
Tristan
Weiß und geradlinig liegt das Sanatorium inmitten seines weiten Gartens mit Grotten, Laubengängen und kleinen Pavillons, die Berge ragen dahinter himmelan. Es leitet Doktor Leander mit seinem zweispitzigen schwarzen Bart und seinen funkelnden Brillengläsern, ein Mann, den die Wissenschaft gekältet und gehärtet hat, während Fräulein von Osterloh mit unermüdlicher Hingabe dem Haushalte vorsteht, Küche und Vorratskammer und die Dienerschaft kommandiert und im Stillen hofft, dereinst Frau Doktor Leander zu werden. Für Lungenkranke ist das Haus aufs wärmste zu empfehlen, doch halten sich hier Patienten aller Art auf: die gastrisch leidende Magistratsrätin Spatz, die überdies an den Ohren krankt, Herrschaften mit Herzfehlern, Paralytiker, Rheumatiker und Nervöse, sowie ein diabetischer General, der unter immerwährendem Murren seine Pension verzehrt.






