Was passiert wenn . . . .?

AliceCullen · Kapitel 1 von 1 · Teil 2/8

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Was passiert wenn . . . .?

Was passiert wenn . . . .?

Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 8 Teile geteilt.

Plötzlich knurrte er los, nachdem wir einfach so da saßen.

„Was ist los?“, flüsterte ich.

„Ruf bitte Emmett und Jasper an“, flüsterte er gepresst. „Was soll ich den sagen?“

„Sag einfach: Victoria und das sie in der Nähe der Schule ist.“ Ich nickte. Ich kramte schnell mein Handy raus und suchte die Nummer von Emmett raus.

„Hey, Kleine. Was gibst?“, fragte mich Emmett sofort. „Emmett komm sofort her zusammen mit Jasper. Victoria ist bei uns an der Schule“, sagte ich mit brüchiger Stimme und nebenbei meine weichen Knie waren gerade dabei noch weicher zu werden und zu einer Flüssigkeit zu werden.

„Keine Sorge, Bella. Ich bin in paar Sekunden bei euch. Ist Alice auch schon da?“, sagte er. Es war raus zu hören, dass er panische Angst hatte. Sei es um Edward, Alice oder um mich. „Ich weiß es nicht. Edward ist auch weg.“ „Okay, gehe zurück in die Schule. Wir sind gleich da“, er sagte es so schnell, dass ich kaum hinter her kam. Aber bevor ich auch noch mal nachfragen konnte, war die Verbindung unterbrochen. Ich steckte mein Handy zurück in die Tasche. Schnell versuchte ich zurück in die Schule zu gelangen.

Zwanzig Meter konnte ich rennen, bevor ich mich etwas zu Boden schleuderte. Ich lag auf den Rücken. So schnell ich konnte stand ich auf und versuchte weiter zu rennen, aber etwas schleuderte mich wieder zurück. Diesmal wurde ich drei Meter weiter hoch geschleudert.

Als ich aufprallte hörte ich ein leises Knacken, dann spürte ich den Schmerz in meinen linken Arm.

Ich schrie auf, vor Schmerz.

„Bella!“, schrie Edward.

„Esme wird sich um sie kümmern, aber wir müssen Victoria folgen“, rief Alice.

„Aber Bella!“, rief er verzweifelt.

Ich raufte mich zusammen.

„Edward geh mit Alice und den anderen mit. Ich schaffe dass schon!“, sagte ich. Ich wusste selber dass es nicht wirklich überzeugend klang.

Er schaute mich noch kurz an, bevor er mir einen kleinen Kuss auf die Stirn gab und den anderen nach rannte. Ich versuchte auf zu stehen. Was mir zum Glück gelang. „Warte, Liebes, ich helfe dir!“, sagte Esme als sie ankam. „Wir gehen erst mal zu uns nach Hause.“

„Ja, okay“, murmelte ich.

„Ist es in Ordnung wenn ich dich auf den Arm nehme?“, fragte sie mich mit einen ehrlichen Lächeln.

„Ja, aber pass auf mein Arm auf. Der tut höllisch weh.“ Sie nickte und nahm mich auf den Arm als wäre ich ihr Puppe. Es dauerte nicht lange dann waren wir bei den Cullens. „Es tut mir so furchtbar leid, Bella“, sprudelte es aus Esme heraus sobald ich mich auf die Couch gesetzt hatte. „Wie geht es deinen Arm denn?“

„Ich glaube er ist gebrochen“, sagte ich. Er tat immer noch höllisch weh, aber ich versuchte den Schmerz zu unterdrücken. „Wann kommen die anderen? Kannst du das schon sagen?“ „Ich glaube sie kommen so in zehn Minuten- würde ich sagen. Aber sie müssen, ja noch die Überreste von Victoria verbrennen, wenn sie die wirklich bekommen würden“, sagte Esme bedrückt. Ihr schien auch nicht gerade begeistert sein, dass die anderen Cullens eine Jagd auf Victoria machten.

„Sie werden es schon schaffen“, munterte ich sie auf. „Ja du hast Recht, man muss positive denken“, stimmte sie mir zu. „Willst du was trinken, Liebes?“

„Nein danke, Esme“, ich lächelte sie an.

Nach knapp sieben Minuten des Schweigens sagte Esme: „Sie kommen!“

Ich wollte gerade aufstehen um Edward an der Tür zu empfangen, aber Edward war schon an meiner Seite.

„Es tut mir so leid, Bella“, sagte Edward. Edward kam auf mich zu gerast und gab mir ein Kuss auf dir Lippen. „Was tut dir leid?“, fragte ich ihn leise.

Edward schien mich nicht zu hören. Auch die anderen- außer Esme-schienen bedrückt zu sein.

„Was ist passiert?“, fragte ich noch leiser. „Wir hatten sie fast gehabt, aber dann ist sie uns entwischt“, sagte Emmett bedrückt. „wir konnten sie nicht mehr einholen- selbst Edward nicht.“

„Warum ist Victoria denn so schnell?“

„Sie hat wahrscheinlich frisch gejagt“, vermutete Edward. Er sah verzweifelt aus.

Eine Zeit lang schwiegen wir. In dieser Zeit bekam ich auch eine SMS von Renee, wo drin sie fragt wann ich kommen würde. Ich las sie wohl nahm sie aber trotzdem nicht wirklich zur Kenntnis. Ich war noch wirklich bereit mit ihr zu sprechen. Währendessen haben sich die anderen zurück gezogen um ein Schlachtplan auf zustellen. Edward blieb bei mir. „Irgendwann muss du mit ihr sprechen“, sagte mir Edward ins Gewissen. „Früher oder später.“

„Dann nehme ich später. Ich muss es erst mal sacken lassen“, sagte ich leise, aber ich wusste dass er Recht hatte. „Bella!“, sagte er leicht genervt.

„Ich habe eine Idee was wir machen können“, versuchte ich um zu stimmen. Aber leider hatte ich die falsche Wortwahl getroffen, denn Emmett und Jasper waren sofort an unsere Seite. „Na planen da etwa die Jungfrauen unter uns die Unschuld zu verlieren?“, fragte Emmett grinsend.

Ich verdrehte nur die Augen. Es war ja so klar gewesen, dass die Beiden das Gespräch verfolgten.

„Wo sind die Briefe, Edward? Ich habe sie letztens hier liegen lassen“, sagte ich.

Er sah noch einmal warnend seine Brüder an, dann wandte er sich zu mir.

„Sie liegen in mein Zimmer. Soll ich dir die holen?“ „Nein, mach ich schon. Ich muss Renee so wieso Bescheid geben, dass ich heute Abend nach Hause komme.“ Ich stand ganz normal auf, was sich aber als Fehler heraus stellte. Ein Schmerz durch zuckte mich kurz darauf sagte ich etwas lauter als beabsichtigt. „Aua!“

Schon waren alle bi mir.

„Was ist passiert, Bella?“, fragte Edward panisch. „Von heute Mittag. Ich wurde doch in die Luft geschleudert und so weiter“, spielte ich die Sache hinunter. Ich wollte nicht, dass alle um mich Sorgen machen.

„Hört sich aber nicht so an“, tadelte mich Carlisle mit einen kleinen Lächeln und untersuchte meinen Arm eine kurze Zeit. Schließlich kam er zu Ergebnis. „Ist nur ein feiner Bruch.“ Dann flitzte er nach oben und holte eine Schien, die ich ab sofort regelmäßig tragen musste, damit halt der Bruch heilte. Die Alternative wäre gewesen einen Gips. Sie sagte natürlich, dass ich die Schiene tragen würde.

Danach machten Edward und uns an die Arbeit meine leibliche Mutter zu finden. Zunächst erst mal im Internet. „Wie könnten wir am besten Vorgehen?“, fragten Edward und ich gleichzeitig- worauf wir lachten.

„Ich habe eine Idee“, ich setzte mich auf seinen Schoß und legte mir sein Laptop auf meine Schoß.

Schnell tippte ich die Stichwörter >Paige Higgenbotham Forks

Der Teufel höchst persönlich

 

„Bella“, meine Tante kam mir entgegen. „Es ist schön, dass du gekommen bist.“

„Renee sag mir einfach warum“, forderte ich. „Was meinst du mit >Warum?

Das Geheimnis

 

„Bella, wir sind heute bei Billy eingeladen!“, sagte meine Mutter als wir gerade am Mittagstisch saßen. „Er wollte uns zum Abendessen einladen.“

Ich sollte heute nach La Push fahren? Auf das andere Gebiet? „Sind nur Billy und Jacob da?“, ich verschluckte mich fast an meiner Tomate.

„Nein, die Clearwaters, Sam Uley und seine Freundin Emily, und noch ein paar andere aus dem Reservat.“ Das würde Edward und die übrigen Cullens mir nie erlauben! „Wenn ich mit kommen würde, gibst du mir dann Antworten auf meine Fragen?“ Ich würde mich nur auf einen Streit mit den Cullens einlassen, wenn ich endlich meine Antworten auf meine grob geschätzten drei Millionen Fragen bekomme. „Und was wenn ich nicht zu stimmen würde? Wie würdest du dann deine Antworten bekommen? Ich bin deine einzige Quelle.“ Ihr Ton hatte so was von sich selbst überzeugenden Ton und war außerdem ziemlich abfällig.

„Glaub mir, zum jeden Problem findet man eine Lösung“, ich stimmte meine Stimme so ein, wie ihre.

„Also dann viel Glück, bei deiner Suche“, sie stand auf und spülte ihre Sachen weg.

Ich blieb derweil auf meinen Platz sitzen und überlegte mir die Sache genau.

„okay, ich komme mit, aber ich bleibe maximal zwei Stunden und ich bleibe nicht zum Essen dort.“ Ich musste wissen, was Billy Renee erzählt.

„Das ist aber unhöflich von dir, Bella. Wenn man zum Essen eingeladen ist, musst man sie auch annehmen.“ Meine Mutter schaute mich streng an. Ich hatte aber jedoch nicht vor einen Fußspalt von meiner Entscheidung ab zu weichen. Ich bin und beleibe dickköpfig.

„Okay, was machst du jetzt. Ich denke nicht, dass du heute vor hattest bei mir zu bleiben.“

„Ich bleibe heute den ganzen Tag bei dir.“ Es tat weh so etwas zu sagen. Viel lieber würde ich den Tag mit Edward verbringen. „Wenn. . .“

„Das große Wenn!“, unterbrach mich Renee unsanft. Aber wie kann man sanft unterbrechen?

„Ja, dass Wenn. Ich bleibe heute den ganzen Tag bei dir, wenn ich meine antworten auf meine Fragen bekomme.“ An dieser Stelle sah ich sie mir ganz genau an. Wartete auf ihre Reaktion. „Dies ist meine Bitte.“

„Du wirst nicht locker lassen.“

„Nein, kennst du das etwa bei mir.“

„Manchmal habe ich den Eindruck, aber dann glaube ich, dass du immer einen Plan in der Hinterhand hast.“ Sie lächelte mich ehrlich an.

„Ja, so bin ich halt. Also stimmst du jetzt zu, zu meinen Vorschlag. Ja oder Nein?“

„Ich stimme zu. Aber du darfst nur eine Frage stellen!“ Nur eine Frage. Ich musste sie mit bedacht wählen. Welche Frage brennt mir am meisten auf der Seele? Klar alle Fragen waren wichtig, aber welche am wichtigsten?

„Sag mir den genauren Wohnort meiner leiblichen Mutter. Wo lebt sie?“ Wenn ich wusste wo sie lebt, könnte ich meine Antworten von ihr bekommen. So einfach war dann die Sache. Aber ich hätte dann der Geschichte nur aus einer Sicht die Geschichte erzählt bekommen.

Als ich auf in ihr Gesicht sah, überlegte sie ziemlich nachdenklich. „Gibst du dann endlich Ruhe.“ Bevor ich antworten konnte, fuhr sie schon weiter. „Sie lebt nicht mehr hier in Forks, sondern auf einen anderen Kontinent.“ Sie holte noch einmal tief Luft. „Sie lebt in Italien in einer Stadt die niemals ruht.“

Warum in einer Stadt die niemals ruht? Was hatte das zu bedeuten? War ich nur noch von Rätsel umgeben?

„Gehrt es noch ein bisschen konkreter? Ich habe mir jetzt Italien und eine Stadt die niemals ruht gemerkt, aber die Straße konnte ich noch nicht feststellen.“

„Ich kann dir auch nicht mehr sagen, als sie mir geschrieben hat. Sie hatte kein Absender hinter lassen. Es tut mir wirklich leid für dich, dass du es so erfahren musstest.“ Sie stand auf uns strich mit einer Hand über mein Haar.

„Okay, ich fahre dann mal zu Edward“, ich stand ebenfalls auf und ging zur Gardarobe um meine Jacke anzuziehen und meine Schlüssel zu holen.

„Vergiss nicht nach La Push zu fahren“, rief Renee noch bevor ich den Motor meines alten Chevy knatternd starten ließ.

„Hey, Bella!“, begrüßte mich Jasper als ich an der Tür klingelte. „Hi. Ist Edward oben?“, ich zog schnell meine Jacke aus. „Ja, er wollte so wieso gleich zu di . . .“

Das reichte mir. Ich musste nur wissen, dass er Zuhause ist und nicht irgendwo Jagen geht. Ich hastete die Treppe hinauf. „Warum hast du dass denn so eilig?“, fragte Jasper hinter mir. „Ich muss ihn was fragen“, sagte ich nur knapp angebunden. Jasper musste laut auflachen.

„Ich will mit lachen“, verlangte Emmett. Fragend sah er mich an. „Ich habe nicht gelacht. Jasper hat gelacht, also frage ihn.“ Sofort kam er meine Aufforderung nach und fragte Jasper schnell und leise.

Ich versuchte derweil so schnell wie möglich hinteren Teil des Flures zu gelangen. Kurz bevor ich eintrat, klopfte ich. Keine Sekunde später öffnete mir Edward die Tür. „Jasper, Emmett es reicht“, sagte Edward streng. Ich setzte mich derweil auf sein schwarzes Sofa. Meinen Kopf legte ich in meine Hände.

Wo kann diese Stadt sein in Italien? Eine Stadt die niemals ruht! Welche Stadt ruht nicht?

„Hallo, Liebste. Was ist denn passiert?“, sagte er besorgt. „Meine Mutter“, sagte ich so schnell, wie ich noch nie in meinen Leben gesprochen hatte, „sie hat jetzt endlich mit der Wahrheit raus gerückt. Ich weiß jetzt wo meine Mutter- meine leibliche Mutter- lebt.“ Seine Augen weiteten sich erstaunt.

„Wo lebt sie denn jetzt? Warum hat sie auf einmal dir es doch verraten?“ Wie seine Augen war seine Stimme hoch erstaunt. „Ich habe ihr gedroht solange rum zu nerven, bis sie mir alles erzählt. Leider hatte sie mir nur eine Frage beantwortet. Ich habe sie nach den Wohnort gefragt und da hat sie mir gesagt: >Sie lebt in Italien. In einer Stadt die niemals ruht.

Wahrheit oder Lüge

 

Was sollte ich tun? Alle Cullens waren tagsüber jagen, auch konnten sie nicht raus, da die Sonne schiente. Also was konnte ich tun? Momentan sah die Möglichkeit nicht besser aus als faul in mein Zimmer rum zu gammeln und nichts zu tun. Sicherlich würde mir etwas einfallen, dachte ich wenig hoffnungsvoll. Ergebens seufzte ich und ging nach unten in die Küche. Aber diese war wie aufgeräumt. Auch die anderen Zimmer waren aufgeräumt, also gab es für mich nichts zu tun.

Träge schlurfte ich zur Couch und legte mich dort hin. Jetzt hatte ich endlich Zeit gefunden um die Sache von gestern zu überdenken.

Was war Jacob jetzt wirklich? Existierten die Legenden wirklich? Eins war klar, Jacob ist ein „Legendetier“. Ein Werwolf. Und anscheinend waren Sam und Paul auch ein Teil dieser Legende. Waren wirklich alle Stammenslegende wahr? Waren die drei Werwölfe? Mit wem konnte ich am besten darüber reden? Jacob.

Aber wenn Sam und Paul gestern schon Jacob von mir weg gezogen hatte, was würden sie heute machen? Konnte ich einfach gefahrlos darein gehen? Quatsch, ich begebe mich doch die ganze Zeit in Gefahr. Ich war umgeben von Mythen. Menschen denken sie wären nicht vorhanden, aber ich wurde auf einen besseren gelehrt. Warum immer ich? Auch wenn ich es nicht wahr haben wollte, dass ich mit so einer „Gabe“ bestückt war, musste ich es herausfinden. Vielleicht wusste Edward etwas, aber heute Abend würde es definitiv zu spät sein. Ich musste es jetzt wissen. Ich musste jetzt Klarheit haben.

Mit neuer Kraft stand ich auf und ging zum Telefon; mit unruhigen Fingern wählte ich die Nummer von Jacob, die Charlie glücklicherweise aufgeschrieben hatte.

„Hallo?“, fragte Billy verschlafen. Erst jetzt bemerkte ich, dass es acht Uhr am Morgen war. Egal.

„Guten Morgen, Billy. Ich wollte nur fragen, ob Jacob gerade in der Nähe ist“, sagte ich ganz höflich wie immer, wenn ich mich bei „fremden“ Leuten meldete.

Augenblicklich wurde er hell wach. „Tut mir leid, Bella, aber da muss ich dich enttäuschen. Jacob schläft noch und nachher wollte er sich mit ein paar Freunden treffen.“ Mit welchen Freunden? Quil, Embry und Seth oder Sam und Paul?

„Ist er mit Seth oder Paul unterwegs? Ich könnte ihn ja abfangen“, ich gab nicht auf. Mein Interesse die Sache aufzuklären wurde nur noch gesteigert. Er machte mir die Sache ja auch nicht einfach. „Ich denke eher mit Paul“, sagte er lahm. „Sie wollten wahrscheinlich wieder an den Strand Fußball oder Volleyball spielen.“ „Billy, ich habe noch eine kleine Frage. Kann es sein, dass die Stammenslegenden wahr sind oder sind sie ehre eine Lüge zur Volksbelustigung?“, fragte ich bevor ich mein Mund Stopp befehlen konnte. Jetzt sprach genau darauf an was eigentlich nur die Quileute wissen und keiner sonst.

„Wie kommst du darauf?“, fragte Billy, anstatt meine Frage zu beantworten.

Komm Bella, überleg dir eine Notlüge. Er kann dein Gesicht nicht sehen, also kann er nicht sehen, dass du lügst. „Wir nehmen gerade das Thema Legenden in der Schule durch.“ Genau, dass wird er mir abkaufen.

„Ach so, wenn dass so ist, dann komm doch nachher mal vorbei“, er glaubte mir auch wenn mit etwas Verwirrung in seiner Stimme. Welcher Abschlussschüler nahm noch Legenden durch? „Gut, dann komme ich so gegen zehn Uhr zu dir“, verabschiedete ich mich. „Bis gleich.“

„Ja, bis gleich.“ Dann war die Verbindung unterbrochen. Mit hastigen Schritten ging ich ins Bad und machte mich fertig. Das hieß Duschen, Zähne putzen, Anziehen und leicht schminken. Vielleicht hatte ich noch Glück und konnte Jacob am Strand abfangen. Schon nach einer halben Stunde war ich fertig und war auf den Weg nach La Push.

Anstatt direkt zu den Blacks zu fahren, machte ich einen kleinen Abstecher zum Strand. Leider war Jacob dort nicht an zu treffen, auch wenn es Billy gemeint hatte. Somit fuhr ich zu ihm in der Hoffnung, dass er doch dort ist. Billy blickte mit hoch gezogenen Augen aus dem Fenster. Natürlich hatte er mich gehört, was ja auch keine Schwierigkeit war mit dem lauten Motor. „Hallo, Bella. Was machst du denn hier?“, fragte mich Billy kühl. Wahrscheinlich wusste er davon schon Bescheid. Natürlich. Er ist doch Jakes Vater und wenn ich mich nicht irre auch Stammesälterer. Er müsste von den Legenden wissen.

„Ich wollte eigentlich mit Jake reden. Könntest du mir bitte sagen, wo Jacob ist?“, fragte ich ihn; ich wusste er würde es mir nicht sagen. Dennoch gab ich die Hoffnung nicht auf.

„Er ist bei Freunden, wie ich dir es schon am Telefon gesagt hatte. Er kommt erst spät nach Hause.“ Er machte eine Bewegung um die Tür zu schlagen. Jedoch war ich schneller und stellte mein Fuß zwischen der Tür.

„Gut, dann musst du mir halt Antworten geben.“ Ich lud mich selber in das Haus ein. Mit großen Augen folgte mir Billy in das Wohnzimmer wo ich mich auf das alte Sofa fallen lies. „Worauf willst du Antworten?“, fragte er kühler als sonst, ich konnte auch eine Spur Wachsamkeit entdecken. „Auf meine Fragen.“ Es herrschte eine kleine Pause bis ich mit einen wärmeren Ton weiter fuhr. „Ich weiß, es ist nicht gerade leicht für dich, dass Charlie jetzt gestorben ist, dennoch möchte ich meine Antworten. Da du der Stammesälteste bist, kannst du meine Fragen ohne Punkt und Komma beantworten.“

„Wenn du mir endlich sagen würdest, worum es geht“, verlangte er zu Recht.

„Nun, wie du schon im Frühjahr festgestellt hast, verbringe ich viel Zeit mit den Cullens. Ich glaube ich musst dir sagen, was sie sind, denn du kennst ja die Legenden.“

„Die Kalten Wesen“, flüsterte er wie ein Schimpfwort. „Aber dennoch sind sie nicht die einzigen Wesen die eigentlich nicht existieren dürfen. In deinen Stammenslegenden wird erzählt, dass ihr die Nachfahren von Wölfen seid. Bis her habe ich nur den Teil mit den Katen Wesen geglaubt, aber gestern wurde ich eins besser gelehrt. Es gibt die Nachfahren dieser Menschen die sich in Wölfe verwandeln können. Genau dies tat Jacob letzten Abend, als wir alle zusammen am Strand waren und Fußball gespielt haben“, erzählte ich ihm. „Ich möchte gerne wissen von dir, ob die ganzen Legenden wirklich stimmen oder es einfach nur Einbildung war. Wenn es wirklich keine Einbildung war“ - wovon ich ziemlich stark ausging-„verlange ich alles über die Wolfsache bescheid zu wissen.“ Auch wenn ich schon einige Sachen von den Cullens wusste, wollte ich aus der heißen ersten Hand erfahren. Natürlich konnte mir Billy jetzt das blaue von Himmel lügen und ich würde es glauben. So einfach um mich hinein zu legen.

Doch zu meiner Überraschung tat er, dass nicht. „Ich verstehe, dass du gerne Antworten haben willst, aber ich denke, dass dir die Cullens alles so schwarz über uns gemalt haben und uns so kein sterbend Wörtchen glauben kannst und willst“, meinte er. „Ich möchte es trotzdem gerne versuchen.“ Er machte eine kleine Pause. „Wir sind nur dass was wir sind, da unsere Vorfahren Geisteskrieger waren und sie durch einen Zufall zu Nachfahren des Wolfes wurden.“

„Ich möchte gerne moderne Fakten wissen“, verlangte ich weiter. „Moderne Fakten? Die kannst du doch auch bei deinen Clan holen“, schnauzte er verächtlich. „Aber eins kann ich dir sagen, von mir bekommst du keine anderen Fakten die ich dir gerade gegeben habe.“

„Dann habe ich wohl keine andere Möglichkeit“, und ob ich eine andere Möglichkeit habe. Jacob. Der müsste doch alles wissen. „Gut, dann verstehen wir uns. Und jetzt bitte ich dich mein Haus zu verlassen“, forderte er.

Ich gab ihm mit einen nicken zu verstehen, dass ich es verstanden hatte und ging mit schnellen raus. Mein Plan klang wie folg, ich muss Jake suchen.

Ich nahm mir vor durch das Reservat zu fahren und vielleicht das Glück zu haben, Jacob zu sehen.

Doch so weit kam ich erst gar nicht, denn ich hörte wie aus der Garage erstickte Schreie zu hören waren. Mit erschrockenem Gesicht machte ich mich auf dem Weg zu der Garage die wahrscheinlich Jacob gehörte. Ich erwartete das Schlimmste. Ein riesiger Werwolf zum Beispiel wäre passend gut in meiner Horrorvorstellung, Jacob verletzt mit einer großen Platzwunde auf den Boden liegend.

Während ich näher kam konnte ich auch noch zwei andere Stimmen hören. Eine davon gehörte Embry, da war ich mir sicher. „Ich weiß nicht, wie ich es dir erklären soll. Ich kann es doch auch nicht erklären, ich habe sie doch erst ein paar Mal gesehen“, sagte Jacob verwirrt zu seinen Freunden. Von wen sprachen sie? „Hast du ihr schon mal in die Augen gesehen?“, fragte eine unbekannte tiefe Stimme.

„Nein, Jared, noch nicht. Und komme jetzt bitte nicht mit dem Thema Prägung“, jammerte er. Ah, Jared hieß der Typ. Was ist eine Prägung?

„Dann mache es so schnell wie möglich. Nur so kannst du Klarheit bekommen!“, sagte ein andrer Junge, den ich klar und deutlich als Sam heraus hören konnte. Was hatte es zu bedeuten? Vielleicht mit der Werwolfsache, wovon ich immer noch nicht gerade du coolsten Informationen bekommen hatte?

„Aber du weißt doch, dass Bella in Edward verliebt ist. Und dem Anschein nach entwickelt sich langsam was Ernsteres daraus“, sagte Jacob nun mit einer ärgerlichen Ton. Was hatte ich damit bitteschön zu tun? War er etwa in mich verliebt? „Ihr wisst schon Verlobung und Heirat wegen ein kleines Ding was im Bauch wächst.“ Er meint etwa Edward und ich würden bald heiraten, weil ich schwanger bin? Dass würde mir keiner glauben, wenn ich es erzähle, am aller wenigstens Edward. Er wäre vielleicht froh, wenn wir dieses kleine Problem gar nicht erst in der Highschoolzeit bekommen würden. Ich jedenfalls wäre es. Das Beste ist wahrscheinlich ich erzähle ihm und keinen anderen von diesen Gespräch.

„Also, ich kenne sie ja nicht, aber Bella ist ja nicht so dumm und heiratet einen Blutsauger, der mehrere Jahrzehnte älter ist als sie“, meinte Jared.

Ich hatte eindeutig so viel von diesen Thema. Warum machten sich alle Gedanken über dem weiteren Verlauf meines Lebens? Ich selbst machte mir ja darüber keine Gedanken, verfluchte Scheiße. Ich rannte den Pfad zu meinen Truck. Ich musste nach Hause bevor Edward wieder kam. Nach meiner Erfahrung würde Edward mich wütend anstarren, da Alice mich gesehen hatte wie nach La Push gefahren war. Mit vollen Tempo fuhr nach Forks. Sein Auto stand (Gott sein Dank) nicht in der Einfahrt. Mit trägen Schritten ging ich mein Zimmer. Ich musste mir über mehrere Sachen klar werden. Na ja, eigentlich nur über eine, aber die eine Sache (Dank Jacob und seine Freunde) hatte ich auch noch ein anderes Bild im Kopf. Ich und Edward in einer Kirche; ich trug ein Hochzeitskleid und Edward in einen Armani- Anzug. Dieses verflixte Bild bekam ich einfach nicht aus meinen Kopf. Es war zum verrückt werden.

Wenn sie mir dieses Bild nicht in den Kopf verpflanzt hätten, würde ich über Werwölfe nachdenken. Aber nein, ich musste über meine Zukunft denken.

Zukunft.

Alice.

Shit, ich darf keine Vorstellungen davon machen, sonst würde es Alice sehen und es Edward sagen (vielleicht in Gedanken, oder so, dass alle es hören konnten, aber auf jeden Fall würde es Jasper hören).

Denk an etwas anderes in der Zukunft, befahl ich mir. „Die Mathearbeit“, seufzte ich und machte mich direkt daran, um zu üben. Warum musst das Fach Mathe überhaupt existieren? Ich übte ganze zwei Stunden lang am Stück, bis halt Renée nach Hause kam.

„Hallo, Bella“, begrüßte sie mich in einen niedergeschlagenen Ton. „Was hast du denn gemacht?“ Ihre Augen waren rot und geschwollen, sie hat eindeutig zu viel geweint. „Ich war heute Vormittag bei Billy und Jacob. Und bis gerade eben habe ich für die Mathearbeit gelernt“, erzählte ich ihr. „Was hast du gemacht? Du siehst völlig fertig aus“, sagte ich ganz wahrheitsgemäß.

„Ich habe gerade den Sarg für Charlie abgeholt und das Blumengesteck. Ich wollte es mit dir gerne machen, aber ich wusste, dass du erst über den Tod hinweg kommen musstest, also habe ich es mal in die Hand genommen“, sagte sie leise, fast in einen Flüsterton. „Ich hoffe ich habe dabei nicht zu schnell gehandelt.“ Sie schien sich darüber viele Gedanken zu machen. Aber ehrlich gesagt, habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. „Ich habe das Blumenbesteck mit deinen und Charlies Lieblingsblumen machen lassen, ich dachte es wäre gut und ein vielleicht heimlicher Wunsch von dir.“ Sie meinte in Wirklichkeit, dass ich meine Lieblingsblumen auf der Beerdigung von meinen Vater sehen möchte? Von welchem Stern kam sie denn? Aber ich wollte sie nicht noch mehr Anlass geben sich die Augen aus zuheulen, deswegen log ich mit Erfolg.

 

Die Beerdigung

 

Edward hatte mich und Renee am Abend abgeholt. Es schien alles normal zu sein. Außer das meine Tante dabei war. Wir saßen alle zusammen im Wohnzimmer. Alice und Jasper hatte extra ihr Jagdausflug gekürzt.

„Also, wie ihr wisst fährt Mrs Dywer am Sonntag wieder nach Florida. Sie will nicht, dass Bella im Haus alleine bleibt. Deshalb möchte sie, dass Bella vorerst bei uns einzieht“, sagte Carlisle. Er wusste bestimmt schon, wie es ausgehen wird. Dank Alice. „Aber nur wenn ihr möchtet!“, fügte Renee hinzu. „Oh ja“, rief Alice, „Dann kann ich mit Bella stundenlang shoppen gehen!“

Ich sah sie geschockt an. Shoppen mit Alice? Und das stundenlang? Ich würde nicht heile zurückkommen!

„Bella hat ein Geist gesehen“, lachte Jasper. „Ja, und zwar den Shopping- Geist“, stimmte Emmett ein. „Lass, dass ich bin kein Shopping- Geist!“, beschwerte sich Alice. Ich versuchte mittlerweile meinen Gesichtsausdruck unter Kontrolle zu bekommen.

„Was ist mit euch anderen?“, fragte Carlisle. „Ich bin dafür“, sagte Esme und drückte mich leicht. Die anderen stimmten fröhlich zu.

„Okay, dann sehen wir uns morgen, Bella“, verabschiedete sich Renee.

Und ging hinaus.

„Und du wusstest davon?“, fragte ich, als meine Tante weg war. „Ich habe nur ein kleinen Ausschnitt gesehen“, sagte er unschuldig. Das konnte ich nicht glauben, dass er noch einen kleinen Ausschnitt gesehen hatte.

Ich schaute ihn ungläubig an, sagte aber nichts dazu. Ich wusste, dass er mehr als das Gesehen hatte und dass er mir den Rest der Vision nicht erzählen will.

Den Rest des Abends hockten wir in Edwards Zimmer und quatschen über dieses und jenes.

 

Jetzt war es kurz vor der Beerdigung. Ich stand in meinem Zimmer und machte mich fertig für die Beerdigung. Die sollte gegen elf Uhr am Morgen stattfinden. „Bella, wir müssen langsam los“, rief Renee hoch. „Ja einen Moment noch“, ich schaute in den Spiegel und fand dass ich perfekt aus sah für eine Beerdigung.

Meine Augen waren rot und etwas geschwollen wegen der vielen Heulerei.

Langsam ging ich die Treppe hinunter.

„Komm wir müssen uns wirklich beeilen“, drängte sie. „Denk noch bitte daran, dass wir Tische im Restaurant reserviert haben. Für die noch bleiben wollen“, sie sah mich an und stockte. „Woher hast du denn das Kleid?“

Es war ein Geschenk von Rosalie und Alice gewesen, ein Tag nach dem Tod von meinen Vater. Sie wollten mich aufheitern. Jedenfalls das Kleid war schwarz, knielang und eng anliegend. Dazu trug ich die schwarze schlichte Ballerinas. Ich trug Ballerinas da höhere Absätze nicht in Frage kamen bei meinen Gleichgewichtssinn.

„Alice und Rosalie.“

„Du hast die beiden gern, hm?“

„Alice ziemlich. Sie ist wie eine Schwester für mich. Rosalie ist für mich mittlerweile auch eine Freundin, aber mit Alice komme eindeutig besser klar.“

„Wirst du meine Tochter genauso lieben wie Alice?“ „Soll das jetzt ein Scherz sein. Ich bin mit dir verwandt, und mehr nicht. Du hast mich so zusagen entführt vor meinen eignen Vater. Ich werde meine Cousine so lieben wie es sich für eine Cousine sein soll“, sagte ich knall hart.

„Gut zu hören, wie du über mich und deine Cousine denkst. Sollen wir jetzt fahren?“

Ich nickte.

„Und was ist mit den übrigen Cullens?“, fragte Renee als wir vor der Kirche im Auto standen. Die Cullens warteten schon auf uns. Man konnte sehen, dass sie sich ein wenig räkeln um besser zu hören. „Ich hab alle Cullens lieb“, sagte ich leise. Ich sah aus dem Augenwinkel zu den Cullens.

„Freust du dich wegen meiner Entscheidung? Dass du bei den Cullens wohnen darfst?“

„Glaub mir, nachdem ich weiß, dass du meine Tante bist, sehe ich es als erste richtige Entscheidung von dir!“

Sie lachte. „aber eins muss du mir versprechen. Ich will noch keine Großtante werden.“

Ich nahm ihr das Versprechen ab.

Langsam ging ich zu den Cullens. Sie begrüßten mich und Renee herzlich.

Nach kurzer Zeit trafen die anderen auch ein. Billy, Jacob, Marc (der Hilfssheriff) und seine Frau, Angela (sie wollte unbedingt an meiner Seite sein) Ben (natürlich ) und noch die halbe Stadt, denn jeder wollte einen Abschied von Charlie nehmen. „Sollen wir reingehen?“, fragte Renee.

Ich nickte und ging zusammen mit Edward in die Kirche hinein. Dort begrüßte uns der Pfarrer, Angelas Vater. Er begann sofort mit der Trauerfeier.

Er sprach die ganze Zeit davon, dass Charlie ein prima Mann und auch Polizist gewesen war. Er würde in unseren Herzen bleiben. Bei mir und Renee flossen die ganze Zeit Tränen. Nach einer Stunde Trauergottesdienst gingen wir zum Grab um Charlie zu beerdigen. Während des kleinen Marsches lehnte ich mich gegen Edward. Ich brauchte ihn und das wusste er auch. Am Grab angekommen machte Mr Weber noch eine kleine Rede und dann meine Tante. Sie erzählte, dass sie ein paar ihrer glücklichsten Tage zusammen mit Charlie erlebt hatte. Dann war ich an der Reihe, ich wollte eine kleine Rede halten. Für meinen Vater. Zwar diese nicht lang, aber es reichte. Ich ging ein Schritt vor.

„Wie schon Pfarrer gesagt hatte, war mein Dad ein klasse Typ. Jeder hatte ihn gern. Sei es als Freund oder weil er seine Arbeit so gut machte.

Auch wenn ich nicht viel von ihm gehabt hatte, er hatte immer versucht ein Klasse Dad zu sein. Und das hat er geschafft. Ich hatte und habe meinen Dad lieb“, die Tränen flossen schneller. Auch bei den anderen flossen die Tränen.

Jeder warf eine Rose und eine Schüppe Erde auf den Sarg. Meine Tante und ich als erste und dann nach und nach. Ich stellte fest, dass es viele da waren. Mehr als ich gedacht hatte. So reichten die Rosen nicht für alle aus, aber die Erde. Ich blieb noch ein paar Minuten vor dem Grab stehen, nach dem es endgültig zu geschüttet war.

„Wer möchte kann noch mit kommen in ein kleines Cafe hier in Forks. Ich lade alle herzlich ein“, Renee kämpfte mit jeder Träne, dass konnte man aus der Stimme raus hören. „Wir können leider nicht bleiben, Mrs Dywer“, sagte Carlisle. Ich wusste warum, sie wollten nicht zusammen mit den Quileute zusammen in einem Raum sein. Ich konnte das verstehen. „ach warum denn nicht?“, fragte meine Mutter. „Wir haben noch einen wichtigen Termin, paar Freunde von uns feiern ihren Geburtstag“, erklärte Esme.

Wie alt wurden wohl diese Freunde? Welche Freunde? Ich wusste dass es eine Notlüge war, trotzdem stellte ich mir Fragen. „Na dann noch viel Spaß“, wünschte Renee ihnen. „Oh, denn werden wir haben“, lachte Emmett und gleichzeitig rollten Alice und Rosalie die Augen.

Edward gab mir noch einen schnellen, aber leidenschaftlichen Kuss. “Bis nach her“, flüsterte Edward mir noch ins Ohr, bevor er mit den anderen weg ging.

„Sollen wir dann auch jetzt Kaffee trinken gehen?“, fragte Renee. „natürlich.“

Wie gesagt gingen wir mit unseren Gästen zu einen Cafe was auch gleichzeitig ein kleines Restaurant war.

„Bella kannst du mich und Ben mitnehmen?“, fragte Angela. „Mein Vater ist schon nach Hause gefahren, weil es meine Mom nicht gut geht.“

„Renee kannst du mit Billy und Jacob zusammen fahren. Ich will jetzt gerne mit meinen Freunden alleine“, sagte ich zu ihr. „Na klar, Billy hat sowieso gefragt ob ich mit denen mitfahren sollte“, und schon zischte sie ab.

„Endlich ohne Renee“, flüsterte ich leise.

„Kann ich mir vorstellen, wenn man von seiner eignen Tante groß gezogen wird“, murmelte Ben.

„Bella kann auch nichts dafür“, sagte Angela. „Kommt“, sagte ich. Ich wollte nicht, dass sie sich streiten wegen meiner Tante.

Wir gingen schweigend zu meinem Truck. „Warum sind eigentlich die Cullens nicht mit gekommen?“, fragte Ben.

„Ach die müssen noch zu Freunden. Die feiern eine kleine Geburtstagsparty“, sagte ich leicht hin.

„Wirklich? Oder habt ihr euch gestritten?“, hakte Angela nach. „Nein, so ist das nicht. Wie ziehen auch bald zusammen“, sagte ich. „Das ist ja toll? Wann denn? Warum denn?“, man merkte dass es Angela wirklich freute, obwohl sie gerade gefragt hatte, ob wir uns gestritten hätten.

„Meine Tante will nicht, dass ich alleine im Haus wohne. So kam es dass sie Carlisle und Esme gefragt hatte ob ich bei denen einziehen will. Den Termin haben wir noch nicht gefunden, aber ich denke so bald Renee gefahren ist“, erklärte ich.

„Ich wünschte, dass meine Mom dies erlauben würde“, sagte Ben. Angela und ich lachten. Es war mal wieder so typisch, dass Jungs nur an das eine denken.

„Wann reist denn sie ab?“

„Ich denke an Montag oder ein paar Tagen vorher.“ Dann waren wir auch schon am Cafe. Wir warteten noch bis die anderen auch ausstiegen.

„Ist deine Mutter wieder schwanger?“, fragte Angela völlig unvorbereitet.

„Ja, aber bitte nenn sie nicht meine Mutter.“ „sorry.“

„Ihr seid aber ganz schön schnell mit den alten Transporter“, begrüßte mich Jacob.

„Ich finde er läuft super. Danke der Nachfrage, Jacob“, gab ich zurück.

„Sollen wir reingehen, ich habe total Hunger“, fragte er. „Warte bitte noch ein paar Minuten bis die anderen auch da sind.“ „Ihr könnt schon mal rein gehen. Ich warte mit Billy hier noch.“ Wie gesagt getan- wir gingen rein.

Der Wirt zeigte uns die Tische. Wie entschieden uns, dass wie alle Tische, die wir reserviert haben, zusammen zu schieben. Kurzer Zeit später kamen die anderen auch rein. Zu Renee und Billy sowie auch Hilfssheriff Marc und seine Frau gesellten sich alte Kollegen von Charlie zu uns.

Die ganze Zeit unterhielten wir uns über Charlie und über die Zukunft. Da erfuhren wir, dass Marc die Position von Charlie einnehmen soll.

Ich konnte auch raushören, dass sich Marc Sorgen machte, weil schon mehrere Wanderer Spuren von einem riesigen Bären gesehen haben. Unwillkürlich musste ich mir Emmett vorstellen wie er gegen diesen Bären kämpfte. Er liebte ja Bären über alles.

 

Böse Überraschungen

 

„Ich brauche frische Luft“, sagte Jacob auf einmal. Er sah gar nicht gut aus.

„Soll ich mit kommen? Du siehst aus, ob du jeden Moment umkippen würdest“, sagte ich und was ich sagte war auf gar keinen Fall gelogen.

„Von mir aus“, antwortete er darauf und ging zur Tür hin. Ich folgte ihm.

„Sollen wir uns da hinten hinsetzten? Da ist ein wenig schattig und du kannst dich an der frischen Luft ausruhen.“ Plötzlich sah er gar nicht mehr so krank aus, sondern entschlossen. „Ich weiß wir kennen uns noch nicht so lange“, -Was sollte dieser Spruch?- „und ich weiß, dass es deshalb so schnell und komisch für dich vor kommt, aber ich habe mich in dich verliebt.“ Was?! Er hat sich in mich verliebt? War es wirklich gemeint, oder wieder ein Versuch von Billy, dass ich nicht mehr länger mit Edward zusammen war?

„Okay wie viele Sachen für dein Auto hat dich diesmal Billy bestochen?“, fragte ich scharf.

„Er hat mich nicht bestochen! Das sind meine wahren Gefühlen für dich!“, sagte er. „Ich habe mich wirklich in dich verliebt.“ Er beugte sich schnell zu mir runter und küsste mich auf den Mund. Ich wehrte mich. Ich versuchte mich von ihm weg zu stoßen, Aber dies schien nur noch mehr an zustacheln und hielt meine Hände fest.

Er küsste mich wilder.

Dann nützte ich meine Chance, als er meine Hände kurz los gelassen hatte.

Ich ballte meine rechte Hand zu einer Faust und schnellte diese direkt in sein Gesicht.

Es knackte.

Aber nicht in seinen Gesicht, sondern meine Hand knackte. Ich schrie entsetzt auf.

„Ist etwas, Bella?“, fragte mich Jacob und kam auf mich zu. „Bleib von mir weg, Jacob. Und wenn es dich interessiert meine Hand tu mir weh“, ich drehte meine Hand und drückte meine Hand an ein paar Stellen.

Sie war auf jeden Fall geprellt, schlimmeres konnte ich aber nicht ausschließen.

„Komm ich bringe dich zu einen Arzt!“, er besaß außerdem die Frechheit, mir eine Hand um die Taille zu legen. Ich schlug sie weg, mit meiner gesunden Hand. „Ich bin noch in der Lage selber zu laufen und außerdem wirst du mich nicht fahren“, zischte ich.

„Wer dann?“

„Jedenfalls ein andere. Hauptsache nicht du“, ich ging schnell wieder in das Restaurant.

„Bella, was ist los?“, fragte mich Renee, als ich Wut sprühend in das Lokal ging.

„Ich habe mir wahrscheinlich die Hand gebrochen, aber jedenfalls geprellt, weil Jacob mich geküsst hatte. Ich habe mich gelegentlich gewehrt“, ich ging weiter zu meinen Platz und kramte aus meiner kleinen schwarzen Tasche mein Handy heraus. „Hallo, Liebste“, begrüßte mich Edward.

„Hallo, Schatz, kannst du mich abholen? Ich glaube meine Hand ist geprellt, bin mir aber nicht sicher. Ich wollte fragen ob Carlisle meine Hand angucken sollte.“

„Wie ist das passiert?“, zischte er.

„Jacob Black hat mich geküsst, darauf hin habe ich versucht ihn eine zu Klatschen. Leider hat es ihn nicht sonderlich erwischt.“ Ich sah Jacob feindselig an.

„Ich bin in zwei Minuten da.“ Dann war die Verbindung abgebrochen. Ich legte mein Handy zurück in die Tasche. „Und was hat Edward gesagt?“, fragte mich Renee. „Er ist in zwei Minuten da und dann fahren wir zum ihn, weil Carlisle sich dann eben meine Hand ansehen kann“, erklärte ich ihn. „Heißt dass, du kommst dann nicht mehr zurück zum Cafe trinken?“, fragte Angela.

„Nein. Ich könnte dann schon mal anfangen Kisten zu packen.“ Dann verabschiedete ich mich von allen. Und alle wünschten mir gute Besserung und hofften, dass es nichts Schlimmes mit meiner Hand war.

Nachdem ging ich nach draußen.

Der Volvo stand schon da. Als er mich dann sah, kam er sofort auf mich zu.

„Wie geht es dir?“, fragte er während er meine Hand vorsichtig untersuchte. Es tat gut seine kalten Hände auf meiner Hand ruhte. „Du hast Recht, es ist wirklich geprellt. Aber ich kann auch eine kleine Bruchstelle spüren“, er küsste meinen Handrücken. „Und jetzt werde ich mir mal diesen Jacob vor knöpfen!“ Er wollte schon gehen, aber ich stellte mich vor ihn.

„Bitte nicht, ich will nicht, dass du gegen ihn kämpfst“, flüsterte ich. Er sah mich lange an, dann nickte er zustimmend. „Komm lass uns jetzt fahren“, er führte mich zum Auto. „Du musst ganz viel Kraft auf getrieben haben für die geprellte Hand“, lächelte er.

„So viel wie ich habe“, lächelte ich zurück. Carlisle konnte, paar Minuten später, wirklich feststellen, dass meine Hand angebrochen war. Mich musste zum Glück kein Gips haben, wenn ich versprechen würde, eine Schiene vier Wochen lang regelmäßig zu tragen. Überglücklich versprach ich es. „Wie war die Trauerfeier nach her?“, fragte mich Edward, als wir in seinen Zimmer gingen.

„Eigentlich ganz gut, außer dass es in der Nähe ein Bären geben soll und dass mich Jacob geküsst hat“, erklärte ich. Natürlich war Emmett sofort da.

„Bären hast du gesagt?“, Emmett strahlte. „Ja, aber nur eine Spur. Paar Wandere haben sie angeblich gesehen.“

„Ich werde mich um diese Plage eben schnell kümmern“, schon war er verschwunden.

„Ich hätte gedacht, er hätte den Bär schon längst erledigt“, kicherte ich.

„Hier in Forks gibt es eigentlich keine Bären- wenn nur ganz selten“, sagte Edward überrascht.

„Ach er wird schon früh genug merken, dass es dann kein Bär ist.“ Ich stellte mir gerade vor, wie Emmett eine Spur von einem Hirschen anstatt einen Bären.

„Sag mir woran du gerade denkst?“, fragte Edward und hockte sich vor mir.

„Ich stelle mir gerade vor, wie Emmett eine Spur von einem Hirsch folgt anstatt eines Bären“, ich musste bei der Vorstellung lachen. Er stimmte in mein Lachen ein.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Alice und Jasper. Edward gegen Alice in Schacht. Und dann Jasper gegen mich. Bei Edward und Alice war es eindeutig spannender als bei mir und Jasper. Edward las die Gedanken von Alice. Alice hingegen sah Edwards Schritte voraus. Das ganze Spiel dauerte keine zwei Minuten, denn Alice schmiss das Spielbrett weg, weil sie sah, dass sie so oder so verloren.

 

Der Umzug

 

Heute war Sonntag, der Umzug.

Edward und ich hatten die letzten Tage nur Umzugskisten gepackt. Zwischen zeitig machten wir eine kleine Pause, damit etwas trinken konnte, oder damit wir in meine alten Fotos reinschauen konnten. Mir war das natürlich super peinlich, aber Edward beruhigte mich, wenn er noch Fotos von ihm hätte würde er mir das zeigen. Während Renee die Anziehsachen von Charlie zu Hilfsorganisation brachte, schaute ich mir die alten Fotoalben an. Da fiel mir ein Foto auf.

„Das ist meine Mom!“, sagte ich leise.

Sie sah wirklich so aus, wie ich. Klar sah ich meiner Tante auch ziemlich ähnlich, aber meine richtige Mom sah mir einen ticken ähnlicher.

„Das stimmt. Ihr sieht wirklich gleich aus“, stimmte mir Edward zu. „Schade dass ich sie niemals kennen lernen werde.“ Ich schaute mir noch lange das Fotoalbum an, bis ich mich schließlich dazu bewegte weiter das Haus auszuräumen, denn der erste der das Haus kaufen möchte kam schon morgen. Ich wollte eigentlich nur die persönlichen Sachen von mir und Charlie, sowie die Kleiderschränke, Betten, den Fernseher und den Computer. Da die Betten usw. schon ziemlich alt sind, wollte ich sie morgen weg schmeißen.

Dann gegen elf Uhr am Abend verschloss ich die letzte Kiste. „Endlich geschafft“, sagte ich zu frieden.

Insgesamt hatten wir aus meinem Zimmer neun Kisten gepackt. Die Sachen aus dem Keller waren so wieso nur Werkzeug. Das wollte meine Tante mitnehmen. Den Rest hatte ich in blaue Säcke gepackt damit ich die morgen auch weg bringen kann. „Bella, ich muss dich noch mal sprechen“, sagte Renee als sie mein Zimmer betrat.

Fragend sah ich Edward an, aber er machte einen Gesichtsausdruck als wäre dies nicht schlimm.

„Na klar“, sagte ich leicht hin.

„Komm, dann gehen wir in die Küche.“

In der Küche angelangt sprach Renee sofort das Thema an, was bei ihr auf den Herzen lag.

„Billy, sagte, dass ich nichts über dich weiß. Dass du Geheimnisse vor mir hast. Ich möchte aber nicht dass du Geheimnisse vor mir hast“, sagte sie.

Ich sah sie geschockt an. Was hatte Billy noch gesagt? Wusste sie über die Cullens bescheid?

„ach, Renee, jeder hat Geheimnisse. Du hattest ja auch welche. Oder irre ich mich da?“

„Das ist was anderes. Aber hier geht es um was viel wichtigeres!“ „Was hat Billy dir genau gesagt? Ich möchte gerne wissen, was Billy meint“, sagte ich klar und deutlich.

„Er hat mir etwas über die Stammeslegenden erzählt“, flüsterte sie. „Was für Stammeslegenden?“, fragte ich unschuldig, aber innerlich war ich aufgebracht.

Warum erzählte Billy die geheimen Stammeslegenden weiter? Was würde aus mir und die Cullens werden?

„Über das Reservat. Diese Legenden erzählen, dass es kalte Wesen gibt“, sagte sie als wäre dies völlig durch geknallt. „Was sind die kalten Wesen?“

„Genau dass wollte er mir nicht erzählen. Er sagte ich müsste es alleine herausfinden.“

„Sorry, aber dabei kann ich dir nicht helfen. Ich weiß ja selber nicht was diese ‚kalten Wesen’ sind“, sagte ich. Ich war immer noch aufgebracht. Innerlich. „Warum fandest du, dass nicht schlimm, dass Renee über die kalten Wesen bescheid weiß?“, fragte ich Edward, als wir auf den Weg zu ihm waren.

„Weil ich wusste, dass sie vollkommen falsch liegt. Sie hatte an Zauberer gedacht“, lachte er.

„Zauberer? Wo liegt bitte der Zusammenhang?“, fragte ich verwirrt. „Ihre Denkweise ist anders. Ich konnte nicht wirklich durch kommen. Sie denkt an mehrere Sachen gleichzeitig. Über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“

„Ja so denkt meine Mom“, lachte ich.

„Du siehst sie trotzdem als deine Mom, obwohl sie deine Tante ist?“, fragte er.

„Ja, es fällt mir aber schwer.“

Ich wusste, dass sie immer meine Mutter sein wird. „Wie geht es dir?“, fragte er nach eine kurzen Schweigeminute. „Ich weiß es nicht, aber eins weiß ich, dass es alles ziemlich schnell geht. Ich meine es ist erst eine Woche her, dass Charlie tot ist und schon eine Woche später ziehe ich mit meinen Freund zusammen“, erklärte ich.

„Bereust du es?“, fragte er.

„Ich soll bereuen, dass ich mit dir zusammen ziehe?“, fragte ich und er nickte, „Nein, ich bereue es nicht. Warum denn auch? Ich liebe dich und freue mich mit dir zusammen zu ziehen“, sagte ich wahrheitsgemäß und küsste ihn.

Er erwiderte den Kuss und nuschelte. „Ich liebe dich auch.“ Wenige Sekunden später fuhr mein Truck vor dem Haupthaus. Sofort kamen Alice und Emmett raus und wollten uns helfen. Alle drei Cullens wollten die neun Kisten alleine schleppen.

„Ich will mit helfen!“, klagte ich.

„Nein, du weißt nicht wo die hin kommen!“, antwortete Alice. Ich erwiderte nichts darauf und folgte den drei. Die netterweise in ein menschliches Tempo liefen.

Die Sachen kamen nicht wie angenommen in Edwards Zimmer sondern erst einmal in den Keller.

Ich sah alle drei fragend an, die aber nur antworten: „Du wirst schon sehen!“

„Ihr seid gemein!“, war meine einstigste Reaktion darauf.

 

Die Überraschung

 

Heute war Montag, der Tag wo meine Mutter abreiste, wo ich mein Haus verkaufte (schweren Herzens) und wo ich alle Sachen zur Müllkippe fahren durfte.

Ich habe mich extra heute beurlauben lassen, da ich noch so viel zu tun hatte. Meine Tante wollte mir ja helfen, aber ich wollte das alleine schaffen, denn so schwierig konnte es ja nicht sein ein Haus zu verkaufen und den Schrott zur Müllkippe zu bringen. Der Kaufinteressente wollte gegen elf Uhr kommen. Bis dahin wollte ich wenigstens die blauen Säcke bei der Müllkippe abgeliefert haben.

Von meiner Mutter hatte ich mich schon gestern verabschiedet, da ihr Flug gegen fünf Uhr am Morgen starten würde. „Willst du irgendetwas bestimmtes Essen, Bella?“, fragte mich Esme, als ich die Treppe hinunter kam.

„Nein, Esme danke. Ich esse auf den Weg zu meinem Haus einen Apfel“, sagte ich und schnappte mir ein Apfel. „aber du musst doch etwas vernünftiges Essen, Bella!“, sagte Esme mit einem leisen Tadel.

„Ich hole es nach, versprochen Esme, aber ich muss jetzt ein bisschen beeilen“, sagte ich nachdem ich auf meine Uhr geschaut hatte.

Esme nickte einverstanden.

Auf den Weg zu meinen Truck, fiel mir ein, dass ich den Schlüssel für das Haus vergessen hatte. Schnell lief ich wieder zum Haus um den Schlüssel zu holen.

Auf den Weg dorthin hielt mir Jasper den Schlüssel lächelnd hin. „Hast du auf den Esszimmertisch vergessen!“, sagte er. Hatte ich echt ihn dort hingelegt?

„Danke, Jasper“, ich nahm den Schlüssel entgegen und ging zu meinem Truck.

Zehn Minuten später stand ich vor der Tür meines alten Zuhauses. Bald würde es verkauft sein.

Und dafür muss ich aufräumen, dachte ich. Ich machte die Haustür auf und lade schon mal die ersten Müllsäcke darauf. Damit sie nicht mitten in der Fahrt weg flogen, spannte ich ein Plantuch darüber.

Die erste Fracht war in null Komma nix weg. Die nächsten drei waren auch schnell weg. Edward und Alice wollten dass sie mir helfen könnten, aber ich lehnte ab. Ich hatte ihnen gesagt, dass ich so auf diese Weise Abschied von Charlie und das Haus nehmen würde.

Darauf konnten sie nichts antworten. Ich wollte noch einmal richtig Abschied von beiden nehmen, bevor ich mich auf mein neues Leben konzentrieren würde.

Um Punkt elf Uhr kam dann der Käufer.

„Guten Tag Ms Swan“, begrüßte mich Mr Fullert, der (baldige) Käufer.

„Guten Tag Mr Fullert. Wollen wir direkt mit der Führung beginnen?“ „Ja gerne. Sollen wir von unten nach oben vor arbeiten?“, schlug er vor.

Ich nickte und zeigte ihm jeden Raum des Hauses. Er war von jedem Raum begeistert.

„Dürfte ich fragen, warum Sie jetzt das Haus verkaufen wollen? Wenn es zu persönlich wird, müssen Sie natürlich nicht antworten“, sagte er lächelnd.

„Oh, dass ist ganz einfach zu erklären, aber traurig. Ich verkaufe dieses Haus weil meine Tante nicht möchte, dass ich hier alleine wohne.“

„Wo wohnen Sie jetzt?“

„Bei meinen Freund und deren Familie“, sagte ich lächelnd. „Kenne ich diese Familie?“, er wirkte immer neugieriger. „Ziehen Sie erst nach Forks hin?“

Weiter: Teil 3 von 8