Basics Dachkonstruktion

Ann-Christin Siegemund · Kapitel 4 von 17

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Basics Dachkonstruktion

Sparrendach

Konstruktion Sparrendächer stellen die einfachste Form der Holzkonstruktionen

dar. Aus zwei aneinandergelegten Balken, den Sparren, und der unter-

seitigen Verbindung durch einen weiteren Balken oder die Deckenplatte

wird ein Dreigelenkrahmen ausgebildet. Dieser Rahmen wird als Gespärre

bezeichnet. Die Balken sind in den Anschlussspunkten unverschiebbar,

jedoch frei verdrehbar miteinander verbunden. Man spricht von einem

Gelenkrahmen. Das Sparrendach setzt sich durch die Aneinanderreihung

mehrerer Gespärre in einem Abstand von ca. 70 bis 90 cm zusammen,

die am Firstpunkt zur Erleichterung der Montage durch ein Richtholz in

Längsrichtung verbunden werden. Die Sparren werden durch die Lasten

aus Eigengewicht, Schnee usw. auf Druck beansprucht. Außerdem erfah-

ren sie eine Biegung durch senkrecht auf die Fläche einwirkende Lasten.

Der verbindende Deckenbalken wird auf Zug beansprucht. Die Verbindun-

gen müssen so ausgeführt werden, dass alle anfallenden Kräfte in die da-

runterliegenden Wände oder Stützen geführt werden können. Traditionell

steht der Deckenbalken als Vorholz ca. 20 cm über den Rahmen hinaus.

Mit einem Aufschiebling kann der Sparren, der z. B. mittels eines Stirn-

versatzes an den Deckenbalken angebunden wird, in diesem Bereich mit

flacherer Neigung verlängert werden. > Abb. 21 Alternativ wird heute übli-

cherweise eine Konstruktion aus einem betonierten Ringbalken gewählt,

um die Kräfte abzuleiten. Zusätzlich ist zur Aufnahme von Längskräften

eine Aussteifung der Dachflächen erforderlich. Diese kann über Wind-

rispen aus Holz oder flachen Stahlbändern geschehen, die diagonal auf

den Sparren befestigt werden, oder mithilfe einer flächigen Schalung aus

großformatigen Platten oder einer Brettschalung. > Abb. 19

Maße Die Dachneigung bei Sparrendächern sollte idealerweise zwischen

25 und 50° liegen, die Spannweite zur Auswahl wirtschaftlicher Quer-

schnitte der Balken nicht über 8 m liegen. Der Vorteil der Konstruktion

liegt darin, dass der Dachraum selbst vollkommen ohne Stützen aus-

kommt. Für zusätzliche Einbauten wie Gauben oder Dachfenster werden

Auswechslungen benötigt.

Der gebräuchliche Querschnitt von Sparren variiert bei einer Breite

von 8 cm zwischen 14 und 22 cm Stärke.

 

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4 3

Isometrie Lastschema

 

Sparrendach auf 4 3

Stahlbetondecke

5

 

Sparrendach auf 4 1 3 k Dru uc gck 5 Dr Bie un eg gun g 1 Bi Dru k 5 uc Zug g ck Dr Bie un 1 eg gun g Bi k Dru uc g ck Dr Bie un 3 Zug eg gun 4 g Bi 6 Holzbalkendecke Zug

3

4

6

4 7 3 2

6

 

7

2

 

7

1. Stahlbetondecke 2 3. Richtholz 5. Fußschwelle 7. Aufschiebling 2. Dachbalken 4. Sparren 6. Lasche

 

Abb. 18: Isometrie und Lastschema eines Sparrendachs

 

Aussteifung mit Windrispen

unterhalb der Sparren

 

GSPublisherVersion 70.85.88.100

 

Aussteifung mit groß- GSPublisherVersion 70.85.88.100

formatigen Scheiben

GSPublisherVersion 70.85.88.100

 

Aussteifung

mit Brettschalung

 

Abb. 19: Aussteifung eines Sparrendachs

 

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