
Eine kleine Frau
Es ist eine kleine Frau, von Natur aus recht schlank, doch stark geschnürt, immer im gleichen gelblich-grauen, holzfarbigen Kleid, ohne Hut, mit glattem, locker gehaltenem, stumpfblondem Haar, beginnt der Erzähler. Trotz ihrer Schnürung ist sie leicht beweglich und hält gern die Hände in den Hüften, während sie den Oberkörper mit einem überraschend schnellen Wurf seitlich wendet; ihre Hand zeichnet sich durch scharf voneinander abgegrenzte Finger aus, ohne dabei irgendeine anatomische Merkwürdigkeit zu zeigen. Diese kleine Frau ist mit dem Erzähler sehr unzufrieden, hat immer etwas an ihm auszusetzen und ärgert sich über ihn auf Schritt und Tritt, obwohl, wie er selbst feststellt, gar keine Beziehung zwischen ihnen besteht, die sie zu diesem Leiden zwingen würde; sie müsste sich nur entschließen, ihn als völlig Fremden anzusehen und seine Existenz zu vergessen, und alles Leid wäre vorüber. Dabei ist sich der Erzähler durchaus bewusst, dass es sich nicht um ein liebendes Leid handelt, da ihr nichts daran liegt, ihn wirklich zu bessern.






