Stehe von Lichtern gestreichelt

Kasimir Edschmid · Kapitel 11 von 18

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Stehe von Lichtern gestreichelt

Schluss

 

Silberne Wunde deines Munds Maria, o und Biß und Helligkeit.

westdeutscher Landschaft, als des Monds Rakete

schräg steigend, duldsam, blau die Hügel überwehte . . . . .

und alle Wiesen ganz von Kirschbaumständen überschneit.

Die Lippen naß vom Mond. O Tau und Duft. Und endlos drehte

um unsern Schlaf im Hummelschwung sich plötzlich riesenhafte Röte und die

Morgenzeit.

 

Wie süß dein Bein bei Nyon. Weiße Katzen drücken

verliebt den Nabel dir und deine Lippen sind gespannt und voll

von Röte wie die Segel, unter denen wir windlos im Kupferabend weiter rücken.

O Abend, der Metall um alle Maste schlug und quoll,

daß ich vor Blut aufflog; verrückt, und Bergesrücken

und alle Bergesrücken das Geschrei von meiner Liebe überscholl.

 

Wenn mir im Elend nun die Dinge neu um dich sich jetzt zusammenschweißen,

fällt gar vielleicht der Mond (Rue d’Aboukir) durch Luken auf mein Bett in dem

Hotel.

Wie glänzt die Nacht. Wie alle Wände gleißen.

Der Abend groß. Die Seine unerhört und wie mein Ehrgeiz hell.

Kein Hornklang mehr. Nur wieder donnernd vor Verlassenheit zu kreisen

beginnt um mich der Korridore ungeheuer stummes Karussell.