
Der Bau
Ich habe den Bau eingerichtet und er scheint wohlgelungen, beginnt der namenlose Erzähler. Von außen ist nur ein großes Loch sichtbar, das in Wirklichkeit nirgends hinführt, denn schon nach wenigen Schritten stößt man auf festes Gestein, ein Rest gescheiterter früherer Grabungsversuche, den er absichtlich unverschüttet gelassen hat. Der eigentliche Zugang liegt tausend Schritte entfernt, unter einer Moosschicht verborgen und so gesichert, wie es eben möglich ist, doch wer auf das Moos tritt oder hineinstößt, legt den ganzen Bau frei. Selbst auf dem Höhepunkt seines Lebens hat er kaum eine ruhige Stunde, und in seinen Träumen schnuppert dort eine lüsterne Schnauze herum. Er könnte das Loch zuschütten, doch gerade die Vorsicht verlangt eine sofortige Auslaufmöglichkeit, und während er im Innersten seines Hauses in Frieden lebt, bohrt sich irgendwo langsam und still ein Gegner an ihn heran.






