
Die Götter im Exil
Schon in seinen frühesten Schriften hat Heine die Idee besprochen, aus der diese Mitteilungen entstanden sind: die Umwandlung, welche die griechisch-römischen Gottheiten erlitten, als das Christentum zur Oberherrschaft gelangte. Der Volksglaube schrieb jenen Göttern nun eine wirkliche, aber vermaledeite Existenz zu, ganz übereinstimmend mit der Lehre der Kirche, die sie nicht wie die Philosophen für bloße Schimären hielt, sondern für böse Geister, die durch den Sieg Christi vom Lichtgipfel ihrer Macht gestürzt, nun im Dunkel alter Tempeltrümmer oder Zauberwälder ihr Wesen trieben und schwache Christenmenschen durch Wollust, Schönheit, Tanz und Gesang zum Abfall verlockten. Dieses Thema, das er bereits im zweiten und dritten Teil seines Salon unumwunden besprochen hatte, glaubt Heine nun jeder weiteren Besprechung entheben zu können, da inzwischen viele andere Schriftsteller es weitläufiger und gründlicher behandelt haben, auch wenn sie seinen Namen als Anreger dabei gern vergaßen.






