Sammelband Gedichte

Alke Bolte · Kapitel 22 von 48

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Sammelband Gedichte

Hoffnung

Ich hörte Stürme toben,

über kahlem leerem Feld,

sah Schleier, aus Nebel gewoben,

verdunkeln das Licht der Welt.

Spürte Frost im Land regieren

des Sommers Blütenpracht.

Sie töten und erfrieren

in einer einzigen Nacht.

Mein Land lag tief verborgen

unter kühlem Leichentuch

wusste nicht um heute und morgen

kannte nicht mehr Segen noch Fluch.

Da seid ihr leise gekommen.

Dass ich Euch blühen sah

hat mir die Angst genommen.

Ich weiß nun, der Frühling ist nah.

Schneeglöckchen Hoffnung geben.

Selbst durch des eisigen Winters Nacht

dringen sie empor zum Leben.

So zart, und doch voller Macht!