
Zu Guter Letzt
Halt dein Rösslein nur im Zügel, kommst ja doch nicht allzu weit, heißt es im ersten Gedicht dieser Sammlung, denn hinter jedem neuen Hügel dehne sich die Unendlichkeit; man solle niemanden dumm nennen, der nur das Nächste recht bedenke, denn die Welt sei so geräumig und der Kopf so beschränkt. Ein weiteres Gedicht erzählt von einem Fährmann, der bei Mondschein in seinem Schiff lag, als etwas kam und rief und pfiff, ohne dass er etwas sehen konnte; ihm war, als stiegen hundert Geister ein, das Schifflein wurde schwer, und als er seine Pflicht getan und sie über den Rhein gefahren hatte, warf jedes Geisterding klingelnd ein Goldstück in den Kahn, bevor die Schar verwundert weiterzog. Ein drittes Gedicht handelt von einem alt gewordenen Seiltänzer, der eines Tages vom Gerüst steigt und erklärt, nur noch Hausgymnastik treiben zu wollen, sich aber, als alle sein Nachlassen bedauern, doch wieder hinaufwagt und mit Glück seine alten Possen treibt, bis auf ein kleines Missgeschick.






