Die Brüder Wright, eine Studie über die Entwicklung der Flugmaschine von Lilienthal bis Wright
Die Gleitflugversuche der Brüder Wright.
Wilbur Wright schildert seinen und seines Bruders aeronautischen Werdegang
eingehend in der Zeitschrift des Vereins der westamerikanischen Ingenieure vom
Dezember 1901 unter dem Titel: Einige aeronautische Versuche (Some
Aeronautical Experiments). Das in der Jugend schon bezeigte Interesse an
Flugversuchen wurde bei Wilbur Wright zuerst wieder im Jahre 1896 neu
geweckt, als der Telegraph die Nachricht nach Amerika brachte, dass der
deutsche Flugtechniker Lilienthal bei seinen aufsehenerregenden Experimenten
abgestürzt und umgekommen sei. Er begann darüber nachzudenken, wodurch
wohl der Sturz dieses Mannes hervorgerufen worden sei, der doch schon eine
grosse Anzahl von Flügen glücklich ausgeführt hatte. Zunächst studierte er die
modernen Bücher, die sich namentlich mit dem Vogelflug beschäftigten, so
besonders das Werk von Professor Marey. Als bald darauf auch sein Bruder
Orville sich für das Flugproblem zu interessieren begann, beschlossen beide,
praktische Versuche zu unternehmen. Die meisten Misserfolge hatten nach ihrer
Ueberzeugung ihren Hauptgrund in ungenügender praktischer Uebung der
Fliegekunst. Sie rechneten sich aus, dass Lilienthal während 5 Jahren im ganzen
nur ungefähr 5 Stunden im freien Fluge zugebracht habe. Als Fachleute in der
Fahrradtechnik verglichen sie diese Studienzeit mit den Vorübungen eines
Radfahrers, der doch auf keinen Fall in lebhaften Strassen fahren könne, wenn er
nur 5 Stunden lang Fahrversuche angestellt hätte. Freilich, Lilienthal hatte—das
mussten sie anerkennen—bei seiner geringen Uebungszeit ausserordentlich viel
gelernt und eine Steigerung der Dauer eines ununterbrochenen Fluges auf 10
Sekunden musste man schon als gewaltigen Fortschritt betrachten.
Illustration: Wright-Gleitflieger 1901
Wright-Gleitflieger 1901: Der Lenker schmiegt sich nach dem durch
anlaufen gegen den Wind erfolgten Start aus der Hängenden Stellung in die
Wagerechte Lage
Sie beschlossen, eine Maschine zu erbauen und sie bei einer Windstärke von
etwa 28 Kilometer Geschwindigkeit pro Stunde zu erproben. Von vornherein sollten die Proben zunächst an einer Schnur wie bei einem Drachen,
vorgenommen werden. Der anfänglich grösser geplante Gleitflieger wurde etwa
18 Quadratmeter gross gemacht. Die Maschine war ein Doppeldecker mit zwei
grossen Trageflächen nach dem System Chanutes. Doch hatten die Brüder schon
ganz wesentliche Aenderungen an ihrer Maschine vorgenommen. Der sonst
übliche „Schwanz“ war fortgelassen und durch eine kleinere Tragfläche ersetzt,
die sich vor den Hauptflächen befand. Hierdurch gedachten sie ein Kippen des
Apparates zu verhindern, indem der Winddruck durch die Wirkung auf die
kleine Fläche als Gegenlast zu den grossen diente. Eine weitere grundsätzliche
Aenderung bestand darin, dass der Pilot nicht, wie es bisher immer geschehen
war, sich in aufrechter, sondern in liegender Stellung befand.
Ueber die Vorteile der horizontalen Lage des Luftschiffers im Gleitflieger hat
sich Wilbur Wright wiederholt geäussert. Hauptsächlich betont er, dass der
Widerstand eines Körpers gegen die Luft in aufrechter Stellung fast dreimal so
gross ist als in waagerechter Haltung. Während Lilienthal und seine Nachfolger
Chanute, Herrings und Pilcher annahmen, dass pendelnde Bewegungen der
Beine nach vorn, rückwärts und nach den Seiten wesentlich zur Sicherheit des
Fluges und zur Erhaltung des Gleichgewichts beitrügen, sind die Wrights durch
ihre jahrelangen Versuche zur Erkenntnis gekommen, dass gerade ihre Lage
beim Fliegen bedeutende Vorzüge biete. Vor allen Dingen finden wir bei ihnen
das Bestreben, sich möglichst eins mit der Maschine zu fühlen. Sie gehen dabei
von der ganz richtigen Annahme aus, dass sie dadurch die kleinsten
Gleichgewichtsstörungen leichter bemerken und ihnen durch geringe
Verschiebungen in der Lage ihres Körpers entgegenwirken können. Auch die
Lenkbarkeit ist in dieser Stellung grösser. Wenn der Wind plötzlich einen
grösseren Druck auf die Tragflächen ausübt, wird die Schrägstellung viel leichter
bewirkt, wenn der Aviatiker nur mit den Armen in der Maschine hängt, als wenn
er darin liegt, denn der pendelnde Körperteil des Menschen wird bei solchen
Veränderungen der Tragflächenlage nicht mitbetroffen, weswegen der
Widerstand gegen derartige Gleichgewichtsstörungen in diesem Falle viel
geringer ist. Nur bei der Abfahrt und beim Landen bietet die hängende Lage
Vorteile, weil der Pilot keiner fremden Hilfe bedarf und allein gegen den Wind
anlaufen kann. Die Wrights nun mussten entweder, wie sie zuerst taten, mit
ihrem Apparat gegen den Wind anlaufen und sich, sobald der Flieger ins
Schweben kam, turnend in liegende Stellung bringen, oder aber, wie sie es
zuletzt taten, durch zwei Leute in die Luft fieren lassen. Ebenso konnten sie bei
der Landung durch ihre Beine leichter den Stoss federnd auffangen. Für längere
Gleitflüge nun ist die hängende Lage ausserordentlich ermüdend. Auch die ausgleichenden Bewegungen gegen die Gleichgewichtsstörungen erfordern
einen unverhältnismässig grossen Kraftaufwand, der lange Flüge überhaupt
ausschliessen würde. In horizontaler Lage fallen diese Kraftanstrengungen
überhaupt fort, da die Maschine schon infolge grösserer Trägheit schwerer die
Tendenz der Stabilität verlieren wird. Dass die Art dieser Gleitflüge nur auf
weichem Boden ausführbar wäre, sei allerdings der Nachteil, immerhin aber sei
die Gefahr, sich beim Landen zu verletzen, weit geringer, als man annähme. Die
Brüder haben Landungen nach beiden Methoden versucht und sich bei keiner
verletzt. Das seitliche Gleichgewicht und die Steuerung, die bei Lilienthal und
Chanute durch die Bewegung des Luftschiffers hervorgerufen wurde, sollte
schon bei dem ersten Wrightschen Apparat durch eine Krümmung der
Haupttragefläche bewirkt werden, auf deren nähere Beschreibung wir weiter
unten zurückkommen wollen.
Illustration: Wright Gleitflieger im Segelfluge 1902
Wright Gleitflieger im Segelfluge 1902
Ein hervorragend geeignetes Flugfeld wurde in Kitty Hawk in Nordkarolina
gefunden, einem kleinen Orte auf der Landzunge, die Albe-Marle-Sund vom
Atlantischen Ozean scheidet. Zunächst liessen die Brüder Wright den
Gleitflieger wie einen Drachen bei einer Luftströmungsgeschwindigkeit von 40-
50 km in der Stunde steigen, wobei die Flächen sich unter einem Winkel von
etwa 3 Grad einstellten. Sobald aber der Flieger mit einer Person belastet wurde
und bei einem Wind von 40 km aufstieg, stellten sie sich auf 20 Grad. Es ergab
sich nun aber bald, dass an schönen Tagen Winde von 50 km in der Stunde, die
eine bedeutend grössere Hubkraft zeigten, seltener waren, und dass es deshalb
unmöglich war, Tag für Tag und Stunde für Stunde zu üben. Durch die Versuche
erkannte man auch schon, dass die seitliche Stabilität weit besser gehalten
werden konnte, wenn man die Trageflächen durch Hebel drehte, als wenn der
Luftschiffer durch Körperbewegungen Gleichgewichtsstörungen entgegen
wirken wollte. Bei den Versuchen an einer Schnur wurden die Steuerhebel von
unten aus durch Leinen bewegt.
Illustration: Wright-Gleitflieger: in den Sanddünen zu Kill Devil Hill am
atlantischen Ozean 1902
Wright-Gleitflieger: in den Sanddünen zu Kill Devil Hill am atlantischen
Ozean 1902
Die Zeit, in der praktische Uebungen mit dem bemannten Flieger nicht angestellt werden konnten, wurde dazu benutzt, Messungen von Hub und Zug
bei verschiedenen Belastungen und mit verschiedenen Krümmungsgrössen der
Flächen zu unternehmen. Hierbei stellte es sich heraus, dass das
Krümmungsverhältnis von 1:22—Krümmung zur Tiefe der Tragfläche—das sie
bei ihrer ersten Konstruktion angewandt hatten, einen nicht so guten Hub ergab,
als das Verhältnis 1:12.
Die Gleitflugversuche wurden 6 km südlich von Kitty Hawk von dem Kill-
Devil-Sandhügel unternommen, der bei einer Neigung von 9,5 Grad eine Höhe
von 35 m hat. Die Brüder wagten jedoch erst dann vom Boden in die Luft zu
springen, wenn der Wind etwa eine Stundengeschwindigkeit von über 20 km
besass. Zunächst rannte der Experimentator von einer Stelle etwas unterhalb des
Gipfels gegen den Wind vorwärts, schwang sich in die Luft und turnte dann
schnell in die liegende Stellung. Da dies immer die Stabilität sehr störte, wurden
die Gleitflüge bald mit Hilfe zweier an den Seiten der Flächen stehenden Leute
eingeleitet, welche die Maschine führten und mit ihr eine Strecke vorwärts
liefen. Die Landung erfolgte wider Erwarten ausserordentlich leicht. Wenn auch
die Geschwindigkeit des Fluges 35 km in der Stunde betrug, so nahm doch
weder der Flieger noch der Fahrer irgendwelchen Schaden. Die Maschine
gehorchte ausserordentlich leicht auch den leisesten Bewegungen der vorn
angebrachten Steuerflächen.
Nachdem die Gleitflugversuche des Jahres 1900 beendet waren, fassten die
Wrights die gewonnenen Resultate zusammen und stellten folgende Sätze auf:
1. Praxis ist der Schlüssel des Fluggeheimnisses.
2. Der Luftschiffer soll sich in horizontaler Lage befinden.
3. Eine schmale Tragfläche, die eine umgekehrte Neigung hat
als die Haupttrageflächen, ist zur Steuerung erforderlich.
4. Die Steuerung muss bewirkt werden können, ohne dass der
Pilot seine Stellung verändert, und endlich
5. die seitliche Stabilität wird weit besser durch Verwinden der
Trageflächen gewährleistet, als durch Körperbewegungen.
Im Jahre 1901 vergrösserten die Wrights ihre Maschine auf 35 Quadratmeter
und gaben den Trageflächen eine Wölbung von 1:12. Somit waren sie, was
Grösse der Trageflächen und ihre Wölbung anbelangt, auf dieselben Grössen
gekommen, wie sie von Lilienthal anfänglich konstruiert waren. Dieser hatte
zwar eine geringere Wölbung 1:15 bzw. 1:18 zuletzt angewendet, aber er hatte
festgestellt, dass die grösste Hubkraft bei einer Krümmungsflache von 1:12 vorhanden war, jedoch gleichzeitig auch erfahren, dass das Gleichgewicht
hierbei schwerer zu halten war. Am 27. Juli begannen im Beisein Chanutes die
neuen Versuche, die bald zu einer Verringerung der Krümmung führten. Nach
kurzer Zeit schon gelang es ihnen wieder die alte Praxis zu erwerben und 100
Meter weit zu gleiten; nach mehreren Tagen bereits konnten sie schon in einem
kräftigeren Winde von 25 bis zu 45 km Geschwindigkeit durch die Luft segeln.
Die Erfolge bewirkten, dass die Wrights, die ursprünglich das Fliegen nur als
Sport betrachteten, nunmehr wissenschaftlich die einschlägigen Fragen zu lösen
versuchten. Sie bauten sich mehrere Modellmaschinen für Winddruckmessungen
und machten eine grosse Reihe von Versuchen mit den verschiedensten
Oberflächen, die unter einem Winkel von 0-45° in Intervallen von 2-1/2 Grad
eingestellt waren.
So theoretisch wohl vorbereitet nahmen sie im August 1902 auf dem alten
Felde bei Kitty Hawk ihre Versuche wieder auf. Im Jahre 1900 hatte die Breite
ihres Fliegers 5,64 Meter betragen, die Tiefe 1,52 Meter, die gesamte Oberfläche
mit Steuer 15,6 Quadratmeter und das Gewicht 21,8 Kilogramm. 1901 wurden
die Grössenverhältnisse auf folgende Zahlen gebracht: Breite 6,7 Meter, Tiefe
2,13 Meter, Oberfläche 21,0 Quadratmeter, Gewicht 45,5 Kilogramm; 1902 auf
9,75 Meter, 1,52 Meter, 28,4 Quadratmeter und 53,0 Kilogramm.
Der Abstand der in Etagen angeordneten Haupttrageflächen betrug etwa 1,40
Meter. Das vertikale Horizontalsteuer wurde verdoppelt und mit seiner 1,3
Quadratmeter grossen Fläche wie ein zweiteiliger Schwanz an der hinteren Seite
angebracht. Das Gestell, bestand aus Fichtenholz, das mit Stahldrähten in
Brückenkonstruktion zusammengehalten wurde. Das Verspannen der Drähte war
auf geniale Weise durchgeführt in der Weise, dass man beliebig später die Drähte
anziehen oder lösen konnte. Als Material war Klaviersaitendraht benutzt
worden. Die Bespannung der Flächen war mit Ballonstoff erfolgt, der eine
geringe oder fast gar keine Durchlässigkeit für die Luft besitzt. Die erste
Konstruktion aus durchlässigem Stoff hatte sich als ungeeignet erwiesen.
Illustration: Wrights Gleitflieger 10. Oktober 1902
Wrights Gleitflieger 10. Oktober 1902: Der Start erfolgt mit Hilfe zweier
Personen, die mit dem Flieger gegen den Wind einen Sandhügel hinab
laufen. Der Lenker befindet sich hierbei in wagerechter Lage.
Wieder wurden die Versuche zunächst an einer Fesselleine ohne Bemannung
begonnen, und erst, als die Stabilität der neuen Maschinen unzweifelhaft
feststand, begannen die Brüder mit den Gleitversuohen. Beide erlangten alsbald eine ausserordentliche grosse Uebung und lernten vor allen Dingen den Einfluss
des mit wechselnder Richtung und Kraft blasenden Windes kennen. Natürlich
blieben den beiden auch Unfälle nicht erspart, und gelegentlich erlitt auch ihre
Maschine einige Havarien. Doch im allgemeinen sind diese Zwischenfälle nur
gering zu nennen gegen die grosse Anzahl der Flüge. Insbesondere ist es
bemerkenswert, dass die Landungen normalerweise immer sehr sanft vor sich
gingen. Der Flugmaschine hat man bekanntlich gerade vorgeworfen, dass die
Landungen meist mit sehr heftigem Stosse von statten gehen müssten, weil die
Hilfe des Gasauftriebes fehle. Der Vergleich, den man hierbei mit der Landung
eines Freiballons gezogen hat, hat sich als genau so unzutreffend erwiesen, wie
bei den Landungen mit schweren Motorballons, deren Niedergehen auf die Erde
man sich ohne heftigen Stoss gar nicht vorstellen konnte. Vorzüglich bewährte
sich gerade bei den Landungen das vordere Höhensteuer, das, im letzten
Moment etwas gehoben, die Landung besonders sanft gestaltete.
Illustration: Wilbur Wright
Wilbur Wright: in wagerechter Lage in seinem Gleitflieger von unten
gesehen (1902)
Die Gleitversuche gelangen schliesslich in diesem Jahre auch bei
Windgeschwindigkeiten bis zu 16,7 Metern in der Sekunde. Die Flugdauer
betrug im allgemeinen bis zu 15 Sekunden, doch wurde sie schliesslich schon bis
zu 26 Sekunden gesteigert. Im ganzen wurden im Jahre 1902 etwa 1000 Flüge
unternommen, deren längster bei einer Flugdauer von 26 Sekunden eine Strecke
von 622,5 Metern betrug.
Illustration: Die Maschine mit der Startvorrichtung
Die Maschine mit der Startvorrichtung, von oben gesehen: Rechts der
Turm mit dem auf der Erde liegenden Fallgewicht, vom Turm aus führt die
Leine zur Startschiene
Nunmehr fassten die Brüder den Plan, einen Motor in ihre Maschine
einzubauen; sie nahmen deswegen zunächst eingehende Messungen vor über die
Hubkraft ihres Apparates und stellten fest, welche Motorkraft zum Heben ihrer
Maschinen bei den verschiedenen Windgeschwindigkeiten erforderlich war. Das
Gewicht der Maschine von 1902 betrug 53,0 Kilogramm, dazu kamen die
Gewichte der beiden Piloten: Wilbur Wright 61,4 Kilogramm und Orville Wright
65,2 Kilogramm, so dass also im ganzen entweder 114,4 Kilogramm oder 118,2
Kilogramm zu heben waren. Es stellte sich heraus, dass bei 25 km Windgeschwindigkeit die Hubkraft etwa 1-1/2 PS betrug, bei 40 km
Geschwindigkeit 2 PS. Die Landung ging meist in einem Winkel vor sich, der
zwischen 6 Grad 10 Min. und 7 Grad 20 Min. schwankte. Durch diesen geringen
Winkel wurde die Landung ebenfalls sehr erleichtert. Anfangs des Jahres 1903
wurden diese Versuche noch weiter fortgesetzt, und gelegentlich, bei starkem
Winde vermochte Wilbur Wright 72 Sekunden in der Luft zu bleiben, wobei er
durch den Wind zeitweise über derselben Stelle am Boden in der Luft gehalten
oder zurückgetrieben wurde. Die zurückgelegte Strecke betrug bei diesem
Rekordflug nicht mehr als 30 Meter. Der geplante Motorflieger war für ein
Gewicht von 300 kg berechnet und sollte 8 PS besitzen. Die Schrauben waren
sehr einfach konstruiert und den in der Schiffahrt angewandten nachgeahmt. Bei
den Motorproben veränderten sie jedoch die Form ihrer Schrauben und
gelangten zu der Form, die noch heute ihre Maschine besitzt. Der Nutzeffekt
betrug ursprünglich 66 Proz., demnach ein Drittel mehr als bei den Schrauben,
welche die Flugtechniker Maxim und Langley angewandt hatten; heute soll er
über 70 Proz. betragen. Ende 1903 begannen sodann die Flugversuche mit dem
Motorflieger.
Illustration: Vorbereitungen zum Start
Vorbereitungen zum Start: Mehrere Personen ziehen an Seilen das
Fallgewicht in die Höhe. Das aus eisernen Ringen bestehende Gewicht
befindet sich in dem Turm gerade in Mannshöhe. Deutlich ist die
Verbindung des Seiles, das vom Gewicht die Erde entlang zum Flieger
führt, zu sehen