
Der Zauberlehrling
von Johann Wolfgang von Goethe

Mitten im heißen Sommer zieht sich auf der staubbedeckten Landstraße ein Heereszug langsam in die Luzerner Gegend. Die blendende Sonne fällt auf tanzende Rüstungen, auf Helme und Stücke Gesichter, auf Pferdeköpfe und Schweife und auf Steigbügel, die groß sind wie Schneeschuhe. Rechts und links breiten sich Wiesen mit Tausenden von Obstbäumen aus, bis an Hügel heran, die aus der Ferne wie leise und behutsam gemalte Dekorationen wirken. Der Zug gleicht bald einer schillernden langen Schlange, bald einer Eidechse ungeheuren Umfanges. In diesem Klirren, sagt Walser, liege ein einziges Meinetwegen: etwas Freches, sehr Zuversichtliches, etwas träg beiseite Schiebendes.