Betrachtung

Franz Kafka · Kapitel 15 von 18

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Betrachtung

Das Gassenfenster

 

Wer verlassen lebt und sich doch hie und da irgendwo anschließen möchte, wer

mit Rücksicht auf die Veränderungen der Tageszeit, der Witterung, der

Berufsverhältnisse und dergleichen ohne weiteres irgend einen beliebigen Arm

sehen will, an dem er sich halten könnte, – der wird es ohne ein Gassenfenster

nicht lange treiben. Und steht es mit ihm so, daß er gar nichts sucht und nur als

müder Mann, die Augen auf und ab zwischen Publikum und Himmel, an seine

Fensterbrüstung tritt, und er will nicht und hat ein wenig den Kopf

zurückgeneigt, so reißen ihn doch unten die Pferde mit in ihr Gefolge von

Wagen und Lärm und damit endlich der menschlichen Eintracht zu.