Stehe von Lichtern gestreichelt

Kasimir Edschmid · Kapitel 1 von 18

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Stehe von Lichtern gestreichelt

Rumänische Ballerina

 

Nach des Elephanten großem Schreiten

kam sie, die mit Pas den Zirkus reich durchstach.

Ihre Arme, die die Pferdeluft im Schwung durchweiden.

ziehn wie Violinsignale schwärmerisch und zag.

 

Währenddem die Lichter sterbend sanft sich ihr verneigen,

wächst der dunkle Raum hinauf zum eisigen Relief,

bis das Starre der Gesichte und der Blicke Bleichen

gurgelnd übersaust der zwei Kapellen Bluff.

 

Und nun neu entschwebt aus den verhaltnen Hüften

Rhythmus, der in der Manege alles gell erregt.

Neben ihr der Hengst, der kreist in ihres Tanzes Düften,

macht denselben Gang von ihrer Schenkel Zorn bewegt.

 

O wie schwingen beide — schwarzes Tier und Frau — im Kreis wie über Meere.

Sand wird Glas und blitzt. Musik versiegt.

Nur des Auges ungeheurer Glanz hebt etwas auf von der Arena Luft und

Schwere,

dieweil der Körper schon halb transzendent die zehnte Runde überfliegt.