
Mitteilungen aus den Memoiren des Satan
Wer, wie der Herausgeber und Übersetzer dieser merkwürdigen Aktenstücke, in den letzten Tagen des Septembers 1822 in Mainz war und im schönen Gasthof zu den drei Reichskronen logierte, wird diese Tage gewiss nicht zu den verlorenen seines Lebens zählen, beginnt die Einleitung, denn feine Weine, gute Tafel und schöne Zimmer hätte man auch anderswo gefunden, doch selten eine so ausgesuchte Gesellschaft. Der schöne Herbst jenes Jahres, am Rhein genossen, mag zu dieser ruhigen Heiterkeit beigetragen haben, doch der Herausgeber schreibt diese Erscheinung vor allem einem sonderbaren, ihm später höchst merkwürdigen Mann zu. Schon anderthalb Tage lag er in den drei Reichskronen vor Anker, und hätte ihn nicht ein alter Freund auf den fünfundzwanzigsten oder dreißigsten bestellt, wäre er nicht länger geblieben, denn die schrecklichste Langeweile peinigte ihn, da die Gesellschaft im Haus zwar anständig und freundlich, aber kalt war.






