The Kill, 100% tot

Annisoli Drægon · Anhang

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The Kill, 100% tot

Prolog

Annisoli Drægon

 

The Kill

 

100% tot

 

Für Mom

Prolog

Ein Bürojob. Wie langweilig.

Ihr Opfer saß in dem kahlem Zimmer in seinem leerem Hamburger Büro und hackte auf die Tastatur seines Computers ein. Ab und zu ging die Tür auf und jemand kam herein, gab etwas ab oder sprach mit dem Mann. Ernst Fass war im wahrsten Sinne des Wortes sehr ernst, in einer dunklen Stoffhose mit Krawatte und Jackett, und ein Fass war er obendrein. Er bewegte sich wirklich zu wenig, sein Job ließ ihm keine Zeit dafür.

Das war ihr Opfer.

Sie dagegen war weder so groß, noch so füllig und auffällig, oder etwa unbescholten, wie er. Schlank und durchschnittlich groß, mit braunen Haaren und ebenso braunen Augen, jung, aber nicht zu jung, und sie wurde meist für eine Studentin gehalten. Zufrieden lehnte sie sich zurück. Nein, auf ihren – illegalen – Job würde niemand kommen, der sie so sah. Das Café war momentan eine gute Tarnung und zudem direkt vor dem Fenster ihres Zielobjekts. Sie ließ sich die Nachmittagssonne ins Gesicht scheinen. In einer guten Stunde würde Ernst Fass, wie jeden Freitag, seine Aktentasche nehmen, und über einen Waldweg nach Hause fahren. Sie bestellte einen neuen Kaffee.