Goethes Briefe an Auguste zu Stolberg

Johann Wolfgang von Goethe · Kapitel 17 von 19

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Goethes Briefe an Auguste zu Stolberg

Der achtzehnte Brief

 

Ihr Brief meine Beste hat mich beschämt, und mich meine Nachlässigkeit

verwünschen gemacht.

Zu Anfang des Jahrs redete ich mit der kleinen Schardt ab, Ihnen ein Portefeuille

zu mahlen und es zum Geburtstag zu schicken. Es stand lange gestickt in meiner

Stube und ich konnte nicht dazu kommen, daß endlich der 15te verstrich. Wäre

es fertig geworden so hätten Sie es den Tag drauf als Ihr Brief abgegangen war

erhalten. Nun hat es Frau v. Stein gemahlt, ist aber auch nicht glücklich gewesen

der Atlas floss, er war zu dünne, es ist eben kein Glück und Segen dabey.

Behalten Sie mich lieb, grüsen Sie die Brüder! alles Glück dem neuen Paare! Ich

bin wohl und noch immer in meinem Thale. Geniesen Sie des Lebens.

Weimar den 4. März 82.

Goethe.