
Der Freigeist
In diesem Lustspiel in fünf Aufzügen wohnen der Freigeist Adrast und der junge Geistliche Theophan schon seit Monaten in einem Hause und warten auf dieselben zwei liebenswürdigen Schwestern, Juliane und Henriette, Töchter des Lisidor. Theophan beklagt den stolzen Kaltsinn, den Adrast ihm gegenüber zeigt, und fragt, ob zwischen ihnen Freundschaft möglich sei. Adrast bezweifelt, dass sein Rivale überhaupt weiß, was Freundschaft ist, und schlägt vor, einander lieber gleichgültig zu bleiben. Im Streitgespräch fordert er Theophan schließlich heraus, ihm die Aufrichtigkeit vorzuführen, und lässt ihn dazu einen Versuch machen, ein Wortgefecht, in dem sich der Gegensatz von freiem Denken und kirchlicher Frömmigkeit von der ersten Szene an zuspitzt.






