Die Gemälde
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Buchcover: Die Gemälde von Ludwig Tieck
PDF / EPUB 83 Seiten≈ 2 h Lesezeit 0.9 MB
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Die Gemälde

Treten Sie nur indes hier in den Bildersaal, sagte der Diener, indem er den jungen Eduard hereinließ, der alte Herr wird gleich zu Ihnen kommen, beginnt Tiecks Novelle: Mit schwerem Herzen ging der junge Mann durch die Türe und dachte bei sich, mit wie so andern Gefühlen schritt ich sonst mit meinem würdigen Vater durch diese Zimmer, das ist das erste Mal, dass ich mich zu dergleichen hergebe, und es soll auch das letzte sein. Wie man nur so unter leblosen Bildern ausdauern kann und einzig in ihnen und für sie da sein, setzt er seine stummen Betrachtungen fort, ist es nicht, als wenn diese Enthusiasten in einem verzauberten Reiche untergehen? Indem erhob er sein Auge und war fast geblendet oder erschrocken vor einem Gemälde, welches ohne den Schmuck eines Rahmens hing: ein blonder Mädchenkopf mit zierlich verwirrten Locken und mutwilligem Lächeln guckte herab, im leichten Nachtkleide, eine eben aufgeblühte Rose in den Fingern haltend.

Über den Autor

Ludwig Tieck

Ludwig Tieck (1773-1853) wurde in Berlin geboren und gehörte zu den Begründern der Frühromantik im Jenaer Kreis um die Brüder Schlegel und Novalis. Mit Kunstmärchen wie Der blonde Eckbert und Der Runenberg, die das Unheimliche und Psychologische kunstvoll verbinden, prägte er die Gattung der romantischen…

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