Der Moses des Michelangelo von Sigmund Freud, Buchcover
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Der Moses des Michelangelo

Erstveröffentlichung
1914
Seiten
33

Über dieses Buch

Ich schicke voraus, dass ich kein Kunstkenner bin, sondern Laie, beginnt Freud, und gesteht, dass ihn der Inhalt eines Kunstwerks stärker anzieht als dessen formale und technische Eigenschaften. Kunstwerke üben eine starke Wirkung auf ihn aus, besonders Dichtungen und Werke der Plastik, seltener Malereien, und er ist so veranlasst worden, bei den entsprechenden Gelegenheiten lange vor ihnen zu verweilen, um sich zu begreifen, wodurch sie wirken; in der Musik dagegen, wo ihm das nicht gelingt, sei er fast genussunfähig. Eine rationalistische, vielleicht analytische Anlage sträube sich in ihm dagegen, ergriffen zu sein, ohne zu wissen warum und wodurch, und er bemerkt die paradoxe Tatsache, dass gerade einige der großartigsten Kunstschöpfungen unserem Verständnis dunkel geblieben sind: Man bewundert sie, fühlt sich von ihnen bezwungen, aber weiß nicht zu sagen, was sie vorstellen.

Inhalt

  1. 1. · Der Moses des Michelangelo ist sitzend dargestellt,…
  2. 2. · Lange bevor ich etwas von der Psychoanalyse…
  3. 3. · Wenn ich nicht irre, wird es uns…
  4. 4. · Im Jahre 1863 hat ein Engländer W.…

Über den Autor

Sigmund Freud

Sigmund Freud (1856–1939) war ein österreichischer Neurologe und der Begründer der Psychoanalyse. Er praktizierte den größten Teil seines Lebens in Wien und musste 1938 vor dem damaligen Regime nach London fliehen. Seine Schriften über das Unbewusste und die Traumarbeit veränderten das Menschenbild der Moderne nachhaltig.

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Angaben zum Buch

Erstveröffentlichung
1914
Seiten
33
Sprache
Deutsch
Formate
PDF, EPUB, Online lesen