
Mozart auf der Reise nach Prag
Mozart auf der Reise nach Prag lässt Wolfgang Amadeus Mozart im Herbst 1787 mit seiner Frau Constanze von Wien nach Prag reisen, wo er Don Giovanni zur Aufführung bringen soll. Am dritten Reisetag, dem vierzehnten September, fährt das wohlgelaunte Ehepaar in einer geliehenen, altmodischen gelbroten Kutsche durch das böhmisch-mährische Grenzland, wie die Baronesse von T. später ihrer Freundin brieflich berichtet. Ein kleiner Zwischenfall, Mozart pflückt gedankenverloren eine Orange aus dem Garten eines gräflichen Schlosses und wird deswegen zur Rede gestellt, führt das Paar unverhofft in die Gesellschaft der gräflichen Familie, wo eine Verlobungsfeier bevorsteht und Mozart am Klavier improvisiert. Mörikes 1855 vollendete Novelle verwebt historische Anekdoten mit freier Erfindung zu einem heiter-melancholischen Porträt des Komponisten kurz vor der Vollendung seines Meisterwerks, das zugleich eine Ahnung seines nahen Todes mitschwingen lässt.




