Basics Dachkonstruktion
Pfettendach
Bei Pfettendächern werden die Sparren auf horizontal verlaufende Konstruktion
Träger, die Pfetten, aufgelagert, die selbst wiederum auf Wände oder Stüt-
zen, die sog. Pfosten bzw. Stiele, aufgelagert werden. Um horizontale
Windlasten aufnehmen zu können, müssen die Pfosten zusätzlich paral-
lel zur Dachneigung und im Abstand zu den Sparren abgestrebt werden.
Die Pfette im obersten Punkt des Daches nennt man Firstpfette, die am
untersten Punkt Fußpfette und die dazwischenliegenden Mittelpfetten.
Isometrie Lastschema
Dachstuhl 5 einfach stehender
5
4
4
6
6
2
2
1
1
zweifach stehender 5 5 Dachstuhl
3
3
2
2
1 6 1 6
dreifach stehender
Dachstuhl,
abgestrebt 5 5
4
4
3
3
2
2
7
7
6
6
1. Stahlbetondecke 3. Mittelpfette 5. Sparren 7. Strebe 2. Fußpfette 4. Firstpfette 6. Pfosten/Stiel
Abb. 21: Dachstuhlsysteme des Pfettendachs mit Darstellung einer Isometrie und des Lastschemas
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Arten von Die einfachste Konstruktion eines Pfettendaches ist der einfach ste-
Pfettendächern > Abb. 21 hende Stuhl. Die Sparren liegen hierbei auf der Firstpfette und
der Fußpfette auf. Lasten werden zudem von der Firstpfette ausgehend
über einfache Pfosten nach unten abgeleitet. Bei einem zweifach stehen-
den Stuhl werden die Sparren auf der Fußpfette und einer Mittelpfette
angeordnet aufgelagert. Die Mittelpfetten werden wiederum auf Pfosten
montiert. Zur Ableitung der Querkräfte kann zwischen diesen jeweils ein
zusätzlicher Kehlbalken angeordnet werden. Der obere Teil des Daches
entspricht dann wieder einem Sparrendach. Bei größeren Spannweiten
und Sparrenlängen über 7 m kommt auch die Konstruktion als dreifach
stehender Stuhl zur Ausführung, der eine Kombination der zuvor beschrie-
ben Varianten darstellt. Ist die Ableitung der Kräfte über eine unter der
Firstpfette stehende Stütze aufgrund der Grundrissgestaltung nicht mög-
lich, so kann ein Sprengwerk ausgeführt werden, bei dem die Stütze unter
der Firstpfette nur bis zum Kehlbalken geführt wird und die Lasten von
dort horizontal weitergeleitet werden.
Maße Alle Varianten können bei beliebiger Dachneigung verwendet wer-
den. Die Abstände zwischen den einzelnen Pfetten sollten jedoch nicht
über 4,50 m liegen.
Tab. 6: Übersicht Bauteile bei geneigten Dächern
Bauteil Abbildung Hinweise Gebräuchliche Abmessungen
bei mittleren Dächern
Aufschiebling Aufschiebling Pfosten Aufschiebling Pfosten bei Sparrendächern 8/12–10/22 Aufschiebling Pfosten Aufschiebling Pfosten Aufschiebling Pfosten Aufschiebling Pfosten
Dachbalken Dachbalken Richtholz Dachbalken Richtholz Dachbalken Richtholz bei Sparrendächern 12/12–14/14 Dachbalken Richtholz Dachbalken Richtholz Dachbalken Richtholz
Firstpfette Firstpfette Sparren Firstpfette Sparren Firstpfette Sparren Firstpfette Sparren auf Wänden oder 14/16–16/22 Firstpfette Sparren Firstpfette Sparren Pfosten
Fußpfette Fußpfette Strebe Strebe Fußpfette Fußpfette Strebe Fußpfette Fußpfette Strebe Strebe auf der Decke bzw. 10/10–14/16
Fußpfette Strebe Außenwand
Kehlbalken Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz Kehlbalken Vorholz meist als Zange 8/14–10/20
ausgeführt
Kehlsparren Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel Innenknick 8/14–8/22
Knagge Windrispe Knagge Windrispe Knagge Windrispe Knagge Windrispe Knagge Windrispe Knagge Windrispe
Kopfband Zange Kopfband Zange Kopfband Zange Kopfband 32 Zange Kopfband Zange Kopfband Zange
Kehlbalken Vorholz
Kehlsparren Wechsel Kehlsparren Wechsel
Bauteil Kehlsparren Wechsel Abbildung Hinweise Gebräuchliche Abmessungen
bei mittleren Dächern
Knagge Knagge Windrispe bei Zangen
Knagge Windrispe Knagge Windrispe
Kopfband Zange
Kopfband Kopfband Zange Strebe an Pfosten 10/10–10/12
Kopfband Zange in Längsrichtung
Mittelpfette
Mittelpfette Mittelpfette Mittelpfette
unter den Sparren 12/20–14/20
Pfosten Texte sind nicht Bestandteil der Grafik, sondern dienen der Pfosten trägt Pfetten 12/12–14/14
einfacheren Zuordnung der Abbildungen innerhalb der Tabelle Pfosten Texte sind nicht Bestandteil der Grafik, sondern dienen der Pfosten Texte sind nicht Bestandteil der Grafik, sondern dienen der einfacheren Zuordnung der Abbildungen innerhalb der Tabelle Pfosten einfacheren Zuordnung der Abbildungen innerhalb der Tabelle Pfosten
GSPublisherVersion 73.78.81.100 Pfosten
RichtholzGSPublisherVersion 73.78.81.100 GSPublisherVersion 73.78.81.100 Richtholz zur einfacheren Dicken ab 22 mm Richtholz Montage Richtholz Pfosten Pfosten
Richtholz
Richtholz
Richtholz
Sparren Richtholz Richtholz
Sparren
Sparren Sparren trägt die Dachdeckung 8/14–8/22
Sparren
Sparren
Sparren
Strebe Sparren Sparren
Strebe
Strebe
Strebe Strebe zur Queraussteifung 14/16
Strebe
Strebe
Strebe
Strebe Vorholz Vorholz
Vorholz
Vorholz
Vorholz Vorholz bei Sparrendächern Längen 20 cm
Vorholz
Wechsel Vorholz Vorholz
Wechsel
Wechsel
Wechsel
Wechsel Wechsel Wechsel bei Öffnungen 8/14–8/22
Windrispe Wechsel Wechsel
Windrispe
Windrispe
Windrispe
Windrispe
Windrispe Windrispe Windrispe Aussteifung aus Flachstahl
Zange Windrispe Zange
Zange
Zange
Zange
Zange
Zange
Zange Zange horizontale Aus- 6/14–8/16
steifung, paarweise
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