Basics Dachkonstruktion
Sparrendach
Konstruktion Sparrendächer stellen die einfachste Form der Holzkonstruktionen
dar. Aus zwei aneinandergelegten Balken, den Sparren, und der unter-
seitigen Verbindung durch einen weiteren Balken oder die Deckenplatte
wird ein Dreigelenkrahmen ausgebildet. Dieser Rahmen wird als Gespärre
bezeichnet. Die Balken sind in den Anschlussspunkten unverschiebbar,
jedoch frei verdrehbar miteinander verbunden. Man spricht von einem
Gelenkrahmen. Das Sparrendach setzt sich durch die Aneinanderreihung
mehrerer Gespärre in einem Abstand von ca. 70 bis 90 cm zusammen,
die am Firstpunkt zur Erleichterung der Montage durch ein Richtholz in
Längsrichtung verbunden werden. Die Sparren werden durch die Lasten
aus Eigengewicht, Schnee usw. auf Druck beansprucht. Außerdem erfah-
ren sie eine Biegung durch senkrecht auf die Fläche einwirkende Lasten.
Der verbindende Deckenbalken wird auf Zug beansprucht. Die Verbindun-
gen müssen so ausgeführt werden, dass alle anfallenden Kräfte in die da-
runterliegenden Wände oder Stützen geführt werden können. Traditionell
steht der Deckenbalken als Vorholz ca. 20 cm über den Rahmen hinaus.
Mit einem Aufschiebling kann der Sparren, der z. B. mittels eines Stirn-
versatzes an den Deckenbalken angebunden wird, in diesem Bereich mit
flacherer Neigung verlängert werden. > Abb. 21 Alternativ wird heute übli-
cherweise eine Konstruktion aus einem betonierten Ringbalken gewählt,
um die Kräfte abzuleiten. Zusätzlich ist zur Aufnahme von Längskräften
eine Aussteifung der Dachflächen erforderlich. Diese kann über Wind-
rispen aus Holz oder flachen Stahlbändern geschehen, die diagonal auf
den Sparren befestigt werden, oder mithilfe einer flächigen Schalung aus
großformatigen Platten oder einer Brettschalung. > Abb. 19
Maße Die Dachneigung bei Sparrendächern sollte idealerweise zwischen
25 und 50° liegen, die Spannweite zur Auswahl wirtschaftlicher Quer-
schnitte der Balken nicht über 8 m liegen. Der Vorteil der Konstruktion
liegt darin, dass der Dachraum selbst vollkommen ohne Stützen aus-
kommt. Für zusätzliche Einbauten wie Gauben oder Dachfenster werden
Auswechslungen benötigt.
Der gebräuchliche Querschnitt von Sparren variiert bei einer Breite
von 8 cm zwischen 14 und 22 cm Stärke.
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4 3
Isometrie Lastschema
Sparrendach auf 4 3
Stahlbetondecke
5
Sparrendach auf 4 1 3 k Dru uc gck 5 Dr Bie un eg gun g 1 Bi Dru k 5 uc Zug g ck Dr Bie un 1 eg gun g Bi k Dru uc g ck Dr Bie un 3 Zug eg gun 4 g Bi 6 Holzbalkendecke Zug
3
4
6
4 7 3 2
6
7
2
7
1. Stahlbetondecke 2 3. Richtholz 5. Fußschwelle 7. Aufschiebling 2. Dachbalken 4. Sparren 6. Lasche
Abb. 18: Isometrie und Lastschema eines Sparrendachs
Aussteifung mit Windrispen
unterhalb der Sparren
GSPublisherVersion 70.85.88.100
Aussteifung mit groß- GSPublisherVersion 70.85.88.100
formatigen Scheiben
GSPublisherVersion 70.85.88.100
Aussteifung
mit Brettschalung
Abb. 19: Aussteifung eines Sparrendachs
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