Sie würde die Kisten nur von dem Staub befreien. Ihre Eltern sollten nicht verstauben. Zumindest nicht das was von ihnen übrig geblieben war. Sie würde heute nicht reinschauen. Heute würde sie mit erhobenen Kopf aus dieser Scheune gehen ohne auch nur eine Träne zu vergießen.
Ein dicker Klos bildete sich in Neles Hals. Sie schüttelte den Kopf. Nein, Nein, Nein!
Ich will nicht.
"Gott warum?", schoss es Nele durch den Kopf und im nächsten Augenblick wunderte sie sich warum die das gerade gedacht hatte.
"Deine christliche frühkindliche Prägung", versuchte sie sich einzureden.
Aber doch blieb die Frage offen. Gott warum? Warum ich? Warum muss ich das alles durch machen? WARUM? Eine Frage auf die sie wahrscheinlich nie eine Antwort bekommen würde.
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Nele verzog ihr Gesicht als sie zu den Regalen kam, die voll mit Kisten vollgestellt waren. Diese Kisten beinhalteten viele Erinnerungen an ihre Eltern. Ihre Kleidung. Ihre Lieblingsfilme. Ihre Bücher die sie über alles geliebt hatten. Ihr ganzes Leben war in diesen Karton verstaunt. In der Scheune die Nele nur selten betrat.
Langsam strich sie über die Kiste in der Mamas Kleidung lag. Sie war die schönste Frau gewesen, die Nele jemals gesehen hatte. Ihre Kleidung war immer geschmackvoll gewesen, selbst wenn sie den Stall ausgemistet hatte, trug sie ein passendes und gut aussehendes Outfit.
Sie würde die Kisten nur von dem Staub befreien. Ihre Eltern sollten nicht verstauben. Zumindest nicht das was von ihnen übrig geblieben war. Sie würde heute nicht reinschauen. Heute würde sie mit erhobenen Kopf aus dieser Scheune gehen ohne auch nur eine Träne zu vergießen.
Ein dicker Klos bildete sich in Neles Hals. Sie schüttelte den Kopf. Nein, Nein, Nein!
Ich will nicht.
"Gott warum?", schoss es Nele durch den Kopf und im nächsten Augenblick wunderte sie sich warum die das gerade gedacht hatte.
"Deine christliche frühkindliche Prägung", versuchte sie sich einzureden.
Aber doch blieb die Frage offen. Gott warum? Warum ich? Warum muss ich das alles durch machen? WARUM? Eine Frage auf die sie wahrscheinlich nie eine Antwort bekommen würde.
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