
Der Klosterjäger
Der Klosterjäger erschien 1917 und ist, wie ein voranstehendes Trauergedicht verrät, dem Andenken von Ganghofers eigenem verstorbenem Kind gewidmet. Der im vierzehnten Jahrhundert spielende Roman beginnt mit einer Schilderung des rauen Frühlings im Bergwald, wo, anders als im lieblichen Tal, noch Sturm, Schnee und der Winter wie ein grauenhafter Riese über der Landschaft liegen. Vor dieser Kulisse erzählt Ganghofer die Geschichte eines Jägers im Dienst eines Klosters, der zwischen die Fronten von weltlicher und geistlicher Macht, Liebe und Pflichttreue gerät. Der Roman gehört neben Das Schweigen im Walde zu Ganghofers erfolgreichsten Werken und verbindet historische Abenteuerhandlung mit der für ihn charakteristischen Alpen-Naturschilderung.



