Inspiration, Zeit zu leben
Infernus vocavit schola.
Jill
Die Tür vom Bus ging auf und ich blickte die Busfahrerin an. Sie schien ganz nett zu sein und lächelte mich freundlich an. Ich stieg ein und schaute mich um. So gut wie kein Platz war leer, doch ich erblickte dann in der letzten Reihe einen Platz. Dort saß ein Mädchen mit sehr langen blonden Haaren, die sie zu einem Zopf zusammen gebunden hatte. Sie hatte dunkelgrüne Augen, war sehr dezent geschminkt, trug eine kurze Jeans und dazu ein Top. Das Mädchen hatte unwahrscheinlich lange Beine, dessen Wade ein Tattoo von einem wunderschönen Schmetterling bedeckte. Wunderschöne Creolen zierten ihre Ohren und eine hauch dünne Kette ihr Dekoltee. Sie schien ebenfalls sehr freundlich zu sein und ich beschloss mich neben sie zu setzen.
„Ist der Sitz noch frei?" Ich sah sie an und lächelte leicht. „Klar setz dich doch, bitte."
„Mein Name ist Alison, aber sag doch ruhig Alli zu mir!" Sie strahlte mich förmlich an und ich lächelte höfflich zurück. „Ich heiße Jillian, aber alle nennen mich Jill."
„Wie alt bist du, Jill?", fragte sie und schaute mich erwartungsvoll an. „Ich bin sechzehn und du?" Mein Blick wanderte zu ihr. Sie lächelte. „Ich bin ebenfalls sechzehn." Ich reichte ihr meine Hand und sie nahm sie an. „Freut mich dich kennenzulernen, Alli!"
„Kann ich nur zurück geben, Jill!"
Wir unterhielten uns eine ganze Weile über die verschiendensten Themen. Ich fragte sie über die Schule aus. Welche Fächer sie hatte und bemerkte, dass zusammen mit ihr Unterricht hatte und dass, freute mich. Als erstes fragte sie mich natürlich, was mich nach Phoenix brachte und ich erzählte ihr, wenn auch ungern, meine Geschichte. Sie war erstaunt, wohlmöglich weil sie nicht gedacht hätte, dass ich ihr sowas nach so kurzer Zeit anvertrauen würde.
Nach einiger Zeit hielt die Busfahrerin und die Tür ging auf, es stieg niemand ein, also fuhren wir weiter. Alli erzählte mir einige Dinge die ich am ersten Tag beachten sollte, aber da das eine ganz schön große Menge war versprach sie mir das alles später noch einmal zu erzählen.
Der Bus wurde langsamer und stand dann nach einer kurzen Weile.
Ein Junge stieg ein. Er hatte braun-rote Haare und warme braune Augen, die perfekt miteinander harmonierten. Eine kurze rote Shorts bedeckte seine Beine und er kombinierte diese mit einem grauen Shirt. Zudem hatte er auf beiden Seiten einen Tunnel und an der Unterlippe saß links und rechts ein Piercing. Ebenfalls zierte ein kleines Tattoo seinen linken Oberarm, leider konnte ich nicht genau erkennen was es war.
Er kam gerade auf mich zu, als Alli mich anstieß. „Das ist Jasper, er ist 17 und geht in meine Klasse und ja er sieht verdammt gut aus, nur leider interessierte er sich nicht für die Mädchen aus unserer Schule. "
Ich starrte sie verwirrt an. „E-es tut mir L-leid, Alli. Ich möchte nicht, dass du denkst, dass ich dir nicht gern zuhöre." Sie lachte nur. „Gar kein Problem! Das ist immer so, wenn Jasper auftaucht und oh-oh, er kommt her!"
Ich schaute auf und sah ihn direkt vor mir stehen.