Liebesgedichte
Die Sterbliche, die dem Olympier teuer
D IE Sterbliche, die dem Olympier teuer,
In seiner Gottheit Glanz von ihr erfleht,
Schmolz, da er kam, sein unerträglich Feuer.
Ich bin die immerdar in Flammen steht.
Von deinen Augen götterhaft durchdrungen
Entbrannte dieser Leib, der stets vergeht,
Stets von der Glut erneut, die ihn bezwungen.
Erlischt die Brunst auch nicht in Lethes Bade,
Die Schmerzen fühl ich selig kühl verschlungen,
Noch schwer von Erdenwonne schon in Gnade.