Basics Dachkonstruktion

Ann-Christin Siegemund · Kapitel 6 von 17

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Basics Dachkonstruktion

Pfettendach

Bei Pfettendächern werden die Sparren auf horizontal verlaufende Konstruktion

Träger, die Pfetten, aufgelagert, die selbst wiederum auf Wände oder Stüt-

zen, die sog. Pfosten bzw. Stiele, aufgelagert werden. Um horizontale

Windlasten aufnehmen zu können, müssen die Pfosten zusätzlich paral-

lel zur Dachneigung und im Abstand zu den Sparren abgestrebt werden.

Die Pfette im obersten Punkt des Daches nennt man Firstpfette, die am

untersten Punkt Fußpfette und die dazwischenliegenden Mittelpfetten.

 

Isometrie Lastschema

 

Dachstuhl 5 einfach stehender

5

4

4

6

6

2

2

1

1

 

zweifach stehender 5 5 Dachstuhl

 

3

3

2

2

1 6 1 6

 

dreifach stehender

Dachstuhl,

abgestrebt 5 5

4

4

3

3

2

2

7

7

6

6

 

1. Stahlbetondecke 3. Mittelpfette 5. Sparren 7. Strebe 2. Fußpfette 4. Firstpfette 6. Pfosten/Stiel

 

Abb. 21: Dachstuhlsysteme des Pfettendachs mit Darstellung einer Isometrie und des Lastschemas

 

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Arten von Die einfachste Konstruktion eines Pfettendaches ist der einfach ste-

Pfettendächern > Abb. 21 hende Stuhl. Die Sparren liegen hierbei auf der Firstpfette und

der Fußpfette auf. Lasten werden zudem von der Firstpfette ausgehend

über einfache Pfosten nach unten abgeleitet. Bei einem zweifach stehen-

den Stuhl werden die Sparren auf der Fußpfette und einer Mittelpfette

angeordnet aufgelagert. Die Mittelpfetten werden wiederum auf Pfosten

montiert. Zur Ableitung der Querkräfte kann zwischen diesen jeweils ein

zusätzlicher Kehlbalken angeordnet werden. Der obere Teil des Daches

entspricht dann wieder einem Sparrendach. Bei größeren Spannweiten

und Sparrenlängen über 7 m kommt auch die Konstruktion als dreifach

stehender Stuhl zur Ausführung, der eine Kombination der zuvor beschrie-

ben Varianten darstellt. Ist die Ableitung der Kräfte über eine unter der

Firstpfette stehende Stütze aufgrund der Grundrissgestaltung nicht mög-

lich, so kann ein Sprengwerk ausgeführt werden, bei dem die Stütze unter

der Firstpfette nur bis zum Kehlbalken geführt wird und die Lasten von

dort horizontal weitergeleitet werden.

Maße Alle Varianten können bei beliebiger Dachneigung verwendet wer-

den. Die Abstände zwischen den einzelnen Pfetten sollten jedoch nicht

über 4,50 m liegen.

 

Tab. 6: Übersicht Bauteile bei geneigten Dächern

 

Bauteil Abbildung Hinweise Gebräuchliche Abmessungen

bei mittleren Dächern

 

Aufschiebling Aufschiebling Pfosten Aufschiebling Pfosten bei Sparrendächern 8/12–10/22 Aufschiebling Pfosten Aufschiebling Pfosten Aufschiebling Pfosten Aufschiebling Pfosten

 

Dachbalken Dachbalken Richtholz Dachbalken Richtholz Dachbalken Richtholz bei Sparrendächern 12/12–14/14 Dachbalken Richtholz Dachbalken Richtholz Dachbalken Richtholz

 

Firstpfette Firstpfette Sparren Firstpfette Sparren Firstpfette Sparren Firstpfette Sparren auf Wänden oder 14/16–16/22 Firstpfette Sparren Firstpfette Sparren Pfosten

 

Fußpfette Fußpfette Strebe Strebe Fußpfette Fußpfette Strebe Fußpfette Fußpfette Strebe Strebe auf der Decke bzw. 10/10–14/16

Fußpfette Strebe Außenwand

 

Kehlbalken Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz meist als Zange 8/14–10/20

ausgeführt

 

Kehlsparren Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Innenknick 8/14–8/22

 

Knagge Windrispe Knagge Windrispe Knagge Windrispe Knagge Windrispe Knagge Windrispe Knagge Windrispe

 

Kopfband Zange Kopfband Zange Kopfband Zange Kopfband 32 Zange Kopfband Zange Kopfband Zange

Kehlbalken Vorholz

 

Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel

Bauteil Kehlsparren Wechsel Abbildung Hinweise Gebräuchliche Abmessungen

bei mittleren Dächern

Knagge Knagge Windrispe bei Zangen

Knagge Windrispe Knagge Windrispe

 

Kopfband Zange

Kopfband Kopfband Zange Strebe an Pfosten 10/10–10/12

Kopfband Zange in Längsrichtung

 

Mittelpfette

Mittelpfette Mittelpfette Mittelpfette

unter den Sparren 12/20–14/20

 

Pfosten Texte sind nicht Bestandteil der Grafik, sondern dienen der Pfosten trägt Pfetten 12/12–14/14

 

einfacheren Zuordnung der Abbildungen innerhalb der Tabelle Pfosten Texte sind nicht Bestandteil der Grafik, sondern dienen der Pfosten Texte sind nicht Bestandteil der Grafik, sondern dienen der einfacheren Zuordnung der Abbildungen innerhalb der Tabelle Pfosten einfacheren Zuordnung der Abbildungen innerhalb der Tabelle Pfosten

GSPublisherVersion 73.78.81.100 Pfosten

 

RichtholzGSPublisherVersion 73.78.81.100 GSPublisherVersion 73.78.81.100 Richtholz zur einfacheren Dicken ab 22 mm Richtholz Montage Richtholz Pfosten Pfosten

Richtholz

Richtholz

Richtholz

Sparren Richtholz Richtholz

Sparren

Sparren Sparren trägt die Dachdeckung 8/14–8/22

Sparren

Sparren

Sparren

Strebe Sparren Sparren

Strebe

Strebe

Strebe Strebe zur Queraussteifung 14/16

Strebe

Strebe

Strebe

Strebe Vorholz Vorholz

Vorholz

Vorholz

Vorholz Vorholz bei Sparrendächern Längen 20 cm

Vorholz

Wechsel Vorholz Vorholz

Wechsel

Wechsel

Wechsel

Wechsel Wechsel Wechsel bei Öffnungen 8/14–8/22

Windrispe Wechsel Wechsel

Windrispe

Windrispe

Windrispe

Windrispe

Windrispe Windrispe Windrispe Aussteifung aus Flachstahl

Zange Windrispe Zange

Zange

Zange

Zange

Zange

Zange

Zange Zange horizontale Aus- 6/14–8/16

steifung, paarweise

 

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