
Die stählerne Mauer
Die stählerne Mauer versammelt Ganghofers Berichte als Kriegsberichterstatter an der deutschen Front, hier im zweiten, 1915 bei Ullstein in Berlin erschienenen Teil. Am 3. März 1915 schildert Ganghofer, wie sich ihm das Vernichtungsbild des Forts Boussois bei Maubeuge, das er kurz zuvor besucht hatte, unauslöschlich ins Gedächtnis eingebrannt hat: Ein von einer Mörsergranate erzeugter Explosionsschacht stürzt trichterförmig durch den hohen Erdwall hinunter in ein Festungsgewölbe und bohrt sich noch tiefer bis in den Keller darunter, ein Bild, das ihm im Vergleich zu allem zuvor Gesehenen als das gewaltigste Zerstörungsbild des Krieges erscheint. Ganghofer, damals einer der meistgelesenen deutschen Autoren, verband in seinen Kriegsreportagen literarische Bildkraft mit unverhohlener patriotischer Parteinahme für die deutsche Sache.



