
Das Stuttgarter Hutzelmännlein
Das Stuttgarter Hutzelmännlein erschien im Frühjahr 1853 bei Schweizerbart, demselben Verleger, der zuvor schon Mörikes Roman Maler Nolten herausgebracht hatte. Die Idee zu dem Märchen reifte bereits während Mörikes Pfarrzeit im württembergischen Cleversulzbach zwischen 1834 und 1843, geschrieben wurde es aber erst 1852, als der Dichter nach Jahren dichterischen Stillstands in Stuttgart wieder Lust und Kraft zur Arbeit fand. Erzählt wird die verschlungene, verschachtelte Geschichte des jungen Seiler Seppe, der auf der Suche nach seinem Glück einem geheimnisvollen Hutzelmännlein begegnet und in eine Kette wundersamer, ineinander verschachtelter Binnenerzählungen gerät, darunter die berühmte Historie von der schönen Lau, einer Nixe aus der Blautopf-Quelle. Das Werk gilt als eines der kunstvollsten deutschen Kunstmärchen und verbindet schwäbische Lokalsage mit raffinierter Erzähltechnik.




