
Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz
Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz mit fortgehenden Noten erzählt, wie der ängstliche Feldprediger Attila Schmelzle seinen Freunden in einem Zirkelbrief von seiner Reise in die Hauptstadt Flätz berichtet. Jean Paul versieht die Erzählung mit einer eigenwilligen Vorrede, in der er ankündigt, sie lasse sich, wie der Mensch und seine Buße, aus drei Teilen zusammensetzen, und begleitet den Haupttext durchgehend mit ironisch-gelehrten Fußnoten, die sich verselbständigen und den eigentlichen Reisebericht immer wieder unterbrechen. Im Zentrum steht Schmelzles übertriebene, komisch ausgemalte Furchtsamkeit, die ihn auf der harmlosesten Reise in immer neue eingebildete Gefahren stürzt. Die 1809 zuerst erschienene, hier in zweitem Abdruck mit acht Kupfern von Karl Thylmann vorliegende Erzählung zählt zu Jean Pauls bekanntesten komischen Kleinwerken.
