Sammelband Gedichte

Alke Bolte · Kapitel 25 von 48

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Sammelband Gedichte

Kirschendiebe

Ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch

lockt mich auf meine Sonnenliege

um mich herum versenden Blumen ihren Wohlgeruch

ich träume, dass ich mit den weißen Wolke fliege.

Es ist so friedlich unter azurblauem Himmel.

Mein Blick geht über Nachbars Gartenzaun

um in dem grünen Blattgewimmel

die ersten reifen Kirschen zu erschaun.

Jedoch, von jeher ist es so bestellt,

wo es zu ernten gibt ist gut stiebitzen.

So geht´s nun mal auf dieser Welt.

Ich sehe sie denn auch dort oben sitzen,

schwarze Gesellen, viele an der Zahl

die von den Zweigen gänzlich unverholen

sich Früchte für ihr Abendmahl

aus Nachbars Kirschenbaum gestohlen.

Ich selber schaue neidisch übern Zaun

möcht auch so gerne von den Früchten naschen

Doch darf als Mensch ich leider mich nicht traun.

Der Nachbar könnte mich beim Klauen überraschen!

Schon in der Bibel kann man lesen

von Vögeln unterm Himmelszelt

die niemals Sämänner gewesen

und deren Tisch doch wohl bestellt.

Ich werde wohl zum Krämer an der Ecke laufen,

und mir die Früchte dort für Euros kaufen.

Denn was ein Vogel darf, darf ich noch lange nicht! Alltags Klage eines Vampirs

Diebstahl ist strafbar und kommt vor Gericht!