Dreizehn Mädchen
Kapitel 3
„Und, was machen die Prüfungen?“ Jonathan sah mich fragend an und ich schnaufte leise, während ich mich zu ihm setzte. Wir hatten uns auf einen Kaffee verabredet, wie so oft in den letzten Wochen. Es tat uns beiden gut über Kira und ihren Tod zu reden, hatten wir festgestellt, und so hatten wir viel telefoniert oder uns getroffen. Manchmal kam er auch auf den Reiterhof mit, aber vor Pferden hatte er doch so einigen Respekt und näherte sich ihnen kaum. Sie waren ihm einfach zu groß und er fürchtete immer einen Biss oder einen Tritt. Ich fand es angenehm, dass er so ehrlich diesbezüglich war. Mein Exfreund hatte immer groß getönt, dass er keine Angst vor Tieren hatte und als er einmal mit mir auf dem Hof gewesen war, hatte er sich keine drei Meter an Fergus heran getraut, dabei war der Wallach das friedlichste Tier auf dem Hof. Henrik, mein Ex, hatte hinterher noch behauptet, er hätte mich bloß nicht stören wollen, aber der Ausdruck in seinen Augen hatte Bände gesprochen.
„Sie sind böse“, antwortete ich und Jonathan lachte leise.
„Das kommt mir bekannt vor. Es sind sicher Verwandte von meinen Prüfungen“, sagte er amüsiert und ich grinste.
„Das kann gut sein“, stimmte ich zu. Wir bestellten beide Kaffee und unterhielten uns ein wenig über Belanglosigkeiten, bis er kam. Als wir unsere Tassen vor uns hatten, holte Jonathan eine kleine Schachtel aus seiner Tasche.
„Hör mal … ich weiß, das klingt total komisch, aber … na ja …“, begann er herum zu drucksen und schob mir schließlich die Schachtel zu. „Die hatte ich für Kira geholt. Ich kam nur leider nicht mehr dazu sie ihr zu geben und … ich wollte ihre Eltern auch nicht fragen, ob ich sie ihr mit ins Grab geben kann. Das kam mir so … na ja … unpassend vor. Wir waren ja noch nicht wirklich so lange zusammen und sie wollten das vielleicht auch nicht und ich wollte sie nicht stören …“ Neugierig nahm ich die Schachtel und öffnete sie. In ihr lag eine schlichte Silberkette mit einem kleinen Anhänger, dessen Motiv mir bekannt vorkam. Diese Schnörkel hatte ich doch auf jeden Fall schon mal irgendwo gesehen. Vielleicht war mir die Kette ja mal in einem Laden aufgefallen?
„Wow … Die ist hübsch. Kira hätte sich gefreut“, stellte ich fest und schluckte den Kloß runter, der sich in meiner Kehle bildete.
„Das hatte ich gehofft“, sagte Jonathan leise. „Ich hatte ihr schon mal ein Armband geschenkt mit einem ähnlichen Motiv und dachte mir, dass die Kette gut dazu passt.“
„Ihr Armband, klar!“ Auf Jonathans fragenden Blick lächelte ich verlegen. „Ach, ich dachte gerade nur, dass ich das Muster auf dem Anhänger kenne. Bestimmt von Kiras Armband. Du glaubst gar nicht, wie sie von dem geschwärmt hat. Du hast ganz genau ihren Geschmack getroffen.“ Jonathan lächelte erfreut, aber auch ein wenig traurig.
„Es freut mich, dass es ihr so gefallen hat“, murmelte er.
„Hat es“, bekräftigte ich und sah ihn schließlich fragend an. „Und was ist mit der Kette?“ Er fuhr sich kurz durch die Haare.
„Na ja … Würdest du sie aufbewahren wollen für Kira? Meine Mutter hat sie neulich entdeckt und meinte, ich solle sie wieder verkaufen. Kira ist doch schließlich tot und wird sie nicht mehr tragen und … na ja …“ Er zuckte mit den Schultern. „Versteh mich nicht falsch, ich liebe meine Mutter, aber manchmal fehlt ihr echt das Mitgefühl.“
„Das ist wirklich hart. Immerhin ist Kiras Tod noch gar nicht so lange her“, sagte ich und Jonathan nickte.
„Eben. Ich weiß nicht, ob ich die Kette nicht vielleicht in einem Jahr oder so doch verkaufen würde, aber jetzt will ich das noch nicht. Deswegen dachte ich mir, dass ich dich frage“, meinte er und lächelte schief. „Niemand würde sich wundern, wenn er bei einem Mädchen eine Kette entdeckt.“
„Wahrscheinlich nicht“, stimmte ich zu und schloss die Schachtel wieder. „Ich kann sie gerne aufbewahren. Und wenn du sie doch irgendwann zurück haben möchtest, sag einfach Bescheid.“
„Klar, mach ich.“ Wir widmeten uns unserem Kaffee und unterhielten uns weiterhin über alles Mögliche. Schule, Filme, Musik und natürlich auch über Kira. Jonathan war heute an ihrem Grab gewesen und zeigte mir ein Foto von den Orchideen, die er ihr gebracht hatte. Sie waren wunderschön und hätten Kira auf jeden Fall gefallen. Ich war auch regelmäßig an ihrem Grab, am letzten Sonntag war ich dort zufällig ihrer Mutter begegnet und wir hatten uns unterhalten. Von ihr hatte ich dabei auch erfahren, dass die Polizei noch immer ermittelte, und sie hatte mir auch von einer Sache erzählt, die ich bisher nicht gewusst hatte: Auf der Dose, in der die Schlaftabletten gewesen waren, die Kira genommen hatte, hatte man keine Fingerabdrücke von Kira gefunden. Katja hatte mir das Versprechen abgenommen niemandem davon zu erzählen, da dies zu den Ermittlungen gehörte und sie diese nicht gefährden wollte, sodass ich gerade mit mir kämpfte. Jonathan war immerhin Kiras Freund gewesen, es interessierte ihn bestimmt, dass es tatsächlich einen Beweis gab, dass Kira keinen Selbstmord begangen hatte.
Allerdings hatte ich Katja ein Versprechen gegeben. Sie hatte mir auch nur davon erzählt, weil ich für sie zur Familie gehörte, sie hatte gesagt, ich sei wie eine zweite Tochter für sie. Bei der Erinnerung an das Gespräch mit ihr bildete sich wieder ein dicker Kloß in meinem Hals. Ich konnte das Versprechen, das ich ihr gegeben hatte, nicht brechen, auch wenn ich Jonathan gerne Gewissheit gegeben hätte, dass Kira sich wirklich nicht selber umgebracht hatte.
Aus einem Kaffee wurden schließlich noch zwei weitere, bis wir schließlich das Café verließen und Jonathan mich nach Hause fuhr. In meinem Zimmer setzte ich mich auf meinen Schreibtischsessel und sah mir noch einmal die Kette an. Vorsichtig strich ich über den filigran gearbeiteten Anhänger mit den kleinen, roten Steinen und betrachtete kurz ihr Funkeln im Licht. Schließlich steckte ich die Kette wieder in ihre schlichte Schachtel und legte diese neben meinen Schmuckkasten im Schrank, um mich meinen Schulsachen zu widmen. Die alles entscheidenden Abiprüfungen rückten näher, was wir jetzt hatten, waren nur Tests und Vorbereitungen. Allerdings waren die meisten meiner Mitschüler schon total erschöpft und standen ziemlich neben sich. Wir freuten uns alle auf die letzte Prüfung, danach konnten wir wieder entspannen.
Ein Maunzen ertönte und schon im nächsten Moment saß Vino auf meinem Schoß. Lächelnd kraulte ich ihn hinter den Ohren und er tänzelte schnurrend auf mir herum, bis er endlich eine bequeme Position hatte und sich hinsetzte. Während ich ihn weiter hinter den Ohren kraulte, zählte ich ihm italienische Vokabeln auf, was er mit weiterem Schnurren beantwortete.
„Hmm, heißt das nun, dass die richtig sind oder was willst du mir sagen?“ grinste ich und Vino sah mich fragend an, bevor er leise maunzte. „Ja, du hast Recht, die sind alle richtig. So … Was als nächstes? Mathe? Chemie? Deutsch?“ Ich entschied mich für Chemie und zog mein Heft zu mir heran. So richtig motiviert war ich nicht, aber ich wollte mir die Sachen noch einmal ansehen. „Weißt du eigentlich, wie froh ich bin, dass die Prüfungen bald sind und ich dann alles hinter mir habe?“ Vino schnurrte, was mir ein Lächeln entlockte. Es mochte seltsam sein mit seiner Katze zu sprechen, aber ich tat es gerne. Und Vino reagierte ja auch immer darauf. Dass er mich wirklich verstand, bezweifelte ich, aber er spürte sicher, wie es mir ging. An dem Tag, als ich von Kiras Tod erfahren hatte, war er auch die ganze Zeit bei mir gewesen. Ich erinnerte mich, wie er sich an mich gekuschelt und später auch stillgehalten hatte, als ich mein Gesicht in seinem Fell vergraben hatte. Sein Schnurren hatte mich ein wenig beruhigt und Vino war seitdem besonders anhänglich, als wollte er sicher gehen, dass es mir gut ging.
Schließlich ließ ich von meinen Schulsachen ab und ging mit Vino auf dem Arm zu meinem Bett rüber. Ich machte es mir bequem und Vino kuschelte sich so an mich, dass sein Kopf an meinem Hals zu ruhen kam. Sein Schnurren wiegte mich in einen Schlaf, der sich als sehr unruhig herausstellte und aus dem ich kurz nach Mitternacht aufschreckte. Schläfrig richtete ich mich auf, da ich mich erinnerte, dass ich mich nicht umgezogen hatte. Ich stellte mein Handy an und im Licht des Displays schlüpfte ich aus meinen Sachen und zog meinen Pyjama an. Vino saß noch immer auf meinem Bett und beobachtete mich, um sich gleich wieder an mich zu schmiegen, als ich mich wieder hinlegte. Er maunzte leise und kläglich, vermutlich beschwerte er sich, dass ich gerade aufgestanden war. Ich drückte ihm einen Kuss auf den Kopf.
„Alles gut, schlafen wir, Schatz“, murmelte ich müde und griff nach meinem Handy, um es auszustellen, dabei sah ich, dass ich ein paar Nachrichten bekommen hatte. Aber die konnte ich mir auch morgen ansehen. Vino maunzte erneut und ich brummte leise. „Ja, ich weiß, ich hab dich geweckt, aber jetzt ist Zeit zum Schlafen. Und wenn du nun weiter rummaunzt, werfe ich dich raus.“ Vino war meine Drohung wohl egal, denn er maunzte erneut, doch ich war auch zu müde, um ihn tatsächlich vor die Tür zu setzen. Daher zog ich bloß die Decke über uns und schloss die Augen. „Hab dich auch lieb, du Nuss.“ Zum Glück stellte Vino sein Maunzen nun ein und begann wieder zu schnurren und schon bald war ich wieder eingeschlafen.
Erst am Morgen, als ich mich gerade für die Schule fertig machte, fiel mir auf, wie ungewöhnlich Vinos nächtliches Verhalten doch gewesen war. Er war verschmust und ruhig, meist maunzte er nur, wenn er hungrig war, und auch dann nicht immer. In der Nacht jedenfalls hatte er noch nie etwas anderes als sein sanftes Schnurren von sich gegeben. Bevor ich also zur Schule aufbrach, schaute ich noch einmal nach ihm, da ich mir doch etwas Sorgen machte, ob er vielleicht krank war. Aber er wirkte gesund und munter, daher gab ich ihm bloß einen Abschiedskuss auf den Kopf und machte mich auf den Weg zur Schule. Unterwegs schaute ich mir meine Nachrichten an. Bis auf die Nachricht meiner Mitschülerin und Freundin Britta gab es nichts Interessantes, auf das ich sofort antworten wollte. Britta arbeitete mit einigen unserer Mitschüler an unserem Jahrbuch und fragte an, ob ich Bilder von Kira hatte. Sie wollten gerne eine eigene Seite für sie machen, hatten aber nicht viele Bilder von ihr, wo sie alleine abgebildet war. Ich antwortete ihr, dass wir ja gleich in der Schule darüber reden konnten.
Da wir allerdings heute keine gemeinsamen Kurse hatten, musste das Gespräch bis zur Pause warten. Ich schrieb ihr am Anfang der Pause, dass ich zu dem Kiosk wollte, der im Erdgeschoss unserer Schule betrieben wurde. Als ich dort ankam, wartete sie bereits auf mich und wir begrüßten uns mit einer kurzen Umarmung.
„Lisa und Björn hatten die Idee und wir fanden sie alle ganz schön“, erklärte Britta, während wir uns in die zum Glück noch kurze Schlange einreihten. „Aber wir haben kaum Fotos, wo Kira alleine zu sehen ist. Wir haben ja meist Gruppenfotos gemacht oder eben beim Unterricht oder so.“
„Ich hab bestimmt einige Fotos von ihr“, erwiderte ich und Britta lächelte.
„Danke, das wäre uns echt eine Hilfe“, sagte sie und ein fragender Ausdruck schlich in ihre Augen. „Glaubst du, dass es für ihre Eltern okay ist, wenn wir das so machen?“
„Bestimmt. Aber ich kann sie gerne mal fragen und dir dann schreiben“, schlug ich vor und sie nickte.
„Das wäre prima“, meinte sie.
„Hmm, oder warte mal …“ Ich zog mein Handy aus der Tasche und tippte rasch eine kurze Nachricht für Katja ein, in der ich ihr schilderte, was Britta und die anderen vom Team Jahrbuch machen wollten, und sie fragte, ob das für sie und Matthias, ihren Mann, auch in Ordnung war. Vielleicht sah sie die Nachricht auch gleich, dann musste Britta nicht lange auf eine Antwort warten. Als wir an die Reihe kamen, kaufte ich mir ein Brötchen und einen Kakao, Britta nahm einen Vanilledrink. Danach setzten wir uns an einen freien Tisch und unterhielten uns ein wenig. Britta zeigte mir auch ein paar der Entwürfe für das Jahrbuch, wobei sie mir auch erklärte, dass sie sich für das Titelbild noch nicht einig waren. Mir gefielen die Entwürfe alle nicht besonders, aber ich musste ja auch nicht am Jahrbuch arbeiten und nichts davon aussuchen.
Nach der Pause trennten wir uns wieder. Da meine nächste Stunde ausfiel, blieb ich hier sitzen und holte mir noch einen Kaffee vom Kiosk. Danach widmete ich meinen Unterlagen, bis mich das Vibrieren meines Handys von diesen ablenkte. Katja hatte mir geantwortet und ich lächelte leicht, als ich ihre Nachricht las.
//Das würde uns sehr freuen und wir möchten auch ein Exemplar. Ich lege ein paar Fotos bereit, du kannst sie jederzeit abholen.//
Ich antwortete ihr auch gleich, dankte ihr und versprach heute nach der Schule zu ihnen zu kommen. Da wir fast Nachbarn waren, würde es auch kein großer Umweg für mich werden. Der Tag zog sich hin, niemand hatte noch wirklich Lust auf Unterricht, da die Abschlussprüfungen so kurz bevorstanden. Als unser Lehrer uns in der letzten Stunde etwas früher gehen ließ, waren wir alle froh darüber, und ich beeilte mich zur Bushaltestelle zu kommen. Britta hatte ich auch bereits Bescheid gegeben, dass ich ihr morgen ein paar Fotos mitbringen würde. Katja erwartete mich bereits und lud mich auf einen Kaffee ein. Ich nahm gerne an und setzte mich mit ihr in die Wohnküche, die unserer von der Größe und dem Aufbau her ähnelte, nur etwas anders eingerichtet war. Vor allem die Farben waren anders. Meine Mutter hatte sich für ein warmes Orange als Hauptfarbe entschieden, während Katja auf helles Silbergrau und Metallicblau setzte.
Wir unterhielten uns kurz über die Schule, anschließend reichte Katja mir eine blaue Mappe, in der die Fotos von Kira waren, die sie ausgesucht hatte. Sie zeigte mir auch, welches Foto ihr und Matthias am besten gefiel und welches sie somit am liebsten im Jahrbuch veröffentlicht sehen wollten. Ich kannte das Bild, es zeigte Kira beim letzten Urlaub mit ihrer Familie in der Toskana. Sie strahlte regelrecht in die Kamera und trug ihr Lieblingskleid mit dem violettgrauen Karomuster. Damals hatte sie sich gerade die Haare getönt und ihr eigentlich blondes Haar wies das gleiche Violett wie ihr Kleid auf. Katjas Augen schimmerten feucht, während wir das Bild betrachteten.
„Die Polizei findet schon heraus, wer ihr das angetan hat“, murmelte ich leise. „Das bringt Kira nicht zurück, aber derjenige gehört einfach ins Gefängnis.“
„Ich hoffe es, Paula“, seufzte Katja und zupfte ein Blatt von der Küchenrolle ab, um sich die Augen abzutupfen. „Aber sie haben kaum Hinweise. Sie war an dem Tag nicht verabredet, sie hatte keine Nachrichten auf ihrem Handy … Die Polizei hat überprüft, ob da gelöschte Daten drauf sind, aber da war nichts. Hätten sie nicht festgestellt, dass auf der Dose keine Fingerabdrücke von Kira sind, hätten sie es einfach als Selbstmord eingestuft und die Ermittlungen längst eingestellt.“
„Und was ist mit dem Brief? Kann man nicht überprüfen, ob es da Fingerabdrücke gibt?“ fragte ich.
„Haben sie, aber da war auch nichts. Das Papier ist auch nichts Besonderes. Einfach handelsübliches Druckerpapier, wie es Tausende, ach was sag ich denn, Millionen von Leuten haben. Wir haben die gleiche Marke“, erklärte Katja mit bitterer Stimme. „Aber da darauf auch keine Fingerabdrücke sind, nimmt die Polizei es zumindest als Indiz gegen einen Selbstmord. Du glaubst gar nicht, wie froh ich sein werde, wenn das alles endlich vorbei ist. Immer wieder diese Gespräche mit der Polizei und die Nachricht, dass sie doch noch nichts Neues haben … Es ermüdet mich, Paula.“
„Das glaub ich dir“, sagte ich mitfühlend und drückte kurz ihren Arm. Ich hätte ihr gerne etwas Aufmunterndes gesagt, aber da war einfach nichts. Nicht immer wandte sich alles zum Guten, nicht alle Mordfälle wurden aufgelöst, nicht alle Täter bekamen ihre gerechte Strafe. Das Leben war eben kein Film oder Buch, bei dem man wusste, dass es ein Happy End geben würde, weil sich ein anonymer Zeuge meldete oder sich der Täter irgendwie selber verriet. Nein. Hier war es viel wahrscheinlicher, dass Kiras Familie nie erfahren würde, wer sie umgebracht hatte.
Wir unterhielten uns noch eine Weile, bevor ich mich schließlich verabschiedete und nach Hause ging. Dort widmete ich mich erst einmal meinen Schulsachen und Vino, der sich wie so oft zu mir setzte und mich beobachtete. Wie so oft war es schon wieder zu spät, als ich endlich schlafen ging, aber ich hatte mich mittlerweile daran gewöhnt zu wenig zu schlafen. Hoffentlich würde sich das nach dem Abi bessern. Andererseits würde ein Studium wohl kaum einfacher werden als das Abi. Doch zumindest konnte ich mir da die Zeit selber einteilen, zumindest nach allem, was ich mir bisher alles über das Studium angelesen und von anderen gehört hatte. Mit den Gedanken bei meiner zukünftigen Uni und einem schnurrenden Vino im Arm schlief ich schließlich ein.