Stehe von Lichtern gestreichelt

Kasimir Edschmid · Kapitel 2 von 18

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Stehe von Lichtern gestreichelt

Fischerboote in Etretat

 

Von den Fäusten der Pflöcke gehalten, an zuckenden Seilen

stehen die Boote von schweifenden Wolken bedroht . . . . . .

Stehen wie Pfeile, wie Wale . . . . . . unregsam im Aufruhr von Meilen

einsamer als Büffel vor einem Abendrot.

 

Furchtsam wie Blumen bedrängen den Zaun, bricht sich an der Kiele

stolzerer Phalanx der Fluß. Aus dem nahen Orkan

quellen schon Dunkel und Pfeifen . . . . . . Doch, unverrückbare Ziele,

liegen die Kähne beglänzt von des Himmels zerstäubtem Mangan.

 

Sie liegen gefroren im Strom und des Sturmes Gebaren

zerschellt an der Sicherheit ihrer starren Schicht . . .

als hätten sie eine Sehnsucht nach größeren unendlicheren Gefahren,

wirrer wie Mohn, süßer als Patcholi, Weiber und Maienlicht.