
Phantas Schloss
Phantas Schloss beschreibt in gereimten Versen ein morgendliches Erwachen aus einem großen, schönen Traum: Der Sprecher schlägt die Augenlider auf, während im Osten schon die Sonnenrosse aufgezäumt werden und ihre Mähnen Feuer sprühen. Vor seinem Blick erhebt sich ein azurner Palast, sein Lehen aus Phantas Hand, und er begreift sich als König über Meer und Land, über Wolkenraum und Firmament. Die Natur selbst scheint ihm dienend zu begegnen, ein Nymphenheer geleitet ihn, und sein Ohr vernimmt das mächtigste, feinste Klingen der Welt, von den donnernden Meeren bis zum schüchternen Ton der Quellen, in jenem großen Tafellied, das in Phantas Schloss zur Mittagsstunde erklingt. Das Gedicht feiert in überschwänglichen Bildern die schöpferische Macht der Fantasie und des poetischen Erwachens.



