Königliche Hoheit

Thomas Mann · Kapitel 11 von 11

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Königliche Hoheit

Der Rosenstock

 

Und Spoelmann finanzierte den Staat. Der Vorgang war groß und klar in

seinen Grundzügen; ein Kind hätte verstehen können – und tatsächlich erklärten

ihn glückstrahlende Väter ihren Kindern, während sie sie auf den Knien

schaukelten.

Samuel Spoelmann winkte, die Herren Phlebs und Slippers gerieten in

Bewegung, und seine gewaltigen Weisungen zuckten unter den Wogen des

Ozeans hin zum Festland der westlichen Hemisphäre. Er zog ein Drittel seines

Anteils aus dem Zuckertrust, ein Viertel aus dem Petroleumtrust, die Hälfte aus

dem Stahltrust zurück; er ließ sich das flüssig gemachte Kapital bei mehreren

hiesigen Banken anweisen; und auf einen einzigen Schlag nahm er Herrn

Krippenreuther für dreihundertundfünfzig Millionen neuer

dreieinhalbprozentiger Staatsobligationen zu pari ab. Das tat Spoelmann.

Wer den Einfluß des Gemütszustandes auf die Organe des Menschen erfahren

hat, wird glauben, daß Doktor Krippenreuther aufblühte und binnen kurzem

nicht wiederzuerkennen war. Er trug sich aufrecht und frei, sein Gang ward

schwebend, die gelbe Farbe verschwand aus seinem Antlitz, es ward weiß und

rot, seine Augen blitzten, und so völlig kam in wenigen Monaten sein Magen zu

Kräften, daß der Minister, wie man von ihm befreundeter Seite vernahm, sich

ungestraft dem Genusse von Blaukraut und Gurkensalat überlassen durfte. Das

war eine erfreuliche, doch rein persönliche Folge von Spoelmanns Eingreifen in

unser Finanzwesen, die leicht ins Gewicht fiel, im Vergleich mit den Wirkungen,

die dieses Eingreifen auf unser Staats- und Wirtschaftsleben ausübte.

Ein Teil der Anleihe wurde der Tilgungskasse zugeführt, und quälende

Staatsschulden wurden eingelöst. Aber es hätte dessen kaum bedurft, um uns

nach allen Seiten Luft und Kredit zu verschaffen; denn nicht so bald war es, bei

aller Verschwiegenheit, mit welcher die Angelegenheit amtlich behandelt wurde,

bekannt geworden, daß Samuel Spoelmann den Tatsachen, wenn auch nicht dem

Namen nach Staatsbankier geworden sei, als über uns die Himmel sich erhellten

und all unsere Not sich in Lust und Wonne verwandelte. Es hatte ein Ende mit den Angstverkäufen von Schuldforderungen, der landesübliche Zinsfuß sank,

unsere Verschreibungen waren als Anlagepapiere freudig begehrt, und von heute

auf morgen schnellte der Kurs unserer hochverzinslichen Anleihen aus

kummervollem Stande weit über pari empor. Der Druck, der jahrzehntelange

Alp, war von unserer Volkswirtschaft genommen, mit geschwellter Brust sprach

Doktor Krippenreuther im Landtag zugunsten durchgreifender

Steuererleichterung – einstimmig ward sie beschlossen, und unter dem Jubel

aller sozial Empfindenden fuhr endlich die vorsintflutliche Fleischsteuer zu

Grabe. Eine bedeutende Aufbesserung der Beamtenbesoldungen, der Gehälter

für Lehrer, Geistliche und alle Funktionäre in den Staatsbetrieben ward

schlanker Hand bewilligt. Es fehlte nicht länger an Mitteln, die wüstliegenden

Silberbergwerke wieder in Betrieb zu setzen, vielhundert Arbeiter kamen zu

Brot, und unverhofft stieß man auf ertragreiche Schichten. Geld, Geld war

vorhanden, die wirtschaftliche Sittlichkeit hob sich, man holzte auf, man ließ

dem Wald seinen Streudünger, die Viehbesitzer brauchten nicht mehr all ihre

Vollmilch zu verkaufen, sie tranken sie selber, und vergebens hätten die Krittler

hinfort auf dem Lande nach unterernährten Gestalten gesucht. Das Volk zeigte

sich dankbar gegen sein Herrscherhaus, das so ungemessenen Segen über Land

und Leute gebracht. Es kostete Herrn von Knobelsdorff nicht viele Worte, um

das Parlament zu einer Erhöhung der Krondotation zu bewegen. Jene Verfügung,

welche die Schlösser »Zeitvertreib« und »Favorita« dem Verkauf unterstellte,

ward zurückgezogen. Geschickte Werkmeister zogen ins Alte Schloß, um es von

oben bis unten mit Dampfdruckheizung zu versehen. Unsere Geschäftsträger bei

Spoelmann, die Herren von Bühl und Doktor Krippenreuther, erhielten das

Großkreuz des Albrechtsordens in Brillanten, dem Finanzminister ward

außerdem der persönliche Adel zuteil, und Herr von Knobelsdorff wurde mit

einem lebensgroßen Bildnis des hohen Brautpaares erfreut – ausgeführt von der

greisen Künstlerhand des Professors von Lindemann und in kostbarem Rahmen.

Über die Mitgift, die Imma Spoelmann von ihrem Vater empfangen sollte,

erging sich nach der Verlobung das Volk in Phantastereien. Man befand sich im

Taumel, man war von einer tollen Sucht besessen, mit wahrhaft astronomischen

Ziffern um sich zu werfen. Aber die Mitgift überstieg nicht ein irdisches, wenn

auch recht erfreuliches Maß. Sie betrug hundert Millionen.

»Bewahre!« sagte Ditlinde zu Ried-Hohenried, als sie zuerst davon vernahm.

»Und mein guter Philipp mit seinem Torf …« Ähnlich dachte wohl mancher;

aber den nervösen Zorn, der sich in schlichten Herzen gegen so ungeheuerliche

Verhältnisse regen mochte, beruhigte Spoelmanns Tochter, indem sie wohlzutun

und mitzuteilen nicht vergaß, sondern gleich am Tage des öffentlichen

Verlöbnisses eine Stiftung von fünfhunderttausend Mark errichtete, deren Erträgnisse jedes Jahr in die vier Landeskommissarbezirke zu mildtätigen und

gemeinnützigen Zwecken verteilt werden sollten …

In einem der olivenfarbenen Spoelmannschen Automobile mit den ziegelroten

Ledersitzen fuhren Klaus Heinrich und Imma und machten Visiten bei den

Mitgliedern des Hauses Grimmburg. Ein junger Chauffeur lenkte das prachtvolle

Fahrzeug – derselbe, der nach Immas Aussage einige Ähnlichkeit mit Klaus

Heinrich haben sollte, aber seine Anspannung war gering auf diesen Fahrten,

denn es war geradezu notwendig, die Riesenkräfte des Wagens soweit wie nur

möglich zu fesseln und langsames Zeitmaß zu halten – so sehr war er allerwege

von Huldigungen umdrängt. Ja, da die weiteren Urheber unseres Glücks, da

Großherzog Albrecht und Samuel Spoelmann, ein jeder nach seiner Art, sich vor

dem Volke verbargen, so häufte es all seine Liebe und Dankbarkeit auf die

Häupter des hohen Brautpaares; hinter den geschliffenen Fensterscheiben des

Kraftwagens flogen die Mützen der Buben empor, der Jubel von Männern und

Frauen drang hell und grölend herein, und Klaus Heinrich, die Hand am

Helmschirm, sagte vermahnend: »Du mußt ebenfalls grüßen, Imma, nach deiner

Seite, sonst halten sie dich für kalt.« Denn ungeduldig wie er war, nannte er sie

du seit jenem Gespräch auf dem Hofball, obgleich sie es ihm, noch ungewohnt

der wärmeren Sphären, erschrocken verwies – und wie leicht ging ihm das

Wörtchen vom Munde, das sonst immer falsch und unmöglich gewesen war!

Sie fuhren zur Prinzessin Katharina und wurden mit Würde empfangen.

Weiland Großherzog Johann Albrecht, ihr Bruder, sagte die Tante zu ihrem

Neffen, würde es nicht erlaubt haben. Aber die Zeiten schritten ja fort, und sie

bitte Gott, daß seine Verlobte sich eingewöhnen möge bei Hofe. Sie fuhren zur

Fürstin zu Ried-Hohenried, und hier war es Liebe, was sie empfing. Ditlindens

Grimmburger Stolz fand Beruhigung in der Sicherheit, daß Leviathans Tochter

wohl Prinzessin des Großherzoglichen Hauses und Königliche Hoheit, doch

niemals Großherzogliche Prinzessin werden könne wie sie; im übrigen war sie

entzückt darüber, daß Klaus Heinrich sich etwas so Holdes und Kostbares

erstöbert hatte, wußte auch bestens, als Gattin Philipps mit seinem Torf, die

Vorzüge dieser Heirat zu würdigen und bot ihrer Schwägerin von Herzen

Freundschaft und Schwesterschaft. Sie fuhren auch an der Villa des Prinzen

Lambert vor, und während die Gräfin-Braut sich mühte, eine Plauderei mit der

zierlichen, aber sehr ungebildeten Freifrau von Rohrdorf in Gang zu halten,

beglückwünschte der alte Schürzenjäger seinen Neffen mit Grabesstimme zu der

vorurteilsfreien Wahl, die er getroffen, und daß er so keck dem Hof und der

Hoheit ein Schnippchen geschlagen. »Ich schlage der Hoheit kein Schnippchen,

Onkel; auch habe ich nicht in unbedeutender Weise nur auf mein eigenes Glück

Bedacht genommen, sondern alles aus dem Gesichtspunkt des Großen, Ganzen betrachtet« – sagte Klaus Heinrich recht unverbindlich, und dann brachen sie auf

und fuhren hinaus nach Schloß »Segenhaus«, wo Dorothea, die arme

Großherzogin-Mutter, traurigen Hof hielt. Die weinte, als sie die junge Braut auf

die Stirn küßte, und wußte selbst nicht, worüber.

Indessen saß Samuel Spoelmann auf »Delphinenort«, umgeben von Plänen

und Möbelentwürfen und seidenen Tapetenmustern und Zeichnungen zu

goldenem Speisegerät. Er kam nicht zum Orgelspiel und vergaß seine

Nierensteine und bekam fast rote Backen vor lauter Geschäftigkeit; denn wenn

er auch noch so geringe Stücke auf den »jungen Menschen« hielt und keine

Hoffnung aufkommen ließ, daß man ihn jemals bei Hofe zu sehen bekomme, so

sollte doch sein Töchterchen Hochzeit machen, und die wollte er einrichten, wie

seine Verhältnisse es erlaubten. Die Pläne betrafen das neue Schloß

»Eremitage«, denn Klaus Heinrichs Junggesellensitz sollte dem Erdboden

gleichgemacht werden und ein neues Schloß an seiner Stelle erstehen, geräumig

und hell, ausgestattet nach Klaus Heinrichs Wunsch, in einer gemischten Stilart

aus Empire und Neuzeit, aus kühler Strenge und wohnlichem Behagen. Herr

Spoelmann erschien eines Morgens, nachdem er im Quellengarten das Wasser

genommen, persönlich in seinem mißfarbenen Paletot auf »Eremitage«, um

festzustellen, ob etwa dies oder jenes Möbelstück für die Einrichtung des neuen

Schlosses verwendbar sei. »Lassen Sie sehen, junger Prinz, was Sie haben!«

sagte er knarrend, und Klaus Heinrich zeigte ihm alles in seinen enthaltsamen

Stuben, die mageren Sofas, die steifbeinigen Tische, die weiß lackierten

Gueridons in den Ecken. »Das ist Klapperwerk«, sagte Herr Spoelmann

abschätzig, »und nichts damit anzufangen.« Einzig drei Armstühle in dem

kleinen gelben Salon, aus schwerem Mahagoni, mit schneckenförmig

aufgerollten Armlehnen und die gelben Bezüge mit bläulichen Lyren bestickt,

fanden Gnade vor seinen Augen. »Die können wir in ein Vorzimmer stellen«,

sagte er, und Klaus Heinrich legte Wert darauf, daß von Grimmburger Seite drei

Armstühle würden zur Einrichtung beigesteuert werden; denn natürlich wäre es

ihm ein wenig peinlich gewesen, wenn Herr Spoelmann für alles und jedes hätte

aufkommen müssen.

Aber auch der verwilderte Park und der Blumengarten von »Eremitage«

sollten ausgelichtet und neu bestellt werden, und namentlich was den

Blumengarten betraf, so war ihm eine besondere Zierde zugedacht, die Klaus

Heinrich von seinem Bruder, dem Großherzog, als Hochzeitsgeschenk erbeten

hatte. In das große Mittelbeet nämlich, vor der Auffahrt, sollte der Rosenstock

aus dem Alten Schlosse verpflanzt werden, und dort, nicht mehr von modrigen

Mauern umgeben, sondern in Luft und Sonne und dem fettesten Mergel, der

beizubringen war, sollte er zusehen, was für Rosen er fortan trieb – und den Volksmund Lügen strafen, wenn er verstockt und dünkelhaft genug dazu war.

Und als März und April vergangen waren, da kam der Mai und mit ihm das

hohe Fest von Klaus Heinrichs und Immas Ehebund. Glorreich und lieblich, mit

vergoldeten Wölkchen im reinen Azur, kam der Tag herauf, und Choralmusik

vom Turme des Rathauses begrüßte sein Erwachen. Mit allen Zügen, zu Fuß und

zu Wagen strömte das Landvolk herein, dieser blonde und gedrungene, gesunde

und rückständige Schlag mit blauen, grübelnden Augen und breiten, ein wenig

zu hoch sitzenden Wangenknochen, mit der schmucken Landestracht angetan,

die Männer in roten Jacken und Stulpenstiefeln und schwarzen, breitkrempigen

Samthüten, die Frauen in buntgestickten Miedern und dicken, fußfreien Röcken

und der schwarzen Riesenschleife als Kopfputz – und drängten sich mit der

städtischen Bevölkerung in der Straßenzeile zwischen dem Quellengarten und

dem Alten Schloß, die mit Girlanden und bekränzten Tribünen und weiß

bemalten Holzobelisken voll Pflanzenschmuck in eine Einzugsstraße verwandelt

worden war. Von früh an wurden die Banner der gewerblichen Verbände, der

Schützengilden und Sportvereine durch die Straßen getragen. Die Feuerwehr, in

blitzenden Helmen, war auf den Beinen. Man sah die Chargierten der

Studentenkorps in aller Pracht und mit ihren Fahnen in offenen Landauern

umherfahren. Man sah Gruppen von weißen Ehrenjungfrauen, die Rosenstäbe in

den Händen hielten. Die Bureaus und Werkstätten feierten. Die Schulen waren

geschlossen. In den Kirchen ward Festgottesdienst gehalten. Und die

Morgenausgaben des »Eilboten« sowohl wie des »Staatsanzeigers« enthielten

nebst innigen Leitartikeln die Verkündigung einer umfassenden Amnestie, laut

welcher vielen zu Freiheitsstrafen verdammten Personen durch vollständigen

oder teilweisen Straferlaß vom Großherzog Gnade erwiesen wurde. Sogar der

Mörder Gudehus, der zum Tode und dann zu lebenslänglicher Zwangsarbeit

verurteilt worden war, wurde auf Wohlverhalten aus dem Zuchthaus beurlaubt.

Aber er mußte alsbald wieder in Sicherheit gebracht werden.

Um zwei Uhr war Festessen der Bürgerschaft im Saale des »Museums«, mit

Tafelmusik und Huldigungstelegrammen. Aber vorm Tor war Volksbelustigung,

mit Schmalzgebackenem und Sultansbrot, mit Festmarkt, Glückshafen und

Vogelschießen, Sacklauf und Preisklettern nach Sirupsemmeln für die männliche

Jugend. Aber dann kam die Stunde, da Imma Spoelmann von »Delphinenort«

zum Alten Schlosse fuhr. Sie tat es in feierlichem Zuge.

Die Fahnen flatterten im Frühlingswind, die armdicken Girlanden rankten

sich, mit roten Rosen durchflochten, von einem Holzobelisken zum andern,

schwarz staute sich auf den Tribünen, den Dächern, den Bürgersteigen die

Menge, und zwischen dem Spalier von Schutzleuten und Feuerwehr, von Gilden,

Vereinen, Studenten und Schulkindern kam langsam auf der mit Sand bestreuten Feststraße, umbrandet von Jubel, der Brautzug daher. Zwei Spitzenreiter mit

Tressenhüten und Fangschnüren kamen zuerst, geführt von einem

schnauzbärtigen Stallmeister im Dreispitz. Eine vierspännige Kutsche dann,

worin der großherzogliche Kommissär, Beamter des Hausministeriums und zur

Einholung abgeordnet, mit einem Kammerherrn zur Begleitung lehnte. Ein

zweiter Vierspänner hierauf, worin man die Gräfin Löwenjoul gewahrte, die

scheel und schief auf die beiden Ehrendamen blickte, mit denen sie fuhr, und

denen sie wohl in sittlicher Hinsicht mißtraute. Zehn Postillone zu Pferde

demnächst, in gelben Hosen und blauen Fräcken, die bliesen: »Wir winden dir

den Jungfernkranz«. Zwölf weiße Jungfrauen sodann, die kleine Rosen und

Ästchen vom Lebensbaum auf die Straße streuten. Und endlich, gefolgt von

fünfzig gewaltig berittenen Handwerksmeistern, der sechsfach bespannte, sehr

durchsichtige Brautwagen. Stolz streckte hoch droben auf dem mit weißem

Sammet behangenen Bock der rotgesichtige Kutscher im Tressenhut seine

Gamaschenbeine, die langen Zügel mit ebenfalls ausgestreckten Armen haltend;

Stalldiener in Stulpen führten die Schimmelpaare am Zaum, und zwei Lakaien in

großem Staat standen der klirrenden Karosse hintenauf, in deren unzugänglichen

Mienen niemand gelesen hätte, daß Durchstecherei und schleichendes Wesen

ihrem Alltag nicht fremd waren. Doch hinter Glas und vergoldetem Rahmen saß

Imma Spoelmann in Schleier und Kranz, eine alte Palastdame als Ehrendienst an

der Seite. Wie Schnee in der Sonne schimmerte ihr Kleid aus geflammtem

Seidengewebe, und auf dem Schoße hielt sie den weißen Strauß, den Prinz Klaus

Heinrich ihr eine Stunde früher gesandt. Ihr fremdes Kindergesichtchen war

bleich wie die Perlen des Meeres, und unter dem Schleier hervor fiel eine glatte

Strähne blauschwarzen Haares in ihre Stirn, während ihre Augen, so

kohlschwarz und übergroß, über das wimmelnde Volk hin eine fließende Sprache

führten. Jedoch was tobte, geiferte, lärmte zur Seite des Kutschenschlages? Es

war Perceval, der Colliehund – so außer sich, wie man ihn noch niemals

gesehen! Der Trubel, die Fahrt erregten ihn über das Maß, beraubten ihn aller

Besonnenheit, zerrissen sein Inneres ganz und bis zum Vergehen. Er raste, er

tanzte, er litt, er schwang sich blind wütend herum im Rausch seiner Nerven –

und beiderseits auf den Tribünen, der Straße, den Dächern überstieg der Jubel

sich selbst, als das Volk ihn erkannte.

So zog Imma Spoelmann ins Alte Schloß, und das Summen und Dröhnen der

Glocken vermischte sich mit den Hochrufen des Volks und mit Percevals tollem

Gebell. Über den Albrechtsplatz ging es im Schritt und durch das Albrechtstor;

im Schloßhof schwenkte das berittene Korps der Innungen ab und nahm

Paradeaufstellung, und im Säulenumgang, vor dem verwitterten Portal, empfing

Großherzog Albrecht, als Husarenoberst, mit seinem Bruder und den übrigen Prinzen die Braut, bot ihr den Arm und führte sie die grausteinerne Treppe

hinauf in die Repräsentationsräume, an deren Türen Galawachen standen und in

denen die Hofstaaten versammelt waren. Die Prinzessinnen des Hauses weilten

im Rittersaal, und dort war es, wo Herr von Knobelsdorff, im Kreise der

Großherzoglichen Familie, die standesamtliche Eheschließung vollzog. Nie,

hörte man später, hätten seine Augenfältchen lebhafter gespielt, als während er

Klaus Heinrich und Imma Spoelmann von Staats wegen zusammentat. Doch dies

geschehen, gab Albrecht II. den Befehl zum Beginn der kirchlichen Feier.

Herr von Bühl zu Bühl hatte das seine getan, um einen eindrucksvollen Zug

zusammenzustellen – den Brautzug, in welchem man sich über die Treppe

Heinrichs des Üppigen durch einen gedeckten Gang in die Hofkirche begab.

Gebückt nachgerade von der Last der Jahre, aber in braunem Toupet und

jugendlich schwänzelnd, schritt er, mit Orden bedeckt bis zu den Lenden und

seinen hohen Stab vor sich hinsetzend, den Kammerherren voran, die, den

Federhut unterm Arm und den Schlüssel an der hinteren Taillennaht, in seidenen

Strümpfen daherzogen. Es nahte das junge Paar: in weißem Schimmer die

fremdartige Braut und in Leibgrenadieruniform, das zitronenfarbene Band

schräg über Brust und Rücken, Klaus Heinrich, der Thronfolger. Vier Fräulein

aus dem Landadel trugen mit verdutzten Mienen Imma Spoelmanns Schleppe,

begleitet von der Gräfin Löwenjoul, die mißtrauisch seitwärts äugte; und die

Herren von Schulenburg-Tressen und von Braunbart-Schellendorf schritten

hinter dem Bräutigam. Oberhofjägermeister von Stieglitz und die hinkende

Schauspielexzellenz traten hierauf dem jungen Monarchen voran, der still an der

Oberlippe sog, seine Tante Katharina zur Seite und gefolgt vom Hausminister

von Knobelsdorff, von den Adjutanten, dem fürstlichen Paare zu Ried-

Hohenried und den übrigen Mitgliedern des Hauses. Zum Schluß kamen wieder

Kämmerer.

In der Hofkirche, die mit Pflanzen und Draperien ausgestattet war, hatten die

geladenen Gäste den Zug erwartet. Es waren Diplomaten mit ihren Damen, Hof-

und Landadel, das Offizierkorps der Residenz, die Minister, unter denen man die

leuchtende Miene des Herrn von Krippenreuther gewahrte, die Ritter des Großen

Ordens vom Grimmburger Greifen, die Präsidenten des Landtags, allerlei

Würdenträger. Und da das Oberhofmarschallamt Einladungen in alle

Gesellschaftsklassen hatte ergehen lassen, so füllten auch Handeltreibende,

Landleute und schlichte Handwerker erhobenen Herzens das Gestühl. Aber vorn

am Altar nahmen im Halbkreise auf rotsamtenen Armstühlen die Anverwandten

des Bräutigams Platz. Zart und rein schwebte der Gesang des Domchors unter

den Wölbungen, und dann sang zum Brausen der Orgel die ganze Gemeinde ein

Loblied. Als es verhallte, blieb einzig die wohllautende Stimme des Oberkirchenratspräsidenten D. Wislizenus zurück, der im Silberhaar und den

gewölbten Stern auf dem seidigen Talar, vor dem hohen Paare stand und

kunstreich predigte. Motivisch arbeitete er und sozusagen auf musikalische Art.

Und das Thema, das er handhabte, war der Psalterklang, der da lautet: »Er wird

leben, und man wird ihm vom Golde aus Reich Arabien geben.« – Da war kein

Auge, das trocken blieb.

Dann vollzog D. Wislizenus die Trauung, und in dem Augenblick, da das

Brautpaar die Ringe wechselte, erschallten Trompetenfanfaren, und dreimal

zwölf Schüsse begannen über Stadt und Land hinzurollen, abgefeuert von

militärischer Seite auf dem Wall der »Zitadelle«. Gleich darauf kanonierte auch

die Feuerwehr mit den städtischen Salutgeschützen; aber lange Pausen

entstanden zwischen einzelnen Detonationen, was der Bevölkerung

unerschöpflichen Stoff zum Gelächter gab.

Als der Segen gesprochen war, ordnete sich aufs neue der Zug, um

zurückzukehren in den Rittersaal, wo Haus Grimmburg die Neuvermählten

beglückwünschte. Aber dann war die Sprechcour, und Arm in Arm gingen Klaus

Heinrich und Imma Spoelmann durch die Schönen Zimmer, wo die Hofstaaten

sich aufgestellt hatten, und richteten Ansprachen an Herren und Damen, lächelnd

über einen Abstand von blankem Parkett hinweg, und Imma wandte mit

vorgeschobenen Lippen ihr Köpfchen hin und her, während sie jemanden

ansprach, der in Verbeugung ausbog und maßvolle Antwort gab. Nach beendeter

Cour war Zeremonientafel im Marmorsaal und Marschalltafel in dem der zwölf

Monate, und es gab vom Teuersten, aus Rücksicht auf die Gewohnheiten von

Klaus Heinrichs Gemahlin. Auch Perceval, nun wieder bei Sinnen, war beim

Festmahl zugegen und erhielt Braten. Nach dem Souper jedoch bereiteten die

Studenten und das Volk dem jungen Paare eine Huldigung mit Ständchen und

Fackelzug auf dem Albrechtsplatz. Flackerndes Licht und ungeheuerer Lärm

herrschten da draußen.

Lakaien zogen den Vorhang von einem der Fenster im Silbersaal, sie öffneten

weit die fast bis zum Boden reichenden Flügel, und Klaus Heinrich und Imma

traten an das offene Fenster, wie sie waren, denn draußen war eine laue

Frühlingsnacht. Neben ihnen, in edler Haltung und mit bedeutender Miene, saß

Perceval, der Colliehund, und blickte hinunter wie sie.

Sämtliche Musikkorps der Residenz spielten auf dem illuminierten Platze, der

vollgepfercht war von Menschen, und die aufwärtsgekehrten Gesichter des

Volkes waren dunkelrot qualmig beglüht von den Fackeln der Studenten, die am

Schlosse vorüberzogen. Jubel brach aus, als die Neuvermählten am Fenster

erschienen. Sie grüßten und dankten. Und dann blieben sie noch eine Weile dort

stehen, schauend zugleich und sich darstellend. Das Volk sah aber von unten, wie sie im Gespräche die Lippen bewegten. Sie sprachen: »Horch, Imma, wie

dankbar sie sind, weil wir ihrer Not und Bedrängnis nicht vergessen haben. So

viele Menschen! Da stehen sie und rufen herauf. Viele davon sind sicher Kujone

und führen einander auf den Leim und bedürfen dringlich der Erhebung über den

Wochentag und seine Sachlichkeit. Aber wenn man dabei sich ihrer Not und

Bedrängnis nicht fremd zeigt, so sind sie sehr dankbar.«

»Aber wir sind so dumm und allein, Prinz, auf der Menschheit Höhen, wie

Doktor Überbein immer gesagt haben soll, und wissen gar nichts vom Leben!«

»Gar nichts, kleine Imma? Aber was ist es denn, was dir endlich Vertrauen zu

mir gemacht und mich zu so wirklichen Studien über die öffentliche Wohlfahrt

geführt hat? Weiß der gar nichts vom Leben, der von der Liebe weiß? Das soll

fortan unsre Sache sein: beides, Hoheit und Liebe – ein strenges Glück.«

Dieses Werk ist eine Veröffentlichung der

 

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Im folgenden werden alle geänderten Textstellen angeführt, wobei jeweils zuerst

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Seite 50:

ist durch Treue – fideikomissarisch – gebunden. Vorteilhafte

ist durch Treue – fideikommissarisch – gebunden. Vorteilhafte

Seite 56:

Ehre, Euere Exzellenz in höchstem Auftrage zu ersuchen ..«

Ehre, Euere Exzellenz in höchstem Auftrage zu ersuchen …«

Seite 62:

Hemmungsbildungen, ja.

Hemmungsbildungen, ja.«

Seite 63:

gehen, daß sich Fäden und Stränge zwischen beiden auszielen

gehen, daß sich Fäden und Stränge zwischen beiden ausziehen

Seite 70:

Lithiumsalzen, hatte man er kürzlich, unter der Regierung

Lithiumsalzen, hatte man erst kürzlich, unter der Regierung

Seite 70:

Johann Albrechts III., erschlürft. Und da es an einem

Johann Albrechts III., erschürft. Und da es an einem

Seite 91:

Schläfen und längliches kluges Gesicht. Sehr klein noch

Schläfen und ein längliches kluges Gesicht. Sehr klein noch

Seite 99:

in der Nacht ihre Haares, hoch aufgerichtet die herrliche

in der Nacht ihres Haares, hoch aufgerichtet die herrliche

Seite 103:

von der Schwierigkeit und Strenge des Lebens, daß ihm

von der Schwierigkeit und Strenge des Lebens, das ihm

Seite 113:

Herrschaften sagen, und nicht, weil ich die Kammerlakeien

Herrschaften sagen, und nicht, weil ich die Kammerlakaien

Seite 113:

sagt: ›Dann gehen Sie man erst die Terppe hinauf und

sagt: ›Dann gehen Sie man erst die Treppe hinauf und

Seite 123:

genannt. Aber die Adligen hießen Bogumil und Dagobert ..

genannt. Aber die Adligen hießen Bogumil und Dagobert …

Seite 124:

und es war die mit Doktor Überbein, dem Hilfslehrer,

und es war die mit Doktor Überbein, dem Hilfslehrer.

Seite 133:

›Er ist ein Mensch .. Er ist mehr als das‹ – das ist

›Er ist ein Mensch … Er ist mehr als das‹ – das ist

Seite 137:

Klasse zu unterrichten Aber auf Klaus Heinrichs lebhaften,

Klasse zu unterrichten. Aber auf Klaus Heinrichs lebhaften,

Seite 153:

Bowle. Er murmelte: »Was tun Sie … Was tun Sie ..«,

Bowle. Er murmelte: »Was tun Sie … Was tun Sie …«,

Seite 158:

Klaus Heinrich voraus, der, in seinen Mantel zwischen

Klaus Heinrich voraus, der, in seinem Mantel zwischen

Seite 184:

Lichte widergaben. Dann wieder ließ sie alle Spiegel

Lichte wiedergaben. Dann wieder ließ sie alle Spiegel

Seite 200:

lebte. »Du mußt Sehnsucht haben.«

lebte. Du mußt Sehnsucht haben.«

Seite 210:

Schilderungen der Örtlichkeit Wenn er da ist, werden sie

Schilderungen der Örtlichkeit. Wenn er da ist, werden sie

Seite 212:

war. So ist es vor sich gegangen.

war. So ist es vor sich gegangen.«

Seite 215:

Schreibsekretär, ein altes Möbelstück aus Polisanderholz

Schreibsekretär, ein altes Möbelstück aus Palisanderholz

Seite 226:

rief dreimal hoch Die Glocken läuteten.

rief dreimal hoch. Die Glocken läuteten.

Seite 248:

und anderthalb Wochen später, zu Anfang Oktober (war

und anderthalb Wochen später, zu Anfang Oktober (es war

Seite 248:

sein zweiunddreißigjähriges, Prinz Klaus Heinrich sein

sein zweiunddreißigstes, Prinz Klaus Heinrich sein

Seite 253:

Tomaten und sein trockenes Bot zum Mittagessen hatte

Tomaten und sein trockenes Brot zum Mittagessen hatte

Seite 280:

rückgängig machen Die Schwester-Oberin wird das Fräulein

rückgängig machen. Die Schwester-Oberin wird das Fräulein

Seite 282:

sie, man sieht es

sie, »man sieht es

Seite 282:

gleich« Und eine kleine, schmerzliche Verzerrung

gleich.« Und eine kleine, schmerzliche Verzerrung

Seite 309:

»Danke,« sagte Herr Spoelmann, ich bin at ease. Und

»Danke,« sagte Herr Spoelmann, »ich bin at ease. Und

Seite 312:

Antworten gelten ließ, als sei sie der Ansicht daß er die

Antworten gelten ließ, als sei sie der Ansicht, daß er die

Seite 328:

sie hatte die zierlichen Beine der arabischen Typs und einen

sie hatte die zierlichen Beine des arabischen Typs und einen

Seite 372:

»Doch, sie ist herrlich«, sagte er. »Übrigens sah er sich

»Doch, sie ist herrlich«, sagte er. Übrigens sah er sich

Seite 372:

mit offen Ärmeln und einer gelben Stickerei auf der Brust.

mit offenen Ärmeln und einer gelben Stickerei auf der Brust.

Seite 378:

und zwar wegen meherer Punkte auf einmal: der

und zwar wegen mehrerer Punkte auf einmal: der

Seite 383:

überklugen Alleswissern ausgespengt wurde, als tröstlich

überklugen Alleswissern ausgesprengt wurde, als tröstlich

Seite 386:

erscheinen zu lassen Wohnte sie nicht mit ihrer gräflichen

erscheinen zu lassen. Wohnte sie nicht mit ihrer gräflichen

Seite 399:

ganze erlauchte Persönlichkeit Wissen Sie wohl noch, wie

ganze erlauchte Persönlichkeit. Wissen Sie wohl noch, wie

Seite 403:

und sich zu ihm bekennen, schien unüberwindlich, und es

und sich zu ihm zu bekennen, schien unüberwindlich, und es

Seite 407:

Vorgänge ihre Genugtuung gönnen Geringsten Falles, das

Vorgänge ihre Genugtuung gönnen. Geringsten Falles, das

Seite 428:

Mitgliedes der Allerhöchsten Familie hattte die Unterstützung

Mitgliedes der Allerhöchsten Familie hatte die Unterstützung

Seite 440:

Segen in sich schloß? Denn das sie das tue, war

Segen in sich schloß? Denn daß sie das tue, war

Seite 467:

ganze Gemeinde ein Loblied Als es verhallte, blieb einzig

ganze Gemeinde ein Loblied. Als es verhallte, blieb einzig

 

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*** START: FULL LICENSE ***

THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE

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To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free distribution of electronic works, by using or distributing this work (or any other work associated in any way with the phrase "Project Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project Gutenberg-tm License (available with this file or online at http://gutenberg.org/license).

 

Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm electronic works

1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to and accept all the terms of this license and intellectual property (trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.

1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be used on or associated in any way with an electronic work by people who agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works even without complying with the full terms of this agreement. See paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic works. See paragraph 1.E below.

1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the collection are in the public domain in the United States. If an individual work is in the public domain in the United States and you are located in the United States, we do not claim a right to prevent you from copying, distributing, performing, displaying or creating derivative works based on the work as long as all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily comply with the terms of this agreement by keeping this work in the same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.

1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in a constant state of change. If you are outside the United States, check the laws of your country in addition to the terms of this agreement before downloading, copying, displaying, performing, distributing or creating derivative works based on this work or any other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning the copyright status of any work in any country outside the United States.

1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:

1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, copied or distributed:

This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this eBook or online at www.gutenberg.org

1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived from the public domain (does not contain a notice indicating that it is posted with permission of the copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in the United States without paying any fees or charges. If you are redistributing or providing access to a work with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.

1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted with the permission of the copyright holder, your use and distribution must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the permission of the copyright holder found at the beginning of this work.

1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm License terms from this work, or any files containing a part of this work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.

1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this electronic work, or any part of this electronic work, without prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with active links or immediate access to the full terms of the Project Gutenberg-tm License.

1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any word processing or hypertext form. However, if you provide access to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.

1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.

1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided that

- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from

the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method

you already use to calculate your applicable taxes. The fee is

owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he

has agreed to donate royalties under this paragraph to the

Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments

must be paid within 60 days following each date on which you

prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax

returns. Royalty payments should be clearly marked as such and

sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the

address specified in Section 4, "Information about donations to

the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."

- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies

you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he

does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm

License. You must require such a user to return or

destroy all copies of the works possessed in a physical medium

and discontinue all use of and all access to other copies of

Project Gutenberg-tm works.

- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any

money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the

electronic work is discovered and reported to you within 90 days

of receipt of the work.

- You comply with all other terms of this agreement for free

distribution of Project Gutenberg-tm works.

1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below.

1.F.

1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread public domain works in creating the Project Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic works, and the medium on which they may be stored, may contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by your equipment.

1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all liability to you for damages, costs and expenses, including legal fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH DAMAGE.

1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a written explanation to the person you received the work from. If you received the work on a physical medium, you must return the medium with your written explanation. The person or entity that provided you with the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a refund. If you received the work electronically, the person or entity providing it to you may choose to give you a second opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy is also defective, you may demand a refund in writing without further opportunities to fix the problem.

1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.

1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any provision of this agreement shall not void the remaining provisions.

1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance with this agreement, and any volunteers associated with the production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, that arise directly or indirectly from any of the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.

 

Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm

Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of electronic works in formats readable by the widest variety of computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will remain freely available for generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.

 

Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation

The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit 501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered throughout numerous locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact information can be found at the Foundation's web site and official page at http://pglaf.org

For additional contact information:

Dr. Gregory B. Newby

Chief Executive and Director

gbnewby@pglaf.org

 

Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation

Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide spread public support and donations to carry out its mission of increasing the number of public domain and licensed works that can be freely distributed in machine readable form accessible by the widest array of equipment including outdated equipment. Many small donations ($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt status with the IRS.

The Foundation is committed to complying with the laws regulating charities and charitable donations in all 50 states of the United States. Compliance requirements are not uniform and it takes a considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up with these requirements. We do not solicit donations in locations where we have not received written confirmation of compliance. To SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any particular state visit http://pglaf.org

While we cannot and do not solicit contributions from states where we have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition against accepting unsolicited donations from donors in such states who approach us with offers to donate.

International donations are gratefully accepted, but we cannot make any statements concerning tax treatment of donations received from outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.

Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation methods and addresses. Donations are accepted in a number of other ways including checks, online payments and credit card donations. To donate, please visit: http://pglaf.org/donate

 

Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.

Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be freely shared with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.

 

Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper edition.

 

Most people start at our Web site which has the main PG search facility:

http://www.gutenberg.org

This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, including how to make donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.