Der Klosterjäger

Ludwig Ganghofer · Kapitel 2 von 32

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Der Klosterjäger

Der Klosterjäger

Der

 

Klosterjäger

 

Roman

aus dem XIV. Jahrhundert

 

von

Ludwig Ganghofer

Copyright 1917 by Adolf Bonz & Comp.,

Stuttgart.

Alle Rechte vorbehalten; insbesondere das

Recht der Übersetzung in fremde Sprachen.

 

Druck von A. Bonz’ Erben in Stuttgart.

D e m A n g e d e n k e n m e i n e s

h e i m g e g a n g e n e n K i n d e s

Sie stieg hernieder auf die Erde,

Wie von der Sonne fällt ein Strahl …

Und schwand hinweg von dieser Erde,

Wie er verglüht im dunklen Tal.

 

Der Blume gleich im Frühlingshage,

An Leib und Seele sonder Fehl,

War sie die Freude meiner Tage,

Mein Sorgentrost und mein Juwel.

 

Kein Wölklein, das sich nicht zerteilte

Vor ihrem sonnigen Gesicht,

Und wo sie ging und wo sie weilte,

Da war die Wärme, war das Licht.

 

Sie lächelte: man mußte lieben.

Ein Blick: und sie gewann ein Herz …

Und ach, was ist von ihr geblieben?

Ein kleines Grab, ein großer Schmerz.

 

L. G.