Das Haidedorf
- Erstveröffentlichung
- 1840
- Seiten
- 42
Über dieses Buch
Im eigentlichen Sinne des Wortes ist es nicht eine Haide, wohin ich den lieben Leser und Zuhörer führen will, sondern weit von unserer Stadt ein traurig liebliches Fleckchen Landes, das sie die Haide nennen, weil seit unvordenklichen Zeiten nur kurzes Gras darauf wuchs, beginnt Stifters frühe Erzählung: hie und da ein Stamm Haideföhre oder die Krüppelbirke, an deren Rinde zuweilen ein Wollflöckchen hing, von den wenigen Schafen und Ziegen, die zeitweise hier herumgingen. Mit den Ziegen und Schafen kam sehr oft ein schwarzäugiger Bube von zehn oder zwölf Jahren, eigentlich um dieselben zu hüten, doch wenn sich die Tiere zerstreuten, fing er inzwischen an, Bekanntschaft mit den allerlei Wesen zu machen, welche die Heide hegte, und schloss mit ihnen Bündnis und Freundschaft. Es war da ein etwas erhabener Punkt, an dem sich das graue Gestein reichlicher vorfand und sich emporschob, ja sogar am Gipfel mit einer überhängenden Platte ein Obdach bildete.
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Angaben zum Buch
- Autor
- Adalbert Stifter
- Erstveröffentlichung
- 1840
- Seiten
- 42
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Klassiker
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen