
Almansor: Eine Tragödie
Heine beginnt seine Tragödie im Spätsommer 1820 im Dorfe Beul bei Bonn und bringt sie während seines folgenden Aufenthalts in Göttingen nahezu zu Ende; 1823 erscheint sie zusammen mit William Ratcliff. Ein Brief Heines an Fouqué von 1823 nennt die Romanze Donna Clara und Don Gayferos aus dessen Zauberring als Vorbild, deren Gegnerschaft von Mauren und Christen und deren Liebe, die aus dem einen Lager in das andere übergreift, das Stück am stärksten geprägt hat. Die gespannte Stimmung zwischen Christen und Juden, die Heine selbst in Hamburg erlebte und die 1819 in mehreren deutschen Städten zu Beunruhigungen der Juden führte, floss nach Ansicht der Herausgeber mit in das Gefühl des konfessionellen Gegensatzes ein, das die Tragödie prägt, obwohl Heine selbst nichts weniger als Haß gegen das Christentum kannte.






