Sammelband Gedichte

Alke Bolte · Kapitel 27 von 48

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Sammelband Gedichte

Wandern

Wandre durch meine

eigne Welt

bin froh und wohlgemut

Der Rucksack den ich trage

enthält mein

Hab und Gut.

In meiner Jugend

hab auch ich

den großen Traum

geträumt.

Sah auf dem höchsten

Berge mich.

Von Blüten rings

um säumt.

Doch als ich immer

höher stieg

wurde die Luft mir

knapp.

Manch harter Stein

kostet den Sieg

schnitt meinen

Weg mir ab.

Hab dann die Wege

so gewählt,

wie`s meinen

Lungen frommt.

Steine, in meinen

Weg gestellt

umging ich lieber

prompt.

So kam auf meinem

Wege ich

ein gutes Stück voran.

Bis dann mein Rucksack

plagte mich.

Ein neuer Kampf begann.

Ich stellte fest,

auf meinem Weg,

sammelte ich zu viel auf.

Und das hat dann

behindert mich

in meinem freien Lauf.

Da habe ich

voll Traurigkeit

so nach und nach entsorgt,

was ich in meiner Wanderzeit

mir gerne hab geborgt:

Die Träume, die ich

einst geträumt

um die ich mich gesorgt.

Als dann der Rucksack

endlich leer,

der mich einst niederzwang,

blickte ich frank und frei

umher,

lauschte der Vögel Sang.

Jetzt geh ich leichter

meinen Weg

der mir so

war bestimmt.

Erkenne vor mir

eignen Steg

der mir die Luft

nicht nimmt.