Sammelband Gedichte

Alke Bolte · Kapitel 38 von 48

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Sammelband Gedichte

Rauhnächte

Nebel verhüllt meine Welt

ohne Sonne

Vergehen die Tage.

Es ruhen Wald und Feld.

Mein Herz ruft stumme Klage:

„Bleibe doch, selige Zeit.“

Echo nur tönt von Weit:

„Rauhnächte stehen bereit“.

S`ist Zeit

Die Abendglocken

läuten schon.

Weit über das Land

trägt der Wind ihren Ton

Ihr Klang erfüllt

das müde Herz.

Meine Augen schauen

himmelwärts.

Möcht nicht mehr hoffen

nicht mehr schauen.

Nur auf die nahende

Nacht vertrauen.

In der stillen

nächtlichen Dunkelheit

münden alle Gedanken

im Meer der Zeit.