Ein Hungerkünstler

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Ein Hungerkünstler
In den letzten Jahrzehnten ist das Interesse an Hungerkünstlern sehr zurückgegangen, stellt der Erzähler schon im ersten Satz fest, und erinnert dann an die Zeit, als die ganze Stadt sich mit dem Hungerkünstler beschäftigte. Abonnenten saßen tagelang vor dem kleinen Gitterkäfig, bei Fackelschein fanden auch nachts Besichtigungen statt, und Kinder staunten den bleichen Mann im schwarzen Trikot an, der auf hingestreutem Stroh saß und nur hie und da die Lippen anfeuchtete. Wächter, merkwürdigerweise meist Fleischhauer, sollten Tag und Nacht beweisen, daß er nicht heimlich aß. Sie begriffen nicht, daß die Ehre seiner Kunst ihm das ohnehin verbot.
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