Inshalla
Inshalla
Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 34 Teile geteilt.
Nach dem Wachwerden hatte ich das ungute Gefühl, dass es nun mal nicht bloß nur ein Traum war, sondern dass er schon was mit meinem Leben zu tun haben würde, aber das behagte mir nun mal gar nicht. Ich das Böse enttarnen... ich! Wie denn? Nein, nein, dafür suchste dir bitte jemand Geeigneteren. Und außerdem... nüchtern betrachtet, bedeutsam hin, bedeutsam her, letztendlich war`s ja wohl doch nur ein Traum und daher konnte ich ihn ja wohl abhaken. Wegen einem Traum musste ich mir ja nun wirklich nicht tagelang den Kopf zerbrechen und genau in dem Moment, wo ich diesen Traum halt in das Reich des "Erledigt" verfrachten will, gedanklich, sehe ich mich plötzlich glasklar und in jeder Deutlichkeit diese Landstraße in Begleitung der beiden Hunde überqueren, runter zum See und wie es dann weiterging... das war keine Erinnerung, sondern regelrecht ein distanziertes, nochmaliges Erleben dieses Geschehen, denn ich war mir bei all dem bewusst, dass ich nur in der Erinnerung noch mal zurück ging. Es nicht wirklich passierte, aber ich sah alles noch einmal vor mir sich abspielen und am Ende, als der Blackout, der von mir fortgenommene Blackout eintrat, wusste ich mit absoluter Sicherheit, dass hier ein Zusammenhang bestand. Zwischen diesem Traum und dem damals Erlebten, aber es behagte mir nach wie vor nicht. Ich das Böse enttarnen, wie denn? Und wer ist das eigentlich? Das Böse hier auf Erden? Inzwischen kann ich diese Frage beantworten, denn Vater lässt mich alles wissen, was ich wissen will und was ich wissen darf. Beide Kräfte hier auf Erden existieren zwar unabhängig von uns Menschen, können hier auf Erden jedoch nur durch die Menschen wirksam existieren. Wirksam. Sich selber lebendig fühlen im übertragenen Sinn. Beide Kräfte sprechen zu uns Menschen, bemühen sich darum, uns durch unser Leben zu begleiten, aber beide Kräfte haben völlig gegenteilige Motivationen dafür. Satan möchte sich dieser Erde bemächtigen, weil dieser Planet, das auf ihm Existierende, Gottes Geschöpfe, seine Natur seinem Gegenpart besonders am Herzen liegt, Gottes Vertrauen in uns Menschen voller Gnade für unser Fehlverhalten ist und insbesondere die Liebe zu diesem Planeten und alles auf ihm, sind dem Satan zutiefst verhasst, denn er ist zutiefst verhasst. Sein Elexier ist der Hass. Die Zerstörung. Das ist seine Ambition und auch seine Motivation. Satan möchte diesen Planeten zerstören und in diesem Sinn trifft die Traumbotschaft durchaus zu, in der es hieß, dass er gefährlicher als alle Atombomben dieser Welt zusammen sei. Vater dagegen, Gott, liebt diese Erde über alles. Er bewundert diese Meisterleistung und was die Menschen seit damals, seit Anbeginn an ihrer Existenz alles begriffen und erschaffen haben. Gott erfreut sich an unserer Schaffenskunst. Wie wir von Generation zu Generation immer mehr verstehen, uns geistig immer weiter entwickeln, aber das böse Geschehen hier auf Erden, macht ihm langsam wirklich richtig Sorgen, weil jegliche böse Aktivität, die von uns Menschen ausgeht, die also einem anderen Geschöpf Schaden in der einen oder anderen Form zufügt, seinen durchaus ernst zu nehmenden Widersacher hier auf Erden stärkt und wir sind doch aber nicht auf der Welt, am Leben, um seinen Widersacher zu stärken, sondern um ihn, Gott... für unsere Existenz zu danken und dies geschieht durch gottgefälliges, menschliches Handeln. Wenn wir in seinem Sinne handeln und dann tragen wir zur Freude und nicht Traurigkeit bei durch unser Handeln und beherzigen schlicht sein oberstes Gebot an uns, dass wir einem anderen nicht zufügen, was wir auch nicht möchten, dass es uns jemand zufügt. Mehr müssen wir doch gar nicht beherzigen auf unserem Lebensweg. Zumindest sollten wir uns darum bemühen und soweit es geht, auch realisieren. Mehr verlangt Gott doch gar nicht von uns, aber obwohl diese Forderung an uns selbst schon von Kleinkindern verstanden werden könnte, handeln erwachsene Menschen, wohlgemerkt erwachsene Menschen so ganz und gar nicht nach diesem Grundsatz und von daher ließ Vater mich zum Beispiel wissen, dass er die Menschen nicht in Moslems, Christen, Hinduisten, Buddhisten und was nicht alles aufteilt, sondern schlicht nur nach Menschen und nach Unmenschen. Die Nationalität und auch die religiöse Ettekitierung sind ihm dabei völlig gleichgültig. Vater unterscheidet die Menschen in eben Menschen und Unmenschen. Und von Menschen erwartet er nun mal, dass sie sich menschlich verhalten und von Unmenschen... entspricht nun mal ihrer Natur, kann leider auch nur unmenschliches Verhalten erwartet werden, so lange man sie gewähren lässt. Solange die Menschen die Unmenschen gewähren lassen, lässt auch Gott sie gewähren, denn obwohl unser aller Vater spirituell astronomisch weit über uns steht, tastet er sein persönlichstes Geschenk an uns, nämlich unseren freien, unbegrenzten Willen erst bei Überschreitung der gewissen roten Linie an, und die wäre zum Beispiel erreicht, wenn die Menschen, vielmehr Unmenschen seinen letzten geliebten Eisbären ermordet haben. Ihnen ihren Lebensraum zu rauben, ihnen die Existenzgrundlage zu entziehen, ist ein indirekter Mord, für den wir genauso zur Verantwortung gezogen werden, wie für einen direkten Mord. Also die unmittelbar daran Beteiligten werden zur Verantwortung gezogen werden. Ja, schon klar, nicht unbedingt hier auf Erden, aber Vater ist ja über alles im Bilde. Und nach unserem Fortgehen aus der irdischen Existenz haben wir uns alle nun mal seinem.... Urteil zu stellen. Kann ja auch freundlich aussehen. Oder gar freudig. Liegt ja bloß an uns. Mir jedenfalls soll er mal lächelnd gegenüber sitzen. Hab ja nicht viele Pläne für die Zukunft, aber den Plan hab ich nun mal und der steht sogar ganz oben bei mir. Durch tatsächlich erlebte Erlebnisse weiß ich ja nun mal aus erster Hand gewissermaßen, dass wir wirklich lediglich fortgehen... hinüber in eine andere Realität, die wir Jenseits nennen. Ich würde mich jetzt nicht als Jenseits-Insider bezeichnen, denn dazu weiss ich doch zu wenig darüber, aber etwas mehr als der Durchschnitt, nach meinen Erfahrungen, weiss ich doch. Werde ich euch gerne auch noch wissen lassen, denn Wissen hat man ja nicht, um es geheim zu halten, zumindest gewisses Wissen, sondern sollte die breite Öffentlichkeit schon auch erfahren. Ich mein, es ist ja nun nicht ganz unerheblich, finde ich, ob mit unserem physischen Tod tatsächlich alles vorbei ist oder nicht oder was dann passiert. Das kann doch eigentlich niemand wirklich egal sein, es sei denn, derjenige kann ganz einfach nicht mehr klar denken. Ich mein, ich informiere mich doch auch über ein Reiseland, in das ich beabsichtige, einzureisen oder etwa nicht? Aber das Jenseits... obwohl doch wirklich jeder von uns dahin kommt, irgendwann mal, der eine früher, der andere später... findet doch sehr, sehr wenig Beachtung, finde ich. Zuwenig Beachtung, angesichts dessen, dass wir totsicher, jeder von uns dort eines Tages hinkommen werden. Darüber sollte man sich also schon mal beizeiten, also zu Lebzeiten ein paar Gedanken machen. Muss man nicht, aber sollte man besser. Unwissen schützt nämlich auch da drüben nicht vor Strafe. Aber diese Strafe sieht keinesfalls so aus, wie die Kirche uns seit Jahrhunderten weismachen will. Jeder Mensch wird da drüben mit seinem Handeln konfrontiert, egal welchen Rang er oder sie hier auf der Erde einnahm. Spielt für Gott doch keine Rolle und es darf sich wirklich jeder sicher sein, dass seine irdische Rolle, die er einnahm, für einen selbst, nackt vor Gott stehend oder auch sitzend, keinerlei Bedeutung mehr einnimmt. Nicht in dieser Begegnung, denn in dieser Begegnung, die kürzer oder länger andauern kann, darüber entscheidet alleine unser Vater, geht es einzig und allein darum, was für eine Art von Mensch du warst. Nichts anderes zählt für unseren aller Vater. Gott und ich.... wie soll ich sagen? Wir sind tatsächlich ein Team, niemand kennt ihn besser als ihn, wage ich wirklich zu behaupten. Mehr ist es ja erst mal nicht, denn das kann ja jeder sagen. Sagen ja auch viele andere Menschen... und wie soll man da noch wissen, wer von ihnen wahrhaft spricht, oder auch schreibt und wer nicht und die, die nicht, bei denen frag ich mich natürlich, was sie überhaupt davon haben, wenn sie irgendwelche Story`s erzählen, die sie angeblich erlebt, von mir aus mit Gott erlebt haben, wenn es doch gar nicht wahr ist. Was gibt ihnen denn das? Aufmerksamkeit? Gut, aber was haben sie denn davon? Bekommen sie doch durch Lügen, oder Lügengeschichten und dann trotzdem für sich irgendein gutes Gefühl bei dieser Aufmerksamkeit, die ihnen dann vielleicht zuteil wird, zu bekommen, zeugt für mich von einer ziemlich kaputten Persönlichkeit. Wenn ich Aufmerksamkeit bekommen habe, von einer breiteren Mehrheit, war mir das immer nur höchst unangenehm und ich fühlte mich in solchen Momenten sehr unwohl in meiner Haut. Ist ja nicht oft passiert in meinem Leben, aber wenn es geschah, dann war es nun mal so für mich. Ich heische ganz sicher nicht um Aufmerksamkeit und dass Vater mich anscheinend auserwählt hat, und bereits vor meiner Geburt, davon gehe ich zumindest aus, gewissermaßen sein Sprachrohr zu sein, seine Irtin, wie er sich ausdrückte, lässt mich auch nicht wunschlos glücklich sein. Dieses Wissen geht mit einem Wahnsinns-Verantwortungsgefühl einher und ich kann nur beten, dass er eine gute Wahl getroffen hat, denn ich muss dieser Verantwortung gerecht werden, auch wenn nur wir beide es wissen, bislang. Nach Veröffentlichung dieses Buches wird sich das ja wohl ändern. Auf Aufmerksamkeit mir gegenüber lege ich jedoch überhaupt keinen Wert, denn es geht doch bei dem allem gar nicht um mich, sondern um meine Erlebnisse, die ich hatte. Nicht ich stehe dabei im Mittelpunkt, ich wäre durchaus austauschbar, sondern es geht nur um die Wahnsinns-Erlebnisse, die ich ja nun mal echt erlebt habe und sie alle weisen nun mal zu Gott hin, vielmehr führten mir unübersehbar seine tatsächliche Existenz vor Augen. Dürft ihr sogar wörtlich nehmen, denn vor zehn Jahren, zehn Jahre ist es her, zeigte Gott sich mir sogar in seinem Antlitz und ich Idiot checkte es damals aber nicht. Immer, wenn ich an dieses Erlebnis zurück dachte, war ich mir ohne jeden Zweifel sicher, dass mir ein Einblick in mein damals anscheinend noch wunder-wunderschönes Innere gewährt worden war. Was sollte es denn sonst anderes gewesen sein? Konnte doch gar nichts anderes gewesen sein... darauf musste doch wirklich erst mal kommen, dass du von wegen wunderschönes Innere in kein geringeres Antlitz als das von Gott blicken durftest... darauf musste doch erst mal kommen! Kann ein normaler Mensch doch gar nicht. Der hat allerdings auch nicht solche Erlebnisse, aber ich. Offensichtlich bin ich schon mal kein normaler Mensch. Und ich kam da auch gar nicht selber drauf. Wäre ich auch nie, vermutlich, aber wie ich euch bereits erzählte habe, schrieb Vater beim letzten Manuskript tatsächlich mit auf vielerlei Arten, nicht nur auf einer und er ließ mich während des Schreibens unendlich viel wissen und korrigierte nicht nur diesen einen Denkfehler bei mir. Jetzt interessiert euch natürlich brennend, wie Gottes Antlitz aussah... ist mir schon klar. Wäre ich geschäftstüchtig, könnte ich mit diesem Wissen richtigen Reibach machen, oder? Lass mir sein Antlitz patentieren und was weiß ich nicht noch alles. Man, ich könnte Multi-Millionär mit diesem Wissen werden, aber ist leider nicht mein Schicksal. Aber was soll ich auch mit viel Geld? Kann ich mir doch auch keine spirituellen Erlebnisse kaufen und wenn ich die Wahl habe, ganz ehrlich, wenn ich die Wahl habe, oder solange ich eine Wahl habe, entscheide ich mich immer für meine Erlebnisse, weil du sie eben mit keinem Geld dieser Welt kaufen kannst. Die werden alleine von den höchsten spirituellen Kräften hier auf dieser Erde gewährt und adeln durchaus. Irtin, er nennt mich seine kleine Irtin, er selber, darauf möchte ich schon verweisen, ist ein echter Adelsschlag für mich. Ich hab in meinem ganzen Leben keine höhere Würdigung erfahren und gibt es auch nicht für einen Menschen. Glaub ich jedenfalls. Jedenfalls ist Irtin schon eine hohe Würdigung meiner Person und gibt mir persönlich schon ein sehr gutes Gefühl zu mir selber als Mensch. Ist ne Bestätigung, nicht verkehrt zu sein, zumindest nicht in seinen Augen. A pro po Augen... Gottes Antlitz. In das er mich blicken ließ, denn ich gehe davon aus, dass Gott jede Form an und einnehmen kann, die er möchte und daher kann er zum Beispiel auch die Form von Wasser zum Beispiel annehmen, aber mir zeigte er sich in einem menschlichen Antlitz und zwar in dem schönsten menschlichen Antlitz, das ich jemals zu Gesicht bekam. Dieses Antlitz war von nanomäßiger Perfektion in seiner Vollkommenheit. Romy Schneider zum Beispiel war wirklich eine unübersehbare Schönheit. Geradezu perfekt, sogar ihre Stimme war wunderschön. Demi Moore... eine wunderschöne Frau. Naja, der Ashton, ihr Ex, sieht ja auch supi aus, aber er zeigte sich mir nun mal in dem Antlitz einer Frau, die sogar ganz weit weg entfernt von mir, ne minikleine Ähnlichkeit aufwies. Naja, deswegen dachte ich ja auch, einen Blick in mein ach so wunderschönes Innere geworfen zu haben... weil ja schon ne weit entfernte Ähnlichkeit zwischen uns bestand und synchron mit mir bewegte sie sich auch. Da musste ich doch denken, dass sie mit mir zu tun haben würden, oder etwa nicht? Sechs, acht Wochen vor Davids unfreiwilligem Fortgeholtwerden aus seinem Leben, hatte ich dieses Erlebnis und David liebte ich vom ersten Moment an, als ich ihn sah. Nicht aus Oberflächlichkeit, auch, wenn er optisch durchaus in mein Beuteschema passte, sondern seine Ausstrahlung... seine ganze Würde, die er ausstrahlte, ebenso sein ihn begleitender vierbeinige Freund Bonnie haute mich regelrecht um, was ich mir natürlich nicht anmerken ließ. David hatte etwas wirklich Besonderes an sich, fast schon Heiliges und er war tatsächlich mit Gott unterwegs. Ein moderner, etwas durchgeknallter Franz von Assisi. Lebte angeblich mit Jesus zusammen. Naja, ich konnte mir ja seinen Jesus mal anschauen... aber als ich den das erste Mal sah, wusste ich gleich, nen völligen Irren vor mir zu haben. Sah man ihm ganz einfach an seinem irren Blick bereits an und David hatte anscheinend so eine Art religiöse Gehirnwäsche durchlaufen durch diesen Irren, an dessen Lippen er tragischerweise hing. David wieder zu erden, also dass der wieder halbwegs klar denken konnte und dadurch selber checkte, dass er es keinesfalls mit Jesus zu tun haben würde, kriegte ich kraft der Liebe zwischen uns ja auch hin und daher wollte David sich ohnehin von diesem Durchgeknallten lebenswegtechnisch trennen, aber halt alles in Frieden und Freundschaft. Das gefiel diesem Roland Z. überhaupt nicht, nämlich seines einzigen Jüngers beraubt zu werden, den er hatte und bevor der ihn verließ... jedenfalls saß er wohl schon an diesem Nachmittag mit seinen Mordgedanken an meinem Tisch, denn zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits das Messer von David sich angeeignet gehabt. Ungefragt ausgeliehen, sagte er zu ihm und dass er es ihm zurück geben würde, aber stattdessen stach er ihm lieber mit einem einzigen Stich in die Hals-Aorta... nun, als Ex-Fremdenlegionär hatte er natürlich dieses Wissen um gezieltes Töten und wendete er bei David ja auch an. Der Pathologe gab später vor Gericht an, dass dieser eine Stich genau so plaziert war, dass selbst ein anwesender Arzt nichts mehr für David hätte tun können und dass David nur noch ein paar Sekunden Lebenszeit nach diesem Stich verblieb und diese letzten Sekunden in seinem Leben widmete David Gott. "Möge Gott meiner Seele gnädig sein" waren nach Auskunft dieses Rolands seine letzten Worte. Danach verließ er die irdische Sphäre, wie er gegenüber der Mordkommission lakonisch kommentierte. Er handelte in einem höheren Auftrag. Selbstverständlich! Hitler glaubte ja auch, von höheren Kräften beschützt zu werden. Nun, auch Satan ist eine sehr hohe Kraft, zumindest was seine Macht angeht, über die er verfügt und auch er schützt natürlich seine Handlanger. Lebend nützen die ihm natürlich viel mehr, als tot. Tot sind sie ihm völlig egal. Können sie im Höllenfeuer schmoren oder sonst wo. Satan ist nicht nachhaltig dankbar. Er gaukelt diese Dankbarkeit nur vor. Die Menschen sind ihm per se völlig egal. Er benutzt sie nur, um sein grausames Wirken hier auf Erden demonstrieren zu können, denn es stärkt ihn, seine Kraft. Er möchte tatsächlich oder strebt tatsächlich die Weltherrschaft über diesem Planeten an und in diesem Fall würden neunzig Prozent des Lebens hier auf Erden nur noch Leid erfahren und lediglich seine willfährigsten Handlanger würde es zu Lebzeiten zumindest gut gehen. Nach ihrem Tod interessiert er sich nicht weiter für sie und dann darf Gott sich mit diesen ruchlosen Geistern rumschlagen. Vater ist nicht nur optisch von makelloser Vollkommenheit, sondern ist es in jeder Weise. Daher auch in seiner Dankbarkeit. Seine Dankbarkeit ist echt und nachhaltig, denn ihm liegt unermesslich viel an unseren möglichst unbeschadeten Seelen. Auch David, sein moderner Franz von Assisi, lag Vater wirklich sehr am Herzen. Er hatte ein goldenes Herz, goldene Hände, handelte völlig in Übereinstimmung mit seinem himmlischen Vater und Gott wusste um die Gefahr für David und warum Roland dieses Messer sich ausgeliehen hatte... er wusste um seine Mordgedanken und David wollte er wirklich retten. An jenem Nachmittag, war ein Freitag, saß auch der gute Roland mit in meiner Stube und wie immer ließ er seine Monologe vom Stapel. Hörte da nur mit halbem Ohr hin, aber was mir nach einer Weile schon auffiel, war, dass jedesmal krachendes Donnern von draußen unmittelbar einsetzte, sobald er schwieg. Zuerst dachte ich ja an ein Sommergewitter, aber dieses krachende Donnern hatte etwas wirklich Beunruhigendes an sich und wieso setzte es wirklich jedesmal krachend dann ein, sobald dieser Roland schwieg? Das ging so.... um die zwei Stunden rum. Das kommt ziemlich gut hin. Zwei Stunden. Einmal, zweimal, von mir aus drei Mal, bitte schön, würd ich ja auch noch als Zufall abtun, aber doch nicht wenigstens fünfzehn Mal oft und exakt immer dann, sobald der was sagte und dann schwieg. Setzte prompt dieses Donnern ein. Das konnte wirklich kein Zufall mehr sein und sogar er selber kriegte das mit, denn am Ende blickte er zornig zur Decke hoch und grollte "ich habe niemanden über mir!". Der verstand sogar besser als ich an jenem Nachmittag, dass Gott direkt zu ihm hin immer was sagte, und weiss Gott nicht freundlich gestimmt ihm gegenüber und deswegen dieses zornige Grollen von dem. Gefiel ihm nämlich gar nicht, daran erinnert zu werden, dass es jemand gab, der über ihm war. Dieser Roland hatte Hierarchien im Kopf und da er durchaus über eine gewisse Führungspersönlichkeit verfügte, was er nun mal nicht ablegen konnte, und bei fortgeschrittener Geisteskrankheit, die nun mal leider nicht behandelt wurde, schwang er sich halt ranggleich mit Gott... als Mensch! Dazu musste doch echt geisteskrank sein. Danach haute er jedenfalls gleich ab und ich ging raus auf den Balkon und sah fragend in den Himmel. "Was wolltest du mir denn sagen?" fragte ich ihn mehrmals, aber bekam nun mal keine Antwort. Ach ja, nachdem der weg war, hörte auch das Donnern auf. Schon merkwürdig, oder? Nachdem ich David auf den Grad der Geisteskrankheit von Roland hinwies, was ja sein Spruch eindeutig belegte, riss mein inzwischen schon halbwegs geerdeter David erschrocken die Augen auf. "Stimmt! Hat er gesagt. Hab ich auch gehört, aber erst jetzt, als du mich darauf hinweist, erkenne ich die Krankheit in seiner Aussage" David sprach gerne immer sehr gewählt. Konnte sich auch gut ausdrücken. "Ich glaube, dass er wirklich Hilfe braucht...." sinnierte er noch lautstark vor sich hin und das ließ mich fast schon pfeifen vor Freude, weil er offenkundig seine Erdenbehaftung zurück gewonnen hatte und natürlich warf ich im Bad, in das ich nach seiner Erkenntnis ging, auch kurz einen Blick in den Spiegel, denn saß ja schließlich bei mir ein Mann, der mir in keinster Weise egal war. Automatisch, wirfste als Frau nen Blick in den Spiegel und dachte echt, nicht richtig zu sehen. Entschuldigung, aber das war doch nicht mein Gesicht. Gut, die Haarfarbe... kam fast hin, aber dieses Rot war... kräftiger, aber auf eine weiche Art kräftiger. Die Haare waren wunderschön gewellt. Ich hab ja glatte Haare, aber diese Haare... wunderschön gewellt. Alles in diesem Gesicht war makellos perfekt. Alles. Der Blick hatte etwas wirklich Madonnenhaftes. Diese Augen sahen mich mit einem unergründlichen tiefen Ernst an. Sprachlos starrte ich eine ganze Weile in dieses Gesicht... wie konnte das denn sein? Ich stand doch vor dem Spiegel, wie konnte denn das bloß möglich sein? Dann hatte ich den Einfall und bewegte meinen Kopf seitlich. Nach rechts, nach links... unglaublich. Sie bewegte synchron sich mit, das gab`s doch gar nicht. Wieder wiederholte ich das Ganze und wieder bewegte sie sich synchron mit mir mit. Keine Einbildung, das war wirklich real. Schnell eilte ich zu David, um es ihm zu erzählen, aber mein erleuchteter David zog es vor, mir lieber nichts dazu zu sagen, sondern wiegte nur bedächtig seinen Kopf. Heute verstehe ich schon, warum er lieber nichts sagte, denn damals war ich in der Tat noch komplett unwissend, was meine tatsächliche Verbindung mit Gott betraf und wehrte es für mich genauso komplett ab. Er hatte das bereits einige Male bei mir erlebt gehabt und wusste daher, dass es besser war, an dieser Stelle zu schweigen, denn wenn er mir zum Beispiel damals gesagt hätte, was er wusste, dessen bin ich mir heute sogar sehr sicher, also dass es Gott war, der mich im Spiegel angesehen hätte, dann hätte ich David nur mitleidig angesehen und so was wie "ich glaube, du brauchst echt auch Hilfe David" zu ihm gesagt und er wusste das. Heute weiß ich, dass David ein Seher war. Kein Vermeintlicher, sondern ein echter, denn David konnte sowohl in die Zukunft, als auch in die Vergangenheit sehen und daher sah er auch seinen Tod voraus, mutmaßte sogar, dass Roland ihm deswegen das Messer entwendet hatte, aber ich war es, die zu ihm sagte "Roland begeht doch keinen Mord! Der ist doch Frischluft-Fanatiker und auch, wenn er sonst nichts weiss, aber dass er lebenslänglich gesiebte Luft kriegt, wenn er einen umbringt, das weiss er schon. Der begeht doch keinen Mord, der doch nicht! Sagte ich zu David und mir vertraute David nun mal. Aber seine Visionen sagten ihm was anderes dazu und daher sagte er mir desöfteren, dass er nicht mehr lange zu leben hätte, aber ich schob das auf seinen noch nicht völlig geerdeten Zustand. Alles, was er sagte, schob ich auf diesen Zustand. Heute weiss ich, dass David der Wahrheit sogar nicht nur nahe war, sondern viel, viel mehr als ich wusste. Er war viel weiter als ich in spiritueller Hinsicht. Er war in einem viel direkteren Kontakt mit Gott als ich, obwohl ich schon auch mit Gott in Kontakt stand. Naja, wenn ich den halt wollte aus irgendeinem Grund. Meistens, wenn er mir aus irgendeiner Scheiss-Situation heraus helfen sollte... sonst... hatte ich mit Gott eigentlich nichts zu tun. Also nicht so wirklich bewusst. Klar, ich wusste schon um dieses Projekt Buch, schrieb ja auch immer wieder dran... aber sonst? Beanspruchte mich mein irdisches Dasein nun mal schon mal ziemlich... für einen ernsthaften Kontakt mit Gott, hatte ich doch gar nicht die Zeit... Hauptsache, er war zur Stelle, wenn ich ihn mal wieder brauchte und anscheinend ist Gott-Vater auch unendlich in seiner Geduld. Mit mir jedenfalls hatte er eine Geduld... darfste ja gar keinem erzählen... aber andrerseits brauchte Gott ja auch durchaus meine rationale, irdische Persönlichkeit. Und die hatte nun mal schon genug mit ihren irdischen Aufgaben zu tun. Genau das hab ich auch mal zu David gesagt, als er mich mit den Worten begrüßte "Angelika, ich darf dir verkünden, dass du die Fürstin dieser Erde bist". Aha, anscheinend hatte er mal wieder eine Vision gehabt. "Na ist ja toll" – ironisch ausgesprochen. "Meinste nicht, dass ich schon genug mit meiner irdischen Rolle zu tun hab? Da brauchst du mir nicht noch zusätzliche Rollen dazudichten. Und wieso müsst`n ihr euch eigentlich immer gleich so hochtrabende Rollen aneignen? Kannste mir das mal sagen?" "Ich dichte dir das nicht an, sondern ich habe dir zu verkünden..." "Ja, ja David. Fürstin, ich weiss! Haste sie noch alle? Weisste, wie ich die Brut gefressen hab? Ey, willst du mich beleidigen, oder was?" "Fürstin ist doch keine Beleidigung. Fürsten stehen sogar über Könige... oh, ich wusste, dass du es nicht verstehen wirst, aber eines Tages wirst du wissen, wozu du jetzt nicht bereit bist..." und dann schwieg er vor sich hin. Ich ließ es dann auch gut sein, denn dass dieser Tag nie kommen würde, war so sicher wie der nächste Sonnenaufgang. Zehn Jahre später habe ich verstanden. Zwar nicht alles, und werde ich auch nie, aber was er mit der Fürstin meinte, habe ich erfahren inzwischen. Und zwar von Vater. Und der ist nicht durchgeknallt, sondern weiss immer, was er tut und warum er etwas tut. Ich bin, von Gott dazu berufen, nicht von Kardinälen, seine kleine Irtin hier auf Erden und Papst Franziskus ist seine irdische Macht. Sagte er wortwörtlich zu mir. Wie Gott mit mir spricht? Wie mit jedem anderen Menschen, zu dem er spricht. Ich bekomme innere Eingebungen, vernehme eine innere Stimme und diese Stimme hat sich schon unzählige Male in unterschiedlichsten Situationen an mich gewandt und nicht auf sie zu hören, hat sich grundsätzlich als Fehler heraus gestellt, vielmehr, sofern ich auf sie hörte, dass es immer, ohne Ausnahme richtig war. Nun dachte ich ja auch, dass diese Stimme wohl mein innerer Führer wär, der offensichtlich über einige herausragende Fähigkeite wie Hellsichtigkeit, Dinge wahrnehmen, die ich nicht wahrnehmen kann, verfügt, und ich lag zwar nicht völlig falsch mit diesem inneren Führer, aber inzwischen weiss ich halt konkret, wer dieser innere Führer ist und es ist halt Gott. Vater. Ist immer bei mir. Wie bei jedem anderen auch, der ihn willkommen heisst und wie das funktioniert, dass er bei jedem sein kann, der seine Begleitung wünscht, ist mir auch ein Rätsel, aber für Gott ist das offensichtlich kein Problem. Keine Ahnung, wie er das macht. Vielleicht erzählt er es mir ja mal, wenn wir mal die Muße für solche Thematiken haben, aber jetzt grad spielt die Welt komplett verrückt, weil viel zu viele wirklich Verrückte, Irre weltweit an den Schalthebeln der Macht sitzen und die huldigen nun mal nur zu gern Gottes Widersacher. Vielleicht gar nicht mal bewusst, aber das macht die Sache ja nicht besser. In Syrien tobt die Hölle. In Nord-Korea, in den Lagern. Überall Ortes, wo Lager existieren. Ungarn. Libyen. Man, hätte es doch bloß diesen arabischen Frühling nie gegeben. Ist doch nirgendwo etwas besser dadurch geworden. Nirgendwo. Klar, die damaligen Diktatoren mussten weg. Schön, als sie es waren. Aber doch nicht, damit lediglich ein anderer Diktator ran kommt. Nirgendwo ist auch nur ein Fitzelchen Demokratie zu erkennen, nirgendwo. Und dieser komplett wahnsinnige Kim de Dings in Nord-Korea dreht total durch. Kommt alles bloß von seiner gottgleichen Behandlung, die er genießt. Wie alle Diktatoren dieser Welt. Menschen erkranken psychisch, ohne es zu wissen und fühlen sich sogar noch wohl dabei, wenn sie gottgleich behandelt werden. Steht nem Menschen nun mal nicht zu. Und ohne Ausnahme, wirklich ohne Ausnahme, kann man an jedem einzelnen von ihnen, ob Gegenwart oder Vergangenheit, erkennen, dass ich absolut recht habe, wenn ich sage, dass sie durch diese gottgleiche Behandlung von anderen Menschen, ihren Untergebenen, psychisch erkranken. Die sehen sich selber nicht mehr als Menschen, das ist das Problem. Und halten sich dadurch für unangreifbar oder unbesiegbar, auch über eigene Landesgrenzen hinaus. Weil sie jegliches gesunde Maß für sich verloren haben. Deswegen. Dieser Kim de Dings hält sich für einen nordkoreanischen Gott. Punkt. Nur Irre, siehe Roland Z., können auf die Idee kommen, Gott oder Gottgleich zu sein. Nur ein wahnsinniger Mensch kann auf solche zum Himmel schreiende Gedanken kommen. Und in den Wahnsinn treibt sie nun mal diese gottgleiche Behandlung, die sie genießen. Sie können töten, foltern, tun und lassen, was ihnen beliebt und werden für nichts, aber auch für wirklich gar nichts mehr nicht mal mehr ansatzweise kritisiert. Wagt sich doch keiner mehr bei Diktatoren. Bist ja gleich nen Kopf kürzer... wagt sich doch keiner mehr. Aber das ist halt nicht gesund für einen Menschen, wenn ihm solch eine Machtfülle verliehen wird oder angeeignet wurde. Die menschliche Psyche packt bei einer gewissen Persönlichkeitsstruktur, wie sie Diktatoren nun mal eigen ist, solch eine uneingeschränkte Machtfülle nun mal nicht. Das kann nur Gott alleine packen, aber doch kein Mensch. Auch wenn die sich insgeheim für Gottheiten aus Fleisch und Blut halten in ihrem Wahn, denn dieser Basher all Asad oder wie dieser Höllenfürst heisst, soll mir doch bitte nicht ernsthaft erzählen wollen, dass er keine Kenntnis darüber hat, dass in seinen Folterkellern die Opfer dazu gezwungen werden, zu sagen, dass dieser Höllenfürst ihr einzigster Gott sei. Höllenfürst sagen seine Folterer natürlich nicht, sondern die nennen schon seinen offiziellen Titel. Selbstverständlich hat er Kenntnis darüber. Wie über alles andere. Auch der hält sich für unangreifbar, zumindest solange die Russen schützend sich vor ihn stellen. Putin mischt ja gerne bei jeder Schweinerei mit. Gut, der hält sich zwar jetzt nicht für einen Gott, dazu ist er ganz einfach zu intellegent, sondern ist sich dessen schon bewusst, dass er auch sterblich ist, aber die Menschenrechte, ganz allgemein, gehen dem ja nun mal auch total vorbei. Diesem Duz-Freund unseres Ex-Kanzlers, der diesen Autokraten einen lupenreinen Demokraten nannte. Lupenrein! Waren wohl die Diamanten, die hinter verschlossenen Türen kurz mal den Besitzer wechselten..... ekelhaft! EKELHAFT. Ziemlich autokratisch trat übrigens auch unser Ex-Bundeskanzler während seiner gesamten Regentschaft auf, denn der ließ ja wirklich nur noch seine eigene Meinung gelten und jeder, der davon abwich, war ein Verräter. Verräter!" Diese Töne kannte ich bis dato nur aus Reportagen aus dem dritten Reich. Und die SPD-Mitglieder? Applaudierten auch noch zu seinem autokratischen Führungsstil. Bleibt mir mit dieser rückgratslosen Partei bloß vom Hals! Sogar in der CDU, würde ich drauf wetten, hätte sich mehr Widerstand gebildet, wenn ein Leader von ihnen solche Töne angeschlagen hätte. Die hätten sich das nicht gefallen lassen. Aber unsere Arbeiter-Partei. Die Nahles weiss doch echt bloß noch, wie sich Arbeiter schreibt. Darüber hinaus lebt die in einer Welt, die mit Arbeitern nicht das allergeringste zu tun hat. Die liegen ihr auch nicht am Herzen. Der SPD-Führung liegt in allererster Linie mal die eigene Karriere am Herzen und das ist das Problem. Diese Kapitalisten-Kinder, auch wenn sie in die SPD gegangen sind, interessiert nun mal generell und zuvordererst immer das eigene Dasein, die eigene Karriere. Ist doch alles nur Mittel zum Zweck, und zwar, um mal über ein gut gehäuftes Konto verfügen zu können. Engagement, echtes Engagement suchste dort vergebens. Die haben zu Hartz IV, dieser menschenfeindlichen Politik auch noch applaudiert. Und warum? Weil es nun mal nicht die eigenen Kreise betraf, sondern die sogenannte Unterschicht in diesem Land und mit denen hat ja nun mal keine politische Führung lebensnah zu tun. Ein nachweislich Krimineller namens Peter Hartz, daher diese Namensgebung für diese sogenannte Reform, hat diesen Grundgesetzbruch amtlich abgesegnet durch Rot-Grün begangen und dafür ein Millionen-Honorar eingestrichen. Normalerweise landet man für Gesetzesbruch vor dem Richtet und nicht in der Karibik, aber wenn du natürlich auch noch im Auftrag der amtierenden Regierung diesen Gesetzesbruch begehst... tja, dann kannste dich halt über ein Millionen-Honorar freuen. Gesetzesbruch? Sind ja ganz neue Töne, wenn es um Hartz IV geht, weiss ich, aber wer nachlesen will, kann ja gerne nachlesen, dass unsere Grundgesetz-Väter, extra sogar noch hervorhoben, dass niemals wieder in diesem Land ein Bürger dieses Landes vom kulturellen Leben ausgeschlossen werden durfte, aber diese Hartz IV-Reform, wie sie offiziell genannt wird, und auch das kann man ja nachrechnen, schließt ja schon mal die Betroffenen dieser Reform und sind ja schon ein paar Millionen Menschen landesweit, vom Besuch eines Freibades aus. Geschweige denn Kino oder gar in einem Restaurant Essen gehen. Kleine Annehmlichkeiten, die einem das Dasein ein bisschen versüßen... wird uns doch gar nicht mehr zugestanden. Haben wir, einer wie der andere, doch gar nicht verdient. Na Hauptsache, Peter Hartz hat sein Millionen-Honorar verdient! Nicht wahr? Nicht wahr! Der kann von Glück reden, dass ich keine Anwältin bin. Den hätte ich persönlich vor den Richter beordert und das auch wieder mit ausdrücklicher Billigung unserer Grundgesetzväter, die sogar zum Widerstand aufgefordert haben, sollte irgend jemand, egal welchen Ranges, jemals es wagen, dieses Grundgesetz, so wie es formuliert wurde, anzutasten. Die wussten schon, warum. Die wussten es. Aber heute? Ach, die Harz Vierler können mangels Kohle nicht in`s Schwimmbad? Sind sie doch selber schuld! Und das sagen dann die mit sogar einem eigenen Swimming-Pool. Habt ihr gar kein Schamgefühl mehr in euch? Hier hat sich eine Mitleidslosigkeit in dieser Gesellschaft gegenüber der Unterschicht regelrecht fest etabliert, die wirklich inzwischen ihresgleichen sucht. Diese Kaltherzigkeit und Kaltschnäuzigkeit, mit der diese 3-Klasse-Teilgesellschaft behandelt wird.... erinnert mich durchaus ein Stück weit an gewisse Anfänge im dritten Reich und das ist keinesfalls eine Übertreibung. Leider. Falls jetzt einer denkt, dass ich wegen mir rumjaulen würde, dann irrt ihr und zwar auf der ganzen Linie. Dreißig Jahre Spielsucht haben aus mir einen Lebenskünstler vom Feinsten gemacht. Ich komm auch mit wenig Kohle klar, solange ich keine Spielhalle aufsuche. Aber ich bin auch schon über Fünfzig und brauch kein Smart-Phone oder sonst was. Bin eh von meinem Naturell her ein eher bescheidener Mensch. Geht doch nichts über ein schönes, altes Nokia. Die sind wenigstens nicht so kompliziert. Mich machen halt auch schon kleine, schöne Dinge glücklich. Wie mein Bäumchen vor dem Balkon. Ihm zuzusehen, macht mich glücklich. In solch einer Oase zu leben... leben zu dürfen und wer erlaubt mir das? Dieser Staat? Ja, der auch. Ist ja nun mal auch ne Tatsache. Wäre es allerdings nach Rot-Grün gegangen, hätte ich doch glatt von meiner Grundsicherung, berechnet bis auf den letzten Cent und demnach bleibt nicht mal ein Groschen übrig zum Sparen, trotz alledem dreiundsechzig Euro von dieser Grundsicherung zu der Miete beisteuern dürfen, bekam ich bereits schriftlich und ich konnte wirklich nur von persönlichem Glück reden, dass die nachfolgende Regierung eine Mietpreisangleichung vornahm und ich daher von diesem Eigenanteil verschont geblieben bin. Verdanke ich der CDU! Das muss man sich doch bitte mal vorstellen! Die SPD, vielmehr Rot-Grün? Ach, die kann eh schon nicht mal mehr in`s Freibad? Will in ihrer Wohnung bleiben? Dann soll sie mal bitte fünfundzwanzig Prozent ihres verbleibenden Lebensunterhaltes zur Miete beisteuern! Und das soll nicht menschenfeindliche Politik sein? Naja, aber wer einen nachweisbar Unschuldigen in einem Folter-Arreal verrotten lässt, kennt natürlich auch keine Skrupel, Menschen, die eh schon nur über das Allernötigste nur noch verfügen, ihnen auch davon noch was abzuheimsen. Kann ja schließlich ausziehen und in nen billigeren Wohnraum ziehen.... sehr witzig. Sehr witzig! Und äußerst realitätsnah! Ich trief mal wieder vor Ironie. Erst sorgen sie durch den Ausverkauf der staatlichen Wohnungsgesellschaften dafür, dass es überhaupt keinen billigen Wohnraum mehr gibt und dann fordern sie aber, dass man sich billigeren Wohnraum suchen soll. Absurd, oder? Gibt`s dann natürlich nur an einem Randbezirk von Berlin, und im Endeffekt des ganzen Prozesses nennt man das exakt Getthoisierung. Nichts anderes. Rot-Grün. Was soll ich sagen? Weil ihnen ja die Lebensverhältnisse der kleinen Leute ach so am Herzen liegen. Jetzt ja auch wieder. Könnte nur noch kotzen angesichts dieser zum Himmel schreienden Heuchelei. Ach, ich könnte über so vieles kotzen in diesem Land. Unser ehemaliger Bundespräsident! Junge, hat der unserem internationalen Ansehen geschadet. Sogar ich hab mich fremdgeschämt wegen dem. Und was ist passiert? Anderthalb Jahre war er grad mal im Amt und kriegt jetzt lebenslänglich jeden Monat zehntausend Euro für... nichts. Weil er halt mal Bundespräsident war. Kriegt er zehntausend hinterher geschmissen und nen Dienstwagen und ne Sekretärin steht ihm auch noch zu, wenn ich richtig informiert bin. Darf alles der Steuerzahler zahlen. Weil der grad mal etwas über fünfhundert Tage im Amt war. Gut, hat zwar der Bundesrepublik eher geschadet, als genützt.... aber verdient ist nun mal verdient, nicht wahr? Nicht wahr! Nu kriegt der also zehntausend Euro jeden Monat für wirklich nichts und das lebenslänglich, hat also zwanzig Mal soviel mehr Geld wie ich im Monat zur Verfügung, könnte auch sagen zweihundert Prozent mehr als ich zum Leben und wenn der sich trotz allem was dazu verdienen will... ist das natürlich o.k. Der hat ja bloß zehntausend im Monat, aber wenn ich mit meinen fünfhundert Euro auch nur zweihundert Euro mir im Monat dazu verdiene, kassiert das Job-Center gleich mal die Hälfte davon ein. Und ich hab nicht dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland geschadet. Hier wird es bestimmten Leuten, die aus einer gewissen Gesellschaftsschicht stammen, schlicht privilegierte Daseinsbedingungen zugestanden, während sie anderen komplett wegen ihrer offensichtlich falschen Herkunftsschicht schlicht aberkannt werden. Die können ruhig lebenslänglich vor sich hin darben. Hauptsache, ihnen, ihrer Schicht geht es wunderbar in diesem Land und das Elend in diesem Land soll ihnen bitte sehr nicht unter die Augen. Dann existiert es auch nicht und wird nicht thematisiert. Einmal im Jahr, im Armutsbericht, gut, da findet dieses Elend dann zwar doch mal Beachtung, aber zum Glück ja nur sekundär. Zwei Tage später kann man gleich wieder über andere Themen reden, in der Öffentlichkeit, die möglichst nicht das eigene Land betreffen sollen. Wir leben doch alle in einem Paradies. Gemessen an Syrien, stimmt es tragischerweise, aber nicht gemessen zum Beispiel an Schweden oder anderen noch sozial geführten Ländern. Norwegen, Holland, Skandinavien, sogar in der Schweiz geht es für die Unterschicht noch menschlicher zu, als hier, in unserem Land, das weltweit zu einem der reichsten Länder dieser Erde gehört. Und das ist der Skandal! Von dem Wohlstand dieses Landes wird die Unterschicht hier komplett ausgeschlossen. Komplett. Aber der Oberschicht gegenüber sind sie dafür umso großzügiger. Also auch sich selber gegenüber. Wie war das? Gewisse EU-Abgeordnete, Monatsgehalt ohnehin bereits im fünfstelligen Bereich, bekommen zusätzlich noch über viertausend Euro jeden Monat für ein privates Dienstbüro, das noch nie kontrolliert wurde und wenn die Betreffenden darauf hin angesprochen werden, erklären sie lakonisch, dass sie diese Miete an sich selber überweisen würden. Wie bitte? Was hat denn das mit irgendeiner Rechnung zahlen zu tun, die ich an mich selber zahle? Das Geld landet doch daher folglich so oder so wieder in meinem Portmonee und das versteht man nicht unter einer Rechnung zu bezahlen. Ich jedenfalls kenn das so, dass ich die Kohle dann los bin und nicht ein Cent davon landet wieder in meinem Portmonee, aber diese Abgeordnete stellen sich wirklich rotzfrech hin und tönen ohne jedes Schamgefühl in die Kamera "zahl ich an mich selber". Nicht vierhundert Euro jeden Monat. Über viertausend Euro. Zu ihrem ohnehin üppigen Abgeordneten-Gehalt dazu. Das ist alles o.k. Nimmt halt die wohlhabende Gesellschaftsschicht in Anspruch. Dann ist das o.k. Aber wehe ich als Grundbezieherin will ein paar Euro mehr im Monat haben.... Hundert Euro plus zwanzig Prozent darf ich behalten. Alles darüber kassiert das Amt sofort zurück. Das ist Gerechtigkeit? Niemals. Niemals ist das Gerechtigkeit. Der eine begeht nen Grundgesetzbruch und kriegt dafür Millionen, der andere schadet dem Ansehen unseres Landes, und kriegt lebenslänglich zehntausend Euro dafür hinterher geschmissen, der nächste... ach kommt! Hier geht es nur noch zutiefst ungerecht zu. Zutiefst! Der Hartz-IV-Empfänger, der sich womöglich schwarz zwei, dreihundert Euro in nem Kneipenjob oder sonst wo am Amt vorbei dazu verdient, wird als Krimineller angesehen, obwohl der nun wirklich nur vielleicht einfach auch seinen Kindern mal was schenken will, aber der Abgeordnete, der über viertausend Euro für ein Dienstbüro kriegt, das er gar nicht hat... und tönt, dass er dieses Geld an sich selber überweist... der ist? Jedenfalls kein Krimineller, nein, sondern der ist ein hoch angesehener Bürger dieses Landes. Klar, hat ja auch Geld. Und wenn du Geld hast, bist du hoch angesehen, egal, was für eine Art von Mensch du darüber hinaus noch bist. Das soll gerecht sein? Das soll ich stillschweigend hinnehmen? Nö! Dafür hat Vater mir nicht meinen gesegneten Verstand mitgegeben. Mit dem hätte ich es locker zu ner Juristin schaffen können... tja, wenn es wirklich nur danach gehen würde. Aber geht es nicht. Stammst du aus ner Akademiker-Familie hast du sechzig Prozent mehr Chancen, ebenfalls Akademiker werden zu können, während es in der Unterschicht lediglich sechs Prozent sind, die ein Abitur hinlegen. Warum wohl? Sind Akademiker-Kinder womöglich genetisch schon mal intelligenter, als Arbeiter-Kinder? Nun, auch Intelligenz vererbt sich ja durchaus, also muss diese Frage erlaubt sein, ohne dass man deswegen gleich klassisch rassistisch angesehen wird. Es könnte doch sein, dass sich diese Akademiker-Intelligenz nun mal an die Kinder vererbt, oder? Gewisse Fähigkeiten werden ja auch mitunter vererbt, warum nicht auch Intelligenz? Selbstverständlich vererbt sich Intelligenz, aber das ist nicht das Entscheidende in dieser Frage, sondern wenn man mal bereit ist, genauer hinzuschauen, wird man feststellen können, dass es nun mal intelligenzförderndere Lebensbedingungen gibt und sagen wir mal, eher -hemmende Lebensbedingungen. Kinder, und zwar alle, sofern geistig gesund, kommen mehr oder weniger alle gleich intelligent zur Welt, denn auch in der Unterschicht werden Hirnzellen vererbt. Nur mitunter nicht eingesetzt wegen erdrückenden Lebensbedingungen und da ich grundsätzlich nur über Dinge schreibe, die ich erlebt habe, möchte ich an dieser Stelle euch erzählen, dass ich hier Anfang der Neunziger zwei Jungs bei mir aufnahm, dreizehn und zwölf Jahre alt, von denen der eine Junge, der Jüngere, eine Sonderschul-Emfehlung in der Tasche hatte. Bei mir ging er auf eine Gesamtschule und schloss mit mittlerer Reife ab. Lag nicht an mir, denn ich hab nicht mit ihm gepaukt, auch kein anderer Nachhilfe-Lehrer, sondern es lag rein an den veränderten Lebensbedingungen für Rene. Hier hatte er Ruhe, wurde respektiert, geachtet und vor allem hatte er endlich den Kopf frei für die Lehrer da vorne im Klassenraum. Vorher konnte er sich doch gar nicht in der Schule wirklich konzentrieren, weil viel zu vieles einfach in seinem Leben nicht stimmte. Ängste bestimmten sein Dasein, Unverständnis erfuhr er in seinem sogenannten Zuhause und wenn du solche Bedingungen hast... kannst du dich nicht frei auf den Unterricht einlassen können und überhaupt – wen interessiert denn die Wurzelziehung, wenn dich ganz andere Probleme plagen. Womöglich handfeste.... gewalttätige Eltern, oder Vater hast. Nein, nein, nein, das kennt wirklich jeder Erwachsene, dass er sich nun mal nur gut konzentrieren kann, wenn er den Kopf dafür frei hat, aber wenn du von oben bis unten nun mal belastet bist durch deine Lebensbedingungen, dann hast du nun mal nicht den Kopf frei. Dann kannst du dich nicht auf anscheinend unwesentliche Sachen wie Wurzelziehung konzentrieren. Dein Leben, wie du leben musst, wie du aufwächst, womöglich hast du nicht mal ein eigenes Zimmer, dieser ständige Existenzdruck zu Hause, ständig unerfüllte materielle Bedürfnisse, die ja durchaus auch geweckt werden durch die Medien, so ist es ja nicht, das alles führt nun mal dazu, dass Kinder aus der Unterschicht schon mal hinsichtlich ihrer Konzentrationsfähigkeit in der Schule schwerst benachteiligt sind. Kinder aus der Oberschicht? Muss ich beschreiben, wie die aufwachsen? Gönn ich ihnen ja. Bloß keine Missverständnisse. Sollten halt nur alle Kinder annähernd so aufwachsen. Haben auf jeden Fall schon mal ein eigenes Zimmer. Materielle Bedürfnisse werden in der Regel auch hinreichend bedient. Urlaub? Wenigstens zwei Mal im Jahr. Tja, da kann man natürlich schon die Batterie wieder aufladen, aber Unterschichtskinder? Wo laden die denn ihre Batterie auf? Urlaub ist jedenfalls nicht drin. Wie denn? Das Meer kennen die nur aus dem Fernsehen. Gut, muss ja auch nicht sein. Ein schöner Waldspaziergang ist ja auch schon was wert. Kann man als Kind auch seine Batterie ein bisschen aufladen, aber Familien-Ausflüge in der Unterschicht sind ja durch den vorherrschenden Frust in der Familie eher nicht so üblich... und zusammen mal was trinken gehen vielleicht im Anschluss an den Waldspaziergang ist ja für ne vierköpfige Familie aus der Unterschicht auch wieder nicht drin finanziell. Schön, kannste dir ja was zum Trinken abfüllen, warum nicht? Aber Kinder... wollen doch auch mal vor einem Eisbecher sitzen, der ihnen gebracht wurde... oder einen Kakao trinken, der ihnen in einem Cafe serviert wurde. Ist aber nun mal alles für die Unterschicht, die offizielle Unterschicht dieses Landes unerschwinglich geworden. Kann man doch nachrechnen. Nicht mal mehr ein Kakao in einem Cafe ist mehr drin. Uns muss man wirklich keinen gelben Stern anheften. Und auch nirgendwo ein Schild aufhängen, um uns auszuschließen aus egal wo, denn alles, was nur ein bisschen was kostet, ist für die offizielle Unterschicht dieses Landes versperrt. Kann man doch nachrechnen. Und diese unmenschliche Politik wird bis heute hochgelobt. Auch von der CDU. Na, dass die nichts rückgängig machen würde, war ja sonnenklar, aber hab ich von der CDU auch gar nicht erwartet. Aber weil ich nun mal ein fairer Mensch bin, muss ich halt auch erwähnen, dass ich der CDU die Mietpreisangleichung verdanke. Immerhin. Und die Monatsmarke für uns ist auch vor drei Monaten nen ganzen Zehner billiger geworden. Hat mich gefreut. Da blitzte mal ein klein wenig Menschlichkeit durch. Nicht dieses übliche Bla-Bla, sondern de facto ganze zehn Euro, auch noch so unverhofft, mehr in der Geldbörse. Hat mich echt gefreut. Nicht wegen dem Zehner, darum ging`s mir nicht, sondern die Menschlichkeit, die da mal durchschimmerte, die hat mich gefreut.
Haben wir doch bestimmt der Linken zu verdanken, oder etwa nicht? Jedenfalls hat die jetzige Regierung mitgespielt und zeigt mir halt, dass nicht alle dort in der CDU kaltherzige, eigenherzige Menschen sind. Unsre Stief-Mäm ist für ne CDU-Vorsitzende auch gar nicht mal so verkehrt. Klar ist sie keine Heilige, brauchen wir gar nicht drüber reden und natürlich ist sie schwer mit dieser Wirtschaft verbandelt. Schadet? Niemand! Genau, niemand in diesem Land.... abgesehen von ihrer Zuneigung für die Automobil-Industrie und diesen fragwürdigen Zugeständnissen laufend an die, aber da geht`s halt um Arbeitsplatz-Sicherungen. Stief-Mädäm macht ihre Sache ganz gut. Hat sie übrigens schon damals bei ihrem ersten Fernseh-Auftritt nach der gewonnenen Wahl, als der Verlierer der Wahl offensichtlich ziemlich realitätsfern, um mich vorsichtig auszudrücken, ständig wiederholte, dass sie, die SPD die Wahl gewonnen hätten und angesichts dieser unverständlichen Merkwürdigkeit, um mich wiederholt vorsichtig auszudrücken, fiel mir doch diese sehr gefasste Haltung von ihr auf. Wie sie mit dieser wirklich konfusen Situation umging.... da zeigte sie bereits so eine gewisse menschliche Größe, Reife... weil sie nicht mal mit der Wimper zuckte, aber insgeheim hat sie bestimmt gedacht, dass sie ja wohl in nem falschen Film gelandet war... und dass sie besser ein bisschen aufpasst, um nicht eines Tages genauso... hm, realitätsfern zu werden. Wetten? Die gilt. Fragt sie mal! Um was wetten wir? Um fünf Euro, o.k.? Abgemacht. Das Geld überweist ihr auf das Naturkonto. Noch existiert es zwar nicht, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Dieses Konto ist Vaters persönliches Konto hier auf Erden, denn das Elend weltweit, unter Menschen und auch seinen tierischen Geschöpfen muss abgebaut werden. Es ist zu gigantisch geworden dieses Leid hier auf Erden, insgesamt besehen. Die Hälfte seiner Geschöpfe flehen ihn um Hilfe an und so kann das einfach nicht mehr weiter gehen. Die Kontonummer für sein Konto hat er mir auch schon eingegeben und die lautet: 497777777. Welche Bank eröffnet für Gott dieses Konto? Ihr wisst, Vater kann immer nur durch die Menschen hier auf Erden handeln und mit Geld kann unendlich viel Gutes getan werden. Und zwar nur direkt bei den Betroffenen. Auch den tierisch betroffenen Geschöpfen. Klingt verrückt, oder? Gott hat ein Konto hier auf Erden... klingt sogar komplett verrückt, aber ist leider inzwischen nötiger wie nötig und Gott ist nun mal auch ein Realist. Er weiss nur zu gut, was hier auf Erden los ist und dass die meisten Probleme nun mal durchaus mit finanziellen Mitteln behoben werden können. Alles hat seine Zeit und die Zeit ist jetzt halt gekommen, dass ein Konto für ihn eröffnet werden soll. Welche Bank das macht, ist Vater egal. Die Kontonummer allerdings nicht, denn sonst hätte er sie mir ja nicht eingegeben. 49 und sieben mal die sieben. Diesem Konto als Mensch vorstehen, unterschriftsberechtigt über dieses Konto muss jemand sein, der einen absolut zweifelsfreien Leumund genießt. Andreas Kieling zum Beispiel. Wenn er das machen würde, oder auch Hannes Jaenicke, aber dürfte auch jemand aus der Politik sein. Der Leumund ist entscheidend. Gregor Gysi oder auch Oskar Lafontaine dürften es auch sein. Zum Beispiel. Oder auch andere. Naturfreundlich und daher menschenfreundlich soll, vielmehr muss halt derjenige schon sein und ein hübsches Honorar ist ja durchaus drin für die Tätigkeit, sofern auf dem Konto genug eingegangen ist, aber da habe ich eigentlich keine Sorgen. Es muss nur ernst genommen werden und da sehe ich das Problem. Schon mal zum einen, muss man mir ja dazu glauben, dass es tatsächlich Gottes eigener Wunsch ist, dieses Konto hier auf Erden zu eröffnen und wenn er es nicht zu mir gesagt hätte.... aber das gilt ja für fast alles, was ich ja selber erlebte... würde ich es auch nicht glauben.... können. Nützt also wenig, wenn ich an dieser Stelle beteuere, dass er selber mir diese Idee mit dem Natur-Konto eingab und wie ich es euch glaubwürdig vermitteln kann.... ist mir ein Rätsel. Wie soll man denn etwas vermitteln, dass du doch gar nicht vermitteln kannst, zumindest nicht beweisen? Wie denn? Soll ich Vater um ein Sommergewitter an einem bestimmten Tag bitten? Als Unterstreichung seines eigenen Wunsches? Kann ich machen, aber ob er da mitspielt... mitspielen würde, weiß ich natürlich nicht. Vater wird Zeichen senden, aber dieses? Und wird es als Zeichen von ihm verstanden werden? Oder dann als... ungewöhnliche Wettererscheinung wahrgenommen werden? Welche Zeichen müsste Gott eigentlich senden, damit Menschen, besonders hochzivilisierte Menschen wie unsereins bereit wären, anzuerkennen, dass dieses Zeichen tatsächlich von Gott gesandt wurde. Was könnte das für ein Zeichen sein? Seine Initialen in die Himmelsdecke schreiben? Wird er nicht tun. Hat er nie, bisher zumindest und ich gehe davon aus, dass sich daran auch nichts ändern wird. Vater sendet an die Menschheit gerichtet unaufhörlich Zeichen und dies geschieht immer über die Natur, aber die Menschen verstehen diese Zeichen einfach nicht mehr. Welches Zeichen würde anerkannt werden? Ich weiss jetzt natürlich nicht, was meiner werten Leserschaft bei dieser Frage vielleicht einfällt, aber Vater weiss es natürlich schon. Und genau um das Zeichen, das von der Mehrheit dann übereinstimmend gewünscht werden würde, bitte ich ihn. Hier, jetzt, schwarz auf weiss und Vater schlägt mir höchst ungern meine Bitten ab. Das erwähne ich ohne jede Spur von Arroganz, sondern weil ich es doch schon mein ganzes Leben lang erlebe, also seitdem ich bewusst denken kann. Was immer ich mir wünschte, erfüllte er mir, außer zwei Dinge in meinem Leben und dafür hat er seine Gründe. Was immer ich visualisierte, verwirklichte sich. Nur nicht der Sechser im Lotto und das Gespräch mit Rohland wurde mir verweigert. Alles andere.... hat er verwirklicht. Mir gewährt. Könnte ich auch sagen. Dinge sind ja nicht nur verdient, auch Lebensumstände, sondern werden nun mal auch gewährt und zwar von ihm und das haben die meisten Menschen jedoch vergessen. Ich nicht. Ich doch nicht, aber leider die meisten Menschen. Vater ist eine sehr, sehr dankbare Existenz und er lässt jeden Menschen seinen Dank spüren, der ihn seiner Meinung nach verdient und diesen Dank spürt jeder Mensch in seinem Lebensgefühl. Auch ich, denn auch wenn ich nicht in einer Villa lebe und keinen eigenen Garten habe, lebe ich hier trotzdem in einem "Little Paradies", in einer Natur-Oase und das inmitten von Kreuzberg, lebe genau in der Wohnung, die ich seit Auszug mit siebzehn Jahren visualisiert hatte, aber zog erst im Alter von vierundzwanzig Jahren hier ein. Vater erfüllt nicht gleich und sofort jeden Wunsch, sondern das meiste dauert schon seine Zeit... und wenn ich etwas brauche... verrückt, ich weiss... aber dann werde ich wirklich zu den Dingen hingeführt und bekomme sie umsonst. Als ich für das Zimmer meines Sohnes einen großen Teppich brauchte, aber mir nun mal ständig chronisch das Geld dafür fehlte, fand ich einen zusammen gerollten Teppich direkt neben der Mülltonne liegen. Nanu, die Unterseite sah jedenfalls schon mal sehr gut aus und daher klappte ich den Teppich am oberen Rand um, um zu sehen, wie seine Laufoberfläche beschaffen war. Als erstes öffnete erst mal ein kleiner weißer Schmetterling, der dort, genau an der Stelle, die ich umgeklappt hatte, eingeklemmt gewesen war, seine Flügel, bewegte sie ein paar Mal und flog dann an meiner Nase vorbei. Schon mal wegen dem kleinen Wesen war ich froh, dass ich den Teppich bemerkt hatte. Wouh! Die Stelle zumindest war schon mal tadellos und offensichtlich war das auch noch ein hochwertiger Teppich, den ich mir nie im Leben hätte leisten können. Als ich den Teppich dann in seinem Zimmer ausrollte, war ich baff wegen seines nicht nur tadellosen Zustandes, sondern auch wegen seiner hochwertigen Qualität. Ein Minibrandloch, kaum zu erkennen mit bloßen Augen wies er an einem Rand auf und deswegen war er wohl entsorgt worden. Auf dem Teppich sind Zeichen zu sehen, die aus Kronen, Schmetterlingen und weiteren undefinierbaren Zeichen bestehen und ich hatte das ganz starke Gefühl, als ich diesen Teppich besah... dass ich nicht nur gezielt zu diesem Teppich geführt wurde und auch die Zeichen kein Zufall sind. Schmetterlinge machen eine Metamorphose durch... verwandeln sich von einer hässlichen Raupe in wunderschöne Geschöpfe.... es will mir was sagen, aber ich hab`s noch nicht vollständig verstanden. Auch die Kronen... damals dachte ich, dass mich der verstorbene Vater von meinem Sohn mich zu diesem Teppich geführt hätte, und die Kronen deswegen, weil er halt für seinen Kronprinzen bestimmt war. Heute weiss ich ja, dass es immer Gott war, der mich begleitet, führt und es daher auch Vater war, der mir diesen Teppich quasi übergab. An einem Geburtstag meiner Tochter vor ein paar Jahren, fehlte mir wegen der Gäste noch ein Beistell-Tischchen und das beschäftigte mich wirklich den ganzen Tag lang, dieser fehlende Beistell-Tisch. Abends, ein Tag vor ihrer Geburtstagsfete, fiel er mir regelrecht in die Hände, als ich ne Runde mit Leika drehte und der gefiel Angie so gut, dass sie ihn sogar zu sich mit nahm. Dort steht er heute noch. Natürlich haben Menschen den dort zum Mitnehmen hingestellt, aber wie ich schon sagte, kann Vater nun mal auf Erden immer nur durch die Menschen handeln und insofern bedanke ich mich grundsätzlich sowohl beim menschlichen Spender, als auch bei Gott für all diese wunderbaren spirituellen Geschenke, die er mir zukommen lässt. Als ich Inshalla schrieb, das Vorbuch, fünfhundert Seiten lang, aber halt leider nicht perfekt genug für Vater, zeigte er mir seine Dankbarkeit, indem er mir wirklich hochklassige Geräte zukommen ließ, die ich mir ebenfalls nie hätte leisten können, aber ich brauchte sie nun mal dringendst. Naja gut, nicht diese Marken unbedingt, aber halt die Geräte. Ich brauch weder Markenklamotten, noch Marken-Geräte. Zu einem anderen Zeitpunkt, später, erblickte ich hier in der Nähe eine Kiste mit Inhalt, die ich sofort in Augenschein nahm. War alles zum Mitnehmen dahin gestellt worden. An dem Tag wollte oder musste ich mir einen Haarreif kaufen und als erstes entdeckte ich in dieser Kiste einen wie für mich geschaffenen Haarreif, von der Farbe her. Passte wunderbar zu meinem Haar. Alles in dieser Kiste, fast alles passte wunderbar zu mir. Das war es ja. Oh, diesen VW im Zebralook hatte ich ja noch gar nicht... schwarz-weiß... versteht ihr? Ich verstand sofort. Magnetbilder für den Kühlschrank, die ich ebenfalls sammle, wie die VW`s. Hab ich einige, einige... die sind ja nicht ganz billig, aber nun mal schön. Zurück zu Hause, sagte ich lachend zu Dirk, meinem inzwischen Ex "schau dir das mal an! Alles grad gefunden, in einer Kiste... wie für mich dahin gestellt, wie für mich... das gibt`s doch gar nicht... wollte mir doch heute nen Haarreif holen... kuck dir den mal an! Wie für meine Haare.... hey, der VW! Den hab ich noch nicht und das schwarz weiß bezieht sich auf das Buch, kannste dir aber sicher sein. Vater sagt auf diese Weise danke zu mir, kannste dir aber sicher sein!" Und Dirk, der ja nun wirklich schon genug merkwürdige Sachen bei mir mitgekriegt hat, hatte keinerlei Zweifel, dass es sich tatsächlich so verhielt. Nem anderen hätte er das natürlich nicht geglaubt, aber bei mir erlebte er so was ja nicht das erste Mal und diese Sachen entsprachen nun mal genau meinen Sammlungen. Da ich bereits in Inshalla oft von meinem "Little Paradies" sprach, wunderte es mich nicht die Spur, als ich in dieser Kiste auch ein Buch mit dem Titel "Camp Paradies" entdeckte und dachte so bei mir "stimmt! Eigentlich ist es eher ein Camp Paradies... realistisch betrachtet" und Vater ist nun mal Realist. Auch das kann ich nicht beweisen, dass bei all den Funden wirklich Gott seine Hand mit ihm Spiel hatte, aber ich kann das nun mal ganz klar fühlen. Und der Inhalt dieser Kiste war nun mal ein herzliches Danke meines, unseres aller Vaters, an mich. . Der Inhalt war nun mal total auf mich zugeschnitten... das konnte wirklich kein Zufall mehr gewesen sein und schon gar nicht ein unbedeutender Zufall, aber Hauptsache, ich verstehe ihn immer besser, und ob mir andere Menschen glauben oder nicht... ist nicht wirklich wichtig für mich. Für Gott vielleicht schon, aber nicht für mich persönlich. Ich kann damit leben, wenn mir niemand glaubt... Hauptsache, ich sehe die Dinge richtig. Und handle vor allem richtig. Und da bekomme ich nun mal meine unübersehbaren Zeichen von Gott, wenn er mit mir zufrieden ist und er ist schon mal sehr glücklich darüber, dass ich nicht mehr in die verfluchte Spielhalle gehe, denn seitdem kann ich ihn viel klarer vernehmen. Und meine Aufgaben wahrnehmen, die er für mich bereit hält. Wie meine, lachend nannte ich es, Senioren-Aufgabe, nämlich bestohlenen Mitmenschen wenigstens und zwar auf schnellstem Wege ihre Papiere wieder zukommen zu lassen, die achtlos von diesen Diebesbanden in meinen Park geworfen wurden. Oft auch Taschen mit nicht nur Ausweispapieren, sondern auch Schlüssel dazu, denn offensichtlich interessierten diese Diebesbanden sich hauptsächlich für das Bare und Handy und alles andere warfen sie zu gern ausgerechnet in meinen Park. Ich hab wenigstens zwanzig Mal Leuten ihre Papiere wieder zukommen lassen, also halt alles, was vorhanden war und nie nen Finderlohn dafür genommen, sofern er mir überhaupt angeboten wurde, denn diese Menschen hatten ihre Sachen nicht durch ihre Schusseligkeit verloren, sondern weil sie übelst beklaut wurden und an so einem Geschehen möchte und durfte ich mich auch gar nicht bereichern, wollte immer nur meine Portokosten erstattet haben und da erlebte ich so einiges... so einiges... Einer Hebammen-Praxis im Raum Stuttgart schickte ich einen aus einem Auto geklauten Rucksack, Scheibe eingeschlagen, Rucksack raus genommen, wie die Bestohlene mir erzählte und natürlich sagte sie mir auch, wie überaus dankbar sie mir nicht für mein Handeln sei.... in dem Rucksack waren nicht nur sämtliche Ausweis-Papiere von ihr samt Führerschein, sondern sogar Schlüssel ihrer Praxis und noch ein paar andere Sachen. Ach ja, Autoschlüssel war auch dabei und diese Hebamme mit eigener Praxis brauchte sage und schreibe anderthalb Jahre, anderthalb Jahre! Um mir meine Portokosten zu erstatten... was soll man denn von so was halten? Was ist denn das für eine seltsame Dankbarkeit, die erst anderthalb Jahre später zum Zug kommt? Portokosten erstattet zu bekommen hat ja auch meines Erachtens nach nichts mit Dankbarkeit zu tun, sondern ist ja wohl ne Selbstverständlichkeit. Sollte man meinen. Aber naja... immerhin, wenigstens hat sie sich ja doch noch grade gemacht. Wird mich trotzdem mein Leben lang begleiten. Und diese Hebamme ist mit Sicherheit ne geachtete Persönlichkeit unserer Gesellschaft. Nicht hoch geachtet, aber zumindest geachtet, während ich als völlig wertlos angesehen werde, weil ich ja bloß ne Langzeit-Arbeitslose bin, die dem Staat Geld kostet. An der Stelle möchte ich schon mal anmerken, dass es sehr viele andere wertvolle Dinge gibt, außer Steuern zahlen, die durchaus auch ihren Wert für diese Gesellschaft haben und ich war immer um wenigstens Schadensbegrenzung bemüht, wenn ich in der Lage dazu war. Egal, ob`s die beiden Jungs waren oder die armen Bestohlenen oder auch so viele andere Dinge, die ich geleistet habe und die mit Sicherheit nicht selbstverständlich sind. Nur sechs Prozent der Kinder aus der Unterschicht machen ihr Abi.... können ihr Abi machen, muss es ja eigentlich heißen, denn intellegenzmäßig ist so ziemlich jedes Kind dazu in der Lage, bei entsprechenden Lebensbedingungen, aber meine beiden Kinder haben ihr Abi gemacht, beide! Und das ist ja nun mal nicht normal. Nicht in der Unterschicht. Wichtiger als das Abi erachte ich allerdings, dass sie beide zwei wundervolle, nicht fehlerfrei, aber beide zwei wundervolle junge Menschen sind, die über Herz und Hirn verfügen und die wissen, dass sie nicht auf der Welt sind, um anderen Menschen das Leben schwer zu machen. Meine Tochter hat vor ein paar Jahren ein Jurastudium begonnen und musste es im fünften Semester abbrechen, weil sie mit den Krankenkassenbeiträgen im Rückstand war, die Studiengebühr über sechshundert Euro nicht zusammen kriegte und das, wo sie echt einer der besten Jura-Absolventen war. Man, hat da mein Herz geblutet und ich hätte schreien können wegen dieser zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit in unserem Land. Von wegen Chancengleichheit. Ist ja lächerlich angesichts der tatsächlichen Realität in Deutschland. Lukrative, interessante Jobs sind und sollen der Oberschicht, die tätig werden wollen, vorbehalten bleiben und da sorgt unser System ganz perfide dafür, dass es auch ja so bleibt. Der unvermögenden Unterschicht wird es extremst schwer gemacht, ein Studium wirklich durchziehen zu können... denn der Bafög-Höchstsatz, den du kriegen kannst, liegt sogar noch unter dem Hartz-IV-Satz und wenn du ne eigene Wohnung hast, daher Miete zahlen musst, noch weitere Rechnungen, reicht nun mal dieser Bafög-Höchstsatz hinten und vorne nicht und trotz der dadurch zwangsläufig verursachten finanziellen ständigen Sorgen, sollst du dich aber noch voll auf dein Studium konzentrieren können, was natürlich nicht klappt und das alles wird jedoch wahrheitswidrig Chancengleichheit genannt. Ist ja lächerlich. Absurd Frau Bundeskanzlerin Merkel, denn es macht einen Unterschied, ob ich mich voll konzentrieren kann, oder extrem belastet zur Uni muss und hier fängt bereits die Ungerechtigkeit an, denn die Studenten mit betuchten Eltern können sich schon mal voll auf ihr Studium konzentrieren und brauchen sich wegen ausstehender Kassen-Kosten oder offener Miete keinerlei Gedanken machen. Und Existenzsorgen, chronische noch dazu, beeinträchtigen dich schwer in deiner Konzentration und so ein Studium, egal welches, machst du nun mal nicht mit links. Deswegen ist es ja ein Studium. Jurastudium erfordert sogar allerhöchste Konzentration, aber ist ja nun mal offensichtlich nur einer gewissen Schicht vorbehalten.... mit Sicherheit nicht Kindern von Langzeit-Arbeitslosen. Chancengleichheit.... dass ich nicht lache. Als mein Sohn auf`s Gymnasium überwechselte, beantrage ich beim Jobcenter für ihn einen Computer auf Darlehensbasis. Auf Darlehensbasis! Wurde abgelehnt! Chancengleich.... dass ich nicht lache. Absurd! In Schweden bekommt jeder Student Geld vom Staat, dafür, dass er studiert. So motiviere und unterstütze ich junge Menschen, dass sie diesen Weg einschlagen, aber doch nicht, indem ich ihnen Hindernisse in den Weg lege, wie in unserem System üblich. Nein, nein, hier ist es absolut gewollt, dass die Unterschicht schön bei ihren Leisten bleibt, also die eher ungeliebteren und schlecht bezahlten Job`s machen soll, während für die Oberschicht oder wohlhabenden Schicht in diesem Land die Türen weit offen stehen für sie, egal wo sie hinwollen und umso höher sie gesellschaftsmäßig angesiedelt sind durch ihre Herkunft, umso begeisterter werden die Türen aufgerissen. Stimmt`s? Herr von Gutenberg? Er weiß ja nun wirklich, von was ich hier rede. Man bleibt halt gerne unter sich. Nicht deine Intelligenz entscheidet in unserem System, sondern einzig und alleine deine Herkunft, beziehungsweise gewisse Beziehungen, die damit verknüpft sind. Das kann auch nicht wegdiskutiert werden, denn Tatsachen können nicht wegdiskutiert werden. Totgeredet, das schon, aber nicht wegdiskutiert werden. Hier, in unserem Land, werden ja nur zu gerne die Dinge verdreht oder auch verschleiert, aber die Tatsache der Ungleichhbehandlung der Menschen hier kannst du wirklich in sämtlichen Bereichen sehen. Auch vor Gericht. Großkopferte, gesellschaftlich anerkannte Menschen, lassen sich was zu schulde kommen, werden erwischt dabei, landen vor dem Kadi und bekommen was? Ne Geldstrafe, die sie in der Regel aus der Portokasse zahlen können. Steht ein Nobody, ein wertloser, für diesen Staat vermeintlich wertloser Mensch vor Gericht, wegen fünf mal schwarz fahren mit der U-Bahn, was meines Erachtens nach nun mal kein Schwerverbrechen ist, kann`s passieren, dass er ein paar Monate gleich mal im Knast landet. Ist das etwa gerecht? Inzwischen ist die Unterschicht geradezu rechtlos gemacht worden. Nicht in der Theorie, aber in der Praxis. Ich hab mal blöderweise meinen Stromanbieter gewechselt und als ich mitbekam, dass die auf perfide Weise einiges mehr kosteten, kündigte ich natürlich den Vertrag mit denen wieder. Hin und her.... mir standen etwas über Hundertzwanzig Euro Rückforderung zu. Die reagierten einfach nicht darauf. Ich darauf zum Anwalt. Mit nem Beratungsschein. Auch auf Schreiben von dem reagierten die einfach nicht. Dann wollte der tausend Unterlagen von mir haben... um die zu verklagen und ich hatte einfach keinen Nerv mehr. Geld loszuwerden, auch loslassen zu können, hat mich diese dreißigjährige Spielsucht nun mal gelehrt. Hab trotzdem noch ne Stinkwut im Bauch, wenn ich an diesen Mafia-Stromanbieter zurück denke... und schulde du denen mal zwanzig Euro. Nach nur einer Mahnung biste gleich mit saftigen Verzugszinsen, Wuchergebühren dabei. Dauert keine vier Wochen und aus den zwanzig sind vierzig Euro geworden, aber wenn die dir was schulden? Einen Euro und sechsunddreißig Cent waren es glaub ich, die ich zusätzlich fordern durfte und das nach nem halben Jahr darauf warten, dass die sich endlich mal grade machen. Absurd! Mein Handy-Anbieter, o, o, o, hat mir klammheimlich nen zusätzlichen Vertrag untergejubelt. Zuerst checkte ich das gar nicht, irgendwann mal kümmerte ich mich dann doch mal drum und erfuhr dann ja auch von meinem weiteren Vertrag, den ich nie abgeschlossen hatte und hab natürlich gleich sämtliche Verträge bei denen gekündigt. Da kam keine Entschuldigung, keine Rückerstattung, nichts, aber stattdessen haben sie mir an einem Sonntag die Leitung gekappt. Seitdem heißt es "Netzverbindung unterbrochen". Was für ein Drecks-Verein! Klar könnte ich vor Gericht ziehen, klar! Dazu müsste ich aber wieder zum Anwalt, tausend Unterlagen, die ich in dem Fall nicht mal hab, weil ja alles im Internet hinterlegt ist und an die Daten komm ich ja nicht mal ran... nö, muss ich halt mit leben, dass die Großfirmen hier in unserem Land sich inzwischen alles erlauben können und du als rechtloser, wertloser Nobody kannst dir halt vor Wut die Lippen blutig beißen, aber ändern kannste da ja eh nichts dran. Öffentlich machen, gut, mach ich ja grad. Könnt so vieles öffentlich machen, wenn es darum geht... aber was bewirkt es schon? Wird doch heutzutage als gegeben hingenommen, wie es läuft... egal, wie kriminell es auch sein mag, solange sie Arbeitsplätze bieten und wenn es noch so prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind, moderne Sklaven-Job`s zu deutsch, können sie tun und lassen, was sie wollen mit Kunden. Pfui Teufel! Vater, hol mich bloß bald aus dieser zutiefst ungerechten Welt heraus! Ich bitte darum. Möchte diese ganze Scheisse keine weiteren zehn Jahre mehr erleben wollen. Die meisten Menschen hängen ja ziemlich am Leben, besonders die, denen es gut geht, aber auch die, denen es nicht so gut geht, hängen allgemein am Leben. Ich nicht. Mir wär jeder Moment genehm, um zu gehen. Und lieber heute als morgen, das kann ich euch sagen. Besser wird`s nicht werden, ich werd die Welt auch nicht verändern können, ich hab`s eingesehen und von daher... lieber heute als morgen. In dieser Welt, so wie sie ist, fühle ich mich nicht heimisch. Nur hier zu Hause in meinem "Little Paradies", hier bin ich von Freundlichkeit und Liebe umgeben, höre meine himmlische Musik den lieben langen Tag lang. Schlager! Liebe ich.... schon immer. Nicht alle, nicht diese Lull- und Lall-Schlager, die nicht, aber die übrigen schon. Kenne alle Schlager-Interpreten. Die von früher und die von jetzt. Die meisten von denen zumindest. Vater sagte mir, dass er voller Dankbarkeit für seine Lerchen ist, die seine Botschaft in die Welt hinaus tragen, auch, wenn es ihnen nicht bewusst ist und dass er sie alle seine Dankbarkeit spüren lasse, denn ob Nicole vom bisschen Frieden singt oder Vicky von unserer Welt, die beiden singen in seiner ersten Garde, tragen sie seine Botschaften in die Welt. Oder von Liebe. Darum geht es ja meistens in Schlagern. Schön ist es auf der Welt zu sein, stammt ebenfalls direkt aus seiner Feder. Auch wenn der Produzent dieses Liedes sich dessen vielleicht nicht einmal bewusst ist. Woher auch? Menschen denken, dass sie selber dieses und jenes... erdacht hätten, aber wir stehen alle mit den spirituellen Kräften in Verbindung und es ist ja nur darauf zu achten, ob es helle oder dunkle Kräfte sind. Und sie sind es, die auf unseren Geist einwirken oder uns Dinge eingeben.... und wir unterliegen lediglich einer Illusion, wenn wir glauben, dass wir unabhängig von allem anderen Gedanken entwickeln. Uns erscheint es tatsächlich so, denn diese Kräfte wirken nicht nur unsichtbar für uns, sondern sehr diskret, nicht spürbar auf uns ein und ich weiß ja nur um die Dinge... weil Gott offensichtlich mit mir in einer direkteren Verbindung steht, mich Dinge sehen und wissen lässt, die der Allgemeinheit eher verschlossen bleiben und ich hatte nun mal zahlreiche ungewöhnliche, nicht normale Erlebnisse dadurch in meinem Leben. Gott führt mich nun mal... vor zwei Jahren, als ich mit Leika ne Runde machte, gab er mir ein "schau am Straßenrand, da liegt WAS" und neugierig ging ich zum Straßenrand, nun, da stand ein Auto, also tastete ich mit der Hand unter dem Auto und bekam ein Papier zu fassen. Fühlte sich wie ein Geldschein an. Noch so ein Papier und weiter konnte ich nichts mehr ertasten. Es war nachts, nicht beleuchtet an der Stelle und daher konnte ich nicht erkennen, was ich in der Hand hielt. Drei Meter weiter fiel Licht aus einem Laden und ich besah mir das Ertastete. Es waren zwei Zehn-Euro-Scheine! Ein anderes Mal fand ich im Park bei mir ein traumhaft schönes Hundehalsband, bestickt mit indianischen Zeichen. Wouh, so ein Halsband hatte ich ja noch nie gesehen und freute mich schon über diesen wunderschönen Fund. Leika würde toll damit aussehen. Wir gehen aus dem Park raus und sie rennt übermütig auf ihren vierbeinigen Kumpel zu, die beiden begrüßen sich, ich seh, dass der kein Halsband trägt und biete spontan, völlig spontan, ohne nachzudenken, dem Besitzer dieses Hundes das Halsband an. "Seh grad, dass er kein Halsband hat... willste das? Hab ich grad gefunden..." und der Besitzer starrt sprachlos auf das Halsband, findet dann seine Stimme wieder und sagt zu mir "ich hab das wie verrückt gesucht... es ist ein Geschenk meiner Mutter aus Südamerika gewesen..." und ich fühlte mich wunderbar geführt. Von Gott. Wem denn sonst? Von ihm lass ich mich doch immer gerne führen... geht mir halt wunderbar dabei und da ich mir seines Dankes völlig bewusst bin, brauch ich auch von den Menschen keinen. Wie oft ich unterschwellig zu spüren bekam "na! Wenn du das mal nicht selber warst oder dabei warst..." geschweige denn, dass mir ein Finderlohn angeboten wurde... falls, freute es mich immer, auch, wenn ich ihn immer ablehnte. Ablehnen musste. Aus meiner Moral-Vorstellung heraus. Vor ungefähr einem Jahr fanden Peter und ich ne große Tasche mit mal wieder sämtlichen Ausweis-Papieren drin, Wohnungsschlüssel, Wertgutschein über Hundert Euro bei Hugen-Dubel war auch noch dabei, edle Klamotten... das alles zusammen wieder zu beschaffen hätte die Frau gut und gerne nen Tausender gekostet, aber locker, geschweige denn von dem ganzen Nervenaufwand. Prima, sie wohnte gleich um die Ecke laut Papieren, also schnell hin zu ihr. Peter träumte schon von nem hübschen Finderlohn, weil er mal wieder blank war und nun mal nicht so bewusst wie ich mit Gott durch`s Leben geht, aber sie öffnete nicht auf unser Klingeln. Wozu gibt es Nachbarn? Die Nachbarin unter ihr öffnet, ich sag ihr, dass wir die Sachen grad im Park gefunden haben, sie aber nicht zu Hause sei und ob sie so nett sei, ihrer Nachbarin einen Zettel an die Tür zu machen, damit die weiß, dass sie die Sachen bei ihr, der Nachbarin abholen kann und was sagt die zu mir? "Oh, ich weiss nicht... ich glaub, es ist besser, ich ruf die Polizei und die sollen sich darum kümmern. Kommen Sie doch bitte rein und dann warten wir gemeinsam auf sie...". Auch mal wieder eine, die argwöhnisch dachte "na, wenn die zwei mal nicht selber die Diebe waren..." und um unsere Unschuld zu demonstrieren, mussten wir ja zwangsläufig mitwarten. Nach ner Stunde kam die Polizei endlich. Auch der Beamte mutmaßte, dass wir ja bloß Finderlohn abgreifen wollten, sagte er zwar nicht, stand ihm aber auf der Stirn. Die Nachbarin klingelt wieder bei der Bestohlenen, die war zwischenzeitlich nach Hause gekommen, kommt in die Wohnung und erzählt, dass ihr die Tasche am Kottbusser Tor vom Fahrrad weg geklaut wurde vor grade mal zwei Stunden und dass sie es ja so toll von uns finden würde, dass wir ihr die Sachen gleich gebracht haben, aber leider könne sie uns nichts geben, da sie nichts haben würde....blabla. Das war glatt gelogen gewesen. Die war keine Hartz-IV-Empfängerin, ging ja aus den Papieren hervor, sondern durchaus betucht und für Peter ärgerte mich ihre Reaktion maßlos. Maßlos! Heute noch. Begleitet mich heute noch. Ausweis, Scheckkarte, nicht nur eine, Führerschein, Krankenkarte, edles Portmonai, ach ja, war ein Schutzengel drauf, der Gutschein, der Schlüsselbund und keine 08/15-Schlüssel, edle Klamotten.... und die bot nicht mal fünf Euro an! Die ist bestimmt auch eine sehr geachtete Persönlichkeit in der Gesellschaft... im Gegensatz zu mir! Ich bin ja bloß ne Schmarotzerin! Als mir das mal passierte und mir jemand meine Papiere nach Hause brachte und ich hatte den Verlust zum Glück noch nicht einmal bemerkt gehabt, war`s mir supermegapeinlich, dass ich dem nicht gleich was geben konnte, weil ich wirklich nichts hatte, aber ich hätte ja nicht mehr in den Spiegel kucken können... also stellte ich ganz schnell zwanzig Euro auf und brachte sie am Nachmittag zu dem Laden, wo der verkehrte mit ner richtig schönen Dankeskarte. Muss sein. Muss einfach sein. Wie die Olle noch in den Spiegel kucken kann mit nem guten Gefühl zu sich selber, ist mir ein Rätsel.... aber naja, ist ja nicht mein Problem. Wie andere Menschen denken und handeln, ist nicht mein Problem. Ich bin nur für mich selber verantwortlich. Für mein Denken, für mein Handeln. Maximal bin ich noch für das Denken und Handeln meiner Kinder mitverantwortlich, aber auch bloß deswegen, weil ich als Mutter nun mal damit zu tun hab, aber sonst? Bin ich für niemand anderen verantwortlich. Naja, logisch, wenn mir jemand in ner Kneipe, wie mir vor zig Jahren selber mal passierte, zwanzig Jahre her oder so, was von nem gerechtfertigten, aus seiner Sicht, gerechtfertigten Anschlag auf ne Botschaft hier in Berlin erzählt, dann hab ich natürlich schon die Verantwortung, denjenigen zu überzeugen, dass er vielleicht sogar ein ehrenwertes Motiv dabei haben mag, aber falsch wär`s trotzdem, denn Gewalt erzeugt nun mal nur neue Gewalt. Auch die Sprache kann eine Waffe sein und die soll er mal besser nutzen, könne er ja schließlich. Am Ende des Gespräch`s hatte ich ihn überzeugt. War ja auch kein dummer Mensch gewesen. Nur halt verzweifelt gewesen, wegen der Situation in seinem Heimatland. Generell, wenn ich mitkriege, egal wer und egal wo, dass jemand echt nen Fehler macht, mit dem, was er vor hat, und wenn ich das nun mal weiss, fühle ich mich selbstverständlich dazu verpflichtet, denjenigen besser davon abzuhalten. In dem Moment, wo ich es weiss, es eventuell dadurch verhindern könnte, muss ich es doch wenigstens versuchen, oder? Sonst würde ich mich an dem Geschehen ganz einfach mitschuldig fühlen. Wär ich ja auch, wenn ich es nicht mal versuchen würde. Anfang der Achtziger lebte ich mal knapp ein Jahr in einem besetzten Haus. War von Anfang an dabei. Da waren auch so ein paar Andreas-Baader-Verschnitte für Arme dabei und die wollten halt zu gerne.... in der Zeitung auftauchen mit irgendwelchen herausragenden Aktionen. Politischen Aktionen! "Dieses versteckte, faschistische System – gemeint war Deutschland Anfang der Achtziger! - kann uns ohne Angabe von Gründen achtundvierzig Stunden in U-Haft stecken... ohne Angabe von Gründen! Wir halten ihnen nur einen Spiegel vor die Nase, wenn wir uns einen B. holen und den auch mal achtundvierzig Stunden wegsperren...". Da hatten wir grad einige dumme Touri-Hausbesetzer mit im Haus, die einer wie der andere begeistert riefen "Ich bin dabei!" Zum Glück kam ich auch noch in`s Gruppenzimmer rein gestolpert, denn als ich von diesem grandiosen Plan erfuhr, hab ich diesen Baader-Verschnitten kräftig in ihre Suppe gespuckt und danach hat keiner mehr gesagt "ich bin dabei", sondern "oh, wenn das so ist.... halt mich mal doch besser raus...". Und meine geliebten Schlager hab ich auch in dem Haus gehört. Lautstark! Dürft ihr euch aber sicher sein. Wenn ich so zurück blicke, stelle ich wirklich fest, dass ich mir immer selber treu geblieben bin. Ist ne gute Sache. Wirklich! Ist ne gute Sache, gibt einem ein gutes Gefühl zu sich selber. Nur, wenn ich in die Halle, nicht Markthalle, sondern Spielhalle, besser Hölle ging, dann fühlte ich mich richtig beschissen. Jedenfalls, sobald ich rausging... blank. Ohne einen Cent. Gewonnen hab ich durchaus oft, so war es nicht, aber nützt ja nichts, wenn du nicht aufhören kannst und das zeichnet nun mal pathologische Spieler aus, dass sie nicht aufhören können. Ein Alkoholiker kann ja auch nicht aufhören mit dem Saufen, solange er die Möglichkeit dazu hat und solange ich Geld in der Halle hatte, hatte ich doch die Möglichkeit... munter zu zocken. Dann gab es nur noch diesen Automat und mich. Das war wie ein eigener Kosmos... allerdings höllisch, wenn es vorbei war. Der Automat deine letzten Fix-Sechser auch noch geschluckt hatte... aua, aua, aua. Wie oft ich verzweifelt nach Hause eilte.... und einmal, ein einziges Mal hatte ich auch in Verbindung mit der Spielsucht ein absolut irres Erlebnis. Es war ein Freitag abend gewesen. Treffender nachts. Zutiefst verzweifelt, wirklich zutiefst verzweifelt eilte ich nach Hause. Felsenfest entschlossen, diesem ohnehin nur grausamen Dasein endlich ein Ende zu bereiten. Bad einlassen, Fön rein und Adios. Ich war tatsächlich entschlossen dazu und betrete mein Haus, geh die ersten Stufen hoch und höre plötzlich ein rhythmisches Klopfen, offenbar aus meinem Stockwerk und auf meiner Wohnseite. Nanu? Wer oder was war denn das? Ein furchtbarer Verdacht kam mir und ich flitzte regelrecht nach oben, um diesen "Klopfer" noch zu sehen, von dem ich mir sicher war, dass es der Teufel war, weil der sich freute angesichts meines Vorhabens. Kaum, dass ich mein Stockwerk einsehen konnte, im gleichen Moment, herrschte Totenstille im Treppenhaus und niemand war zu sehen. Verwirrt ging ich in meine Wohnung und atmete erst mal tief durch. Hoffentlich war er nicht auch noch mit in meine Wohnung gekommen... bitte, bitte lieber Gott... hilf mir, dass der nicht auch noch in meine Wohnung gekommen ist und bereits dieses Erlebnis hatte mich so geschockt, oder wachgerüttelt, dass mein Vorhaben in weite Ferne rückte. Besser, in`s Bett gehen, Glotze an... ein bisschen ablenken von allem und morgen ist ein neuer Tag. Will mir grad die Decke... da seh ich was, dass aus nem Since-Fiction-Film hätte sein können, nämlich eine walnussgroße Beule, die auf meinem linken Oberschenkel vom Knie hochkroch und zwar im Schneckentempo. Unter der Haut war was, spürte ich nicht, sah ich nur, nur ist gut, wölbte sich wie ein kleiner Schildkröten-Panzer, oder wie die obere Hälfte einer Nuss und bewegte sich im Schneckentempo nach oben. Fassungslos sah ich dem Kriechen zu und mein Herz schlug mir bis zum Hals, weil ich dachte, dass der nicht nur in meiner Wohnung, sondern sogar schon in mir drin wär und gellend schrie ich Gott um Hilfe an. "Hilf mir, hilf mir, ich will nicht sterben, ich werd nie wieder an Selbstmord denken, wenn du mir nur noch einmal hilfst.... ich werd nie wieder in die Halle gehen... hilf mir doch". Als die Beule am Ende des Oberschenkels ankam, dauerte schon so drei bis fünf Minuten, von einer Sekunde auf die andere... weg! Als wär sie nie da gewesen. Einfach weg. Spürte wieder nichts. Sah ich nur. Da fiel mir ein zentnerschwerer Stein vom Herzen, könnt ihr aber glauben. Das Ding hätte ja auch zu meinem Herzen hoch krauchen können... und dann wär`s vorbei gewesen und ich hatte sehr deutlich zu spüren bekommen, dass ich durchaus leben wollte... und Jahre später stolperte ich ja dann auch endlich mal drüber. Natürlich! Gott hat dir was vor Augen geführt in dieser Nacht und ich vermute schwer, dass er dieses Szenario aufführte, weil er mich wirklich von meinen Bade-Absichten abbringen wollte... hat ja auch super geklappt. Aber normalerweise passiert Menschen so was ja nicht, oder? Natürlich passiert Menschen so was nicht. Mir schon, aber mir passieren ja schon immer Sachen, die andere Menschen nicht erleben brauchen. Wieso? Es muss doch einen Grund haben. Hat es ja auch. Heute verstehe ich ja auch bedeutend mehr, als damals. Heute verstehe ich ja auch, warum es David so unendlich wichtig war, von mir zu hören, dass ich mir nichts antun würde, wenn er bald nicht mehr da sein würde. "Du musst es mir versprechen Angelika" und das sah ich ja überhaupt nicht ein. War sowieso alles Quatsch mit seinem Gerede über seinen baldigen Tod. Der Mann war kerngesund. Stand auch im Pathologie-Bericht. Ich war zu ihm rüber gegangen und fand David schluchzend in seine Hände vor. Da ich ihn liebte, berührte mich sein Anblick und ich fragte ihn erschrocken, was denn los sei. Tränenblind sah er mich an. "Angelika, ich hatte eine Vision... es ist noch nicht lange her.... es war so schrecklich, so schrecklich..." und dann konnte er nicht weiter sprechen. Erst mal. "Es ist viele hundert Jahre her... und in dieser Vision sah ich dich sterben... ich war dabei, als du gestorben bist..." und als ich das hörte, war ich erleichtert, denn hatte ja mal wieder mit irgendwelchen Realitäten gar nichts zu tun. War halt seiner Erkränkung geschuldet und ironisch fragte ich ihn, vielmehr unterbrach ihn "Ach herrje, bin ich etwa auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden? Uuuhuu, als böse Hexe...", na mein Gott, ich wollte ihn ein bisschen aufmuntern, aber klappte überhaupt nicht, denn mit todernster Stimme sprach er weiter, sagte wortwörtlich zu mir "Es war nicht die Art, WIE du gestorben bist, sondern DASS du gestorben bist... ich bin damals zerbrochen daran und habe mich vier Wochen nach deinem Tod umgebracht. Du musst mir versprechen, dass du das nicht machen wirst, denn du wirst in diesem Leben das durchmachen müssen, was ich damals durchmachen musste, vielmehr... ich war zu schwach... es hat mich so zerrissen... der Schmerz... bitte Angelika, du musst mir versprechen, dass du nicht das Gleiche, wie ich machen wirst, du musst es mir versprechen!!!" "David! Hör auf mit diesem Blödsinn! Du wirst nicht sterben... in zwanzig Jahren lachst du selber darüber, dass du so was mal geglaubt hast..." "Bitte versprich es mir! Angelika, du musst es mir versprechen. Du weisst so vieles nicht... so vieles nicht... aber ich muss dir das Versprechen abnehmen, dass du dir nichts antun wirst, wenn ich sterben werde..". Na gut, meinetwegen, würd`s ja eh nicht einhalten müssen, weil wir natürlich in zwanzig Jahren gemeinsam drüber lachen würden, also von daher "Gut David, also gut. Ich versprech`s dir". "Was versprichst du mir?"