
Aus des Angelus Silesius Cherubinischem Wandersmann
von Angelus Silesius

In fünf Aufzügen erzählt dieses bürgerliche Trauerspiel vom Untergang einer jungen Frau aus dem Bürgertum, die dem übergriffigen Begehren eines italienischen Fürsten ausgeliefert wird. Nachdem höfische Intrige ihren Verlobten aus dem Weg geräumt hat, bittet Emilia am Ende ihren Vater Odoardo, sie zu töten, um ihre Ehre und Selbstbestimmung vor der fürstlichen Willkür zu bewahren. Lessing verband die private Katastrophe mit einer scharfen Kritik an höfischer Macht und Standesunterschieden und schuf so ein Schlüsselwerk der Aufklärung. Bis heute gilt das Stück als Musterbeispiel des deutschen bürgerlichen Trauerspiels.