
Das Nest der Zaunkönige
Das Nest der Zaunkönige, eine Erzählung aus dem Anfang des 11. Jahrhunderts, beginnt im Jahr 1003 am Kloster Herolfsfeld, dort, wo die Geisa ihr Wasser in die Fulda gießt. Das Kloster, gegründet von Erzbischof Lullus, einem Gefährten des heiligen Bonifatius, und berühmt für die zahllosen Wunder des Heidenbekehrers Wigbert, dessen Gebeine dort ruhen, ist zu einer regelrechten befestigten Stadt herangewachsen, mit Türmen, Kirchgiebeln und wettergrauen Holzdächern hinter Mauern, Pfahlwerk und Graben. Freytag entfaltet vor dieser frühmittelalterlichen Klosterlandschaft eine Erzählung um Macht, Glauben und weltliche Ambition, die zu seinen zahlreichen historischen Prosaarbeiten aus verschiedenen Epochen der deutschen Geschichte gehört, mit denen er sich neben seinem Gesellschaftsroman Soll und Haben einen Namen machte.

