Stehe von Lichtern gestreichelt
Abschied
Ich lege mein schluchzendes Antlitz auf meiner Hände Sichbeugen.
Steigenden Lichtes ruhte es an deinem noch aus
von einer Nacht, die erbrauste und schwoll in den Liebesgeräuschen.
Eine Ampel quält nur mein kniendes Haus.
Vor meiner Tränen Geneige hebt nun der freier
verrinnende Abend seine durchleuchtete Glut.
Meine zuckenden Lippen gleiten auf deinem grünlichen Schleier
nach deinem duftigen Fleische, das nirgendwo ruht.
Soll ich das Glück verschwiegenster Orte noch einmal schauen,
welches die schmelzende Rast deiner Silben schon nicht mehr kennt
und nicht mehr weiß, wie du schweigst, und den Turm und die blauen
Portale und kreisenden Lichter am Maifirmament?
Wenn ich den Blick auf die nun enteilenden Länder lehne,
ist mir der Dächer Gegleite wie Fallen zum Meer.
Irgendwo da reicht dir ein Stern das Maß meiner Lust, meiner Träne.
Aber der Rhythmus der Ferne ist dumpf und verzweifelt und schwer.
Doch in den plastischen Bäumen der Nacht geht die Landschaft schlafen.
Und ist die Nachttrauer der Parke nicht Rauschen vom Meer?
Einmal goldet auch mir der wölbende Hafen,
geht meine Stimme mit Kommandos, voll Ehrgeiz und hell übers Wehr.
Einmal werden die Monde geballt den rasenden Tag übersteigen,
wo ich die Süße deines Fleischs schon und dies Lächeln auch überwand.
O daß, wenn grausamste Schmerzen mich reißen zu steileren Abendneigen.
O daß ein Blaumond mir spiegelt diesen Tag, so Geringes, als zärtlich
geläutertes Pfand.