The Kill, 100% tot
Kapitel 9
Lilia nahm die Handschellen von Jerry entgegen.
,,Normalerweise ist es unzulässig, dass du Handschellen hast, aber in diesem Fall ist es okay, ich musste allerdings bestätigen, dass du sie nur für Delack benutzt. Du dürftest normalerweise ja auch keine Waffen tragen. Wenn wir ihn haben, muss ich, wie im Vertrag steht, alles tun, was ich für nötig halte, um dich zurück zu bringen. Das weißt du. Also würde ich mich an deiner Stelle benehmen.”
Lilia verdrehte die Augen, sie hatte das Gefühl, dass er nicht ihr Leben retten sollte, sondern ihre Flucht verhindern sollte. ,,Wenn du an meiner Stelle wärst, wäre ich an deiner und würde dich laufen lassen. Die einzige Frage ist: wenn ich von Agenten umzingelt bin, Waffen auf mich gerichtet sind, wieso sollte ich dann versuchen, wegzulaufen?” Sie hatte Recht, schon einmal war sie in einer solchen Situation gewesen, und hatte sich freiwillig ergeben.
Jerry zuckte mit den Schultern. ,,Nicht sehr kooperativ. Wieso solltest du Leute ermorden? Wie bist du dazu gekommen?”
Lilia grinste hinterhältig. ,,Das Geheimnis nehme ich mit ins Grab.”
,,Wie gesagt, nicht gerade sehr kooperativ.”
Vorsichtig schlich sie Wanderpfade entlang. Als sie eine Weile später hielt, deutete Lilia zwischen den Bäumen hindurch auf ein Baumhaus.
„Dort haben wir schon mehrere Male Mittel getauscht. Ich habe gesehen, wie er etwas hinterlegt hat. Es gibt nur eine Leiter hinauf, er kann sich dort gut schützen aber nicht gut fliehen.“ Zm springen war es offensichtlich zu hoch. „Er wird oben vermutlich rechts vom Ausgang stehen. Oder vorne.“
„Spitze, Lilia“, lobte Jerry. „Dann umstellt ihr das Baumhaus, passt vor allem an den Wegen auf und ich klettere hoch, Lilia ist hinter mir.“ Alle nickten und Adrenalin schoss in Lilia's Adern. Sie folgte Jerry die Leiter hinauf. Die Waffe vorsichtig vor sich gerichtet kletterte sie durch die Luke. Jerry sah sich um.
„Wo ist er?“, fragte sie.
Er zuckte mit den Schultern. „Vielleicht hast du dich geirrt.“ Es war eindeutig ein Vorwurf. Aber da war noch etwas in ihrem Gehirn, das ihr sagte, sie beginge einen großen Fehler.
Sie fuhr herum und duckte sich. Baumaßnahmen! Da war eine Bank über ihr. Delack's Faust verfehlte sie um wenige Zentimeter. Er stürzte und Lilia warf sich auf ihn. Es war kaum Zeit, nachzudenken. Sie drehte ihm die Arme auf de Rücken. Er wehrte sich kaum, war fast nicht bei Bewusstsein, als Jerry ihm die Handschellen anlegte. Zusammen mit Lilia hievte er Delack irgendwie nach unten, der mann lallte etwas, Jerry verstand es nicht. Ein Polizist übernahm Delack und schleifte ihn geradezu fort.
Jerry und Lilia standen umringt von Agenten im Wald. Erschöpft und erleichtert bat Jerry Lilia um ihre Handschellen. Sie streckte ihre Hand aus um sie ihm zu geben, und ehe sie sich versah, hatte Jerry sie herum gewirbelt, ihre Arme auf dem Rücken fixiert und mit den Handschellen fixiert.
„Du bist so was von berechenbar“, sagte sie vollkommen ruhig zu Jerry.
„Ich halte es für nötig, damit du nicht abhaust. Sehr kooperativ warst du noch nie“, antwortete Jerry mit einem fiesen Grinsen.
„Wenn ich von Agenten umzingelt bin und einen Peilsender in der Schulter habe. Ich hatte wirklich mehr Vertrauen in eure Fähigkeiten“, spottete sie.
Jerry zerrte sie z einem Polizeiwagen. „Sag mir, wie bist du zu einer Auftragsmörderin geworden, Lilia, sag es mir.“
„Das wirst du nie herausfinden“, gab sie zurück.
„Sag niemals nie. Letzte Chance?“, versuchte Jerry es wieder.
Lilia betrachtete das Blätterdach über ihr. „Never.“ Er drückte sie auf die Rückbank und sie lächelte. „Hast du vergessen, dass ich nicht mehr Lilia Flake bin? Ich habe eine neue Identität und bin eine legale Bürgerin. Ich habe nichts mit Auftragsmorden zu tun.“ Und seltsamerweise war sie froh darüber.
Texte: Annisoli
Bildmaterialien: Cover: BAnnisoli mit Bildern von Stockphotosforfree.com
Lektorat: M.E.
Übersetzung: /
Alle Rechte vorbehalten.
Tag der Veröffentlichung: 07.10.2013
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Annisoli Drægon